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U23
16.08.2019

Körner sammeln für die Herausforderung Offenbach

Am Sonntagmittag beendet die U23 in der Regionalliga Südwest ihre Englische Woche mit einem Heimspiel gegen einen der Favoriten auf den Drittligaaufstieg. Ab 13 Uhr sind im Dietmar-Hopp-Stadion die Kickers Offenbach zu Gast. Die Hessen sind noch ungeschlagen und kommen mit einem alten Bekannten in die Hoffenheimer Silbergasse.

DAS SAGT DER TRAINER

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 0:3 in Walldorf unter der Woche war U23-Cheftrainer Marco Wildersinn ganz und gar nicht einverstanden. Und so erwartet der Fußballlehrer am Sonntag gegen die Offenbacher Kickers eine Reaktion seiner Mannschaft. Viele Gelegenheiten im Training selber neue Hebel anzusetzen hatte Wildersinn jedoch nicht: „In einer Englischen Woche ist leider nicht viel Zeit zum Trainieren. Da geht es eher um Regeneration, vor allem wenn man ein Spiel wie das gegen Offenbach vor sich hat, in dem unsere Jungs alle ihre Körner brauchen werden.“

Mit dem Walldorf-Spiel auseinandergesetzt haben sich Wildersinn und sein Trainerteam aber natürlich dennoch: „Wir haben sehr kritisch über das Spiel gesprochen und unsere Schlüsse daraus gezogen. Am Sonntag werden wir sehen, ob es die richtigen waren.“ Vom OFC hält Wildersinn viel. „Für mich sind sie zusammen mit Saarbrücken der Topfavorit auf den Aufstieg. Sie haben eine ganz andere Mannschaft, aber mit Spielern aus der Zweiten und Dritten Liga enorm viel Qualität und Erfahrung dazubekommen.“

Auf einen Offenbacher Neuzugang freut sich Wildersinn ganz besonders. Der langjährige TSG-Torwart Dominik Draband wechselte im Sommer nach einer Saison bei der SV Elversberg zum OFC und hat sich einen Stammplatz erkämpft. „Für Drabi freut es mich, dass er spielt, und nach Sonntag wünsche ich ihm auch alles Gute“, so der TSG-Coach augenzwinkernd.

DAS PERSONAL

Mit Jan Ferdinand und Kennet Hanner López stehen Wildersinn nach überstandenen Verletzungen wieder zwei Stürmer zur Verfügung. Beide haben allerdings noch Trainingsrückstand. Weiterhin verletzt außer Gefecht gesetzt sind Rui Monteiro Mendes, Emilian Lässig, Philipp Strompf, Franko Kovačević und Tobias Heiland.

DER GEGNER

In ihre siebte Regionalligasaison in Folge ist der OFC Ende Juli gestartet. Jahr für Jahr ist die Rückkehr in die Dritte Liga das erklärte Ziel, doch jubeln durfte der stets treue und stimmgewaltige Offenbacher Anhang am Saisonende in dieser Zeit nie. Am dichtesten waren die Hessen in der Saison 2014/15 am Aufstieg dran, doch als Meister der Südwest-Staffel unterlag der OFC dem 1.FC Magdeburg in den Aufstiegsspielen mit 0:1 und 1:3.

Die ungeliebten Entscheidungsspiele muss das Team von Trainer Daniel Steuernagel in dieser Saison nicht befürchten, denn bekanntermaßen steigt der Südwest-Meister ja mittlerweile direkt auf. Aktuell liegt noch das Überraschungsteam aus Walldorf an der Tabellenspitze, doch der OFC kommt nach drei Siegen und einem Unentschieden punktgleich direkt dahinter.

Mit Neuzugängen wie Kapitän Richard Weil und Torwart Mario Seidel (beide 1.FC Magdeburg) sowie Nejmeddin Daghfous (SV Sandhausen) und Manolo Rodas (FSV Zwickau) haben die Hessen Zweit- und Drittligaerfahrung dazubekommen. Dazu kamen Spieler wie Kevin Pezzoni (Hessen Dreieich) oder Ronny Marcos (Eintracht Norderstedt), die zwar zuletzt in der Regionalliga aktiv waren, aber auch schon für den 1.FC Köln bzw. den Hamburger SV in der Bundesliga gespielt haben.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Zwölf Mal traf „Hoffe zwo“ bereits auf die Offenbacher Kickers, nur einmal gingen die Kraichgauer als Sieger vom Platz. Damals, am 17. April 2016, jedoch deutlich mit 5:1. Felix Lohkemper (heute 1.FC Nürnberg) mit einem Dreierpack sowie Jannik Dehm (Holstein Kiel) und Benjamin Trümner sorgten damals für den denkwürdigen Sieg. Das letzte Duell haben die TSG-Verantwortlichen jedoch in weniger guter Erinnerung. Mit der 0:5-Niederlage im vergangenen März kassierte „Hoffe zwo“ die höchste Heimniederlage überhaupt.

Für die Partie am kommenden Sonntag hat das allerdings kaum Aussagekraft. Schließlich treten sowohl die TSG als auch der OFC mit runderneuerten Teams an. Die Offenbacher sind allerdings gut drauf und noch ungeschlagen. Auf fremden Plätzen ließen sie bei ihren Fans noch keine Wünsche offen: Sowohl beim SC Freiburg II als auch beim Bahlinger SC feierte die Mannschaft von Trainer Daniel Steuernagel Auswärtssiege. Die TSG steht hingegen mit ausgeglichener Bilanz da. Sowohl daheim als auch auswärts gab es je einen Sieg und eine Niederlage.

DIE LAGE DER LIGA

Keine Frage, das Überraschungsteam der Saison ist bislang ganz klar der FC-Astoria Walldorf, der nach vier Spieltagen noch ungeschlagen ist und von der Tabellenspitze grüßt. Direkt dahinter kommt Offenbach, doch der heimliche Spitzenreiter ist der 1.FC Saarbrücken, der bislang alle drei Ligaspiele gewonnen, aufgrund der DFB-Pokal-Partie gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg, die die Saarländer ebenfalls für sich entschieden, aber ein Spiel weniger absolviert hat als Walldorf, Offenbach und Co.

Die TSG befindet sich aktuell auf Platz neun und damit genau in der Mitte der Tabelle. Ganz unten stehen die punktlosen Teams der TSG Balingen, der TuS RW Koblenz und des FK Pirmasens.

 

TSG 1899 Hoffenheim II – Offenbacher FC Kickers
Sonntag, 18. August, 13.00 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion, Hoffenheim

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