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AKADEMIE
29.02.2020

U19 in Freiburg unter Wert geschlagen

Mit 1:4 (1:1) hat die ersatzgeschwächte U19 am 19. Spieltag der A-Junioren-Bundesliga beim SC Freiburg verloren und somit vorerst den Kontakt zur Tabellenspitze abreißen lassen. Das Ergebnis täuschte jedoch über die Kräfteverhältnisse im Freiburger Möslestadion hinweg. Das einzige TSG-Tor erzielte Nathan Malonga. 

Arg dezimiert musste die U19 abermals antreten, doch von der Ausfallwelle und der wenig eingespielten Startelf – Cheftrainer Marcel Rapp nahm gegenüber der Vorwoche gleich sechs Wechsel vor – war in Freiburg nicht viel zu merken. Die TSG war sofort gut im Spiel und überzeugte fußballerisch und mental. Nach vier Minuten standen den 150 Zuschauern im Möslestadion jedoch die Münder offen und die Kraichgauer mussten den ersten Rückschlag verdauen. Freiburgs Torwart Noah Atubolu hatte aus rund 60 Metern zum Befreiungsschlag ausgeholt und die Kugel zur Überraschung von Nahuel Noll, seines Konterparts auf Hoffenheimer Seite, extrem weit nach vorne geschlagen. So weit, dass der Ball direkt über den TSG-Keeper ins Tor flog.

Entmutigen ließ sich die Rapp-Elf von dem frühen Rückstand jedoch keinesfalls. Weiterhin war sie gut in den Zweikämpfen und spielte munter mit. Der verdiente Lohn: In der 31. Minute landete ein gut vorgetragener Angriff bei Yannick Eitelwein und damit einem von sechs Spielern, die neu in die Startelf gerückt waren. Ein weiterer, Nathan Malonga, war schließlich zur Stelle, als Atubolu den Schuss von Eitelwein nur abklatschen lassen konnte. Es war Malongas erster Saisontreffer, bereits in der Vorsaison hatte der Franzose in Freiburg getroffen.

Eine gute halbe Stunde war gespielt, da musste TSG-Kapitän Laurin Curda schon wieder vom Feld. Nach überstandener Verletzungspause reichte die Kraft des Innenverteidigers noch nicht für mehr Spielzeit. Die TSG spielte jedoch auch nach dem ersten Wechsel weiter auf Augenhöhe mit den Freiburgern und somit ging es mit dem gerechten Halbzeitstand von 1:1 in die Pause.

Doppelschlag zerstört letzte Hoffnung

Auch im zweiten Durchgang stellten die A-Junioren der Akademie ihren Coach zufrieden und überzeugten fußballerisch und kämpferisch. Die größte Chance zur TSG-Führung vergab Innenverteidiger Noah König, der nach einer Standardsituation aus sieben Metern zum Kopfball kam. Ein Freiburger versperrte jedoch den Weg zum Hoffenheimer 2:1.

In Führung gingen stattdessen die Gastgeber. Nach einem Eckball war ein Gewühl entstanden, in dem Kimberly Ezekwem die Übersicht behalten und den Ball zum Freiburger 2:1 über die Linie gestochert hatte (60.). Eine halbe Stunde hatten die TSG-Junioren nun noch Zeit, um den erneuten Rückstand aufzuholen, doch ein Doppelschlag der Breisgauer machte die Hoffnung auf einen Auswärtspunkt zunichte. Erst führte ein Hoffenheimer Ballverlust zu einem Steilpass der Gastgeber, der den eingewechselten U19-Nationalspieler Kevin Schade erreichte, der sich wiederum gegen den herausstürmenden Noll durchsetzte und zum 3:1 traf (72.). Dann setzte Noah Weißhaupt einen Freistoß ins Hoffenheimer Tor (75.).

Rapp war trotz des deutlichen Ergebnisses stolz auf seine dezimierte Truppe. „Die Jungs haben hier alles rausgehauen und es zu einer engen Angelegenheit gemacht. Auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt. Von der Intensität war es ein gutes Spiel von uns und vor allem in der ersten Halbzeit hat es mir auch fußballerisch gefallen“, sagte Rapp, dessen Team nun drei Auswärtsspiele in Folge verloren hat. Durch die Niederlage und den 1:0-Sieg des FC Bayern München gegen den Tabellenletzten SSV Ulm beträgt der Rückstand der TSG auf Platz eins nun bei noch sieben ausstehenden Spielen acht Punkte. In der kommenden Woche erwartet die Rapp-Truppe den FC Ingolstadt im Dietmar-Hopp-Stadion.

 

SC Freiburg – TSG 1899 Hoffenheim 4:1 (1:1)
Freiburg: Atubolu – Tauriainen, Domröse, Schmidt, Weißhaupt, Gindorf (53. Schade), Keckeisen, Ezekwem, Kastrati, Kehrer (64. Bührer), Hinrichsen (35. Michel).
Hoffenheim: Noll – König, Curda (33. Krüger), Sejdinović, Butler, K. Čalhanoğlu, Messina, Weiß (81. Khan Agha), John, Malonga (64. Landwehr), Eitelwein (70. Botić).
Tore: 1:0 Atubolu (4.), 1:1 Malonga (31.), 2:1 Ezekwem (60.), 3:1 Schade (72.), 4:1 Weißhaupt (75.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Felix Prigan (Esslingen). Karten: Gelb für Keckeisen, Schmidt / Weiß.

Daten & Fakten zum Spiel »

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