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FRAUEN
12.02.2020

Jürgen Ehrmann: „Respekt erarbeiten“

Die TSG meldet sich am Freitagabend (19.15 Uhr) mit dem Spitzenspiel der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zurück aus der Winterpause. Als Überraschungs-Zweiter empfangen die Hoffenheimerinnen den ungeschlagenen Tabellenführer VfL Wolfsburg im Dietmar-Hopp-Stadion. Die Partie wird live auf Eurosport und Magenta Sport übertragen, Tickets für das Top-Spiel gibt es an der Tageskasse.

Trainer Jürgen Ehrmann über…

…die Wintervorbereitung.

„Hinter uns liegen viele anstrengende Trainingseinheiten, gerade der tiefe Boden hat oft Kraft gekostet. Wir sind aber sehr froh, dass wir nie auf den Kunstrasen oder in die Halle ausweichen mussten und somit auch die Schwerpunkte, die wir uns für die Vorbereitung vorgenommen hatten, abarbeiten konnten. Zufrieden sind wir außerdem, weil wir abgesehen von kleineren krankheits- oder verletzungsbedingten Pausen meist mit dem kompletten Kader trainieren konnten. Lediglich Martina Tufekovic und Fabienne Dongus fallen mit Knieverletzungen derzeit aus. Die Spielerinnen, die in der Vorrunde lange verletzt waren, haben die vergangenen Wochen genutzt, um sich wieder an die Mannschaft heran zu kämpfen. Die Ergebnisse der Testspiele waren nicht durchweg positiv, so wie wir es im Sommer erlebt haben. Das hatte sicherlich verschiedene Gründe, aber ist womöglich ein Grund, warum uns derzeit in bisschen die Leichtigkeit und Frische fehlen. Deshalb sind wir froh, dass es am Freitag wieder losgeht!“

…den VfL Wolfsburg.

„Es gibt sicherlich zwei wesentliche Dinge, die den VfL Wolfsburg von uns unterscheiden. Zum einen hat der Tabellenführer eine ganz andere Qualität im Kader, die Positionen sind fast immer doppelt oder dreifach mit Nationalspielerinnen besetzt. Zum anderen bringen die Wölfinnen eine ganz andere Erfahrung mit. Für unseren Gegner ist die Situation, als Top-Team in ein Spitzenspiel zu gehen, ganz normal. Daraus resultiert, dass Wolfsburg nur wenige Fehler macht und sehr effizient ist. Das spiegelt sich auch in der starken Tordifferenz wider. Der VfL spielt sehr flexibel, kann kontern, sich aber auch gegen tiefstehende Gegner durchkombinieren, kann Kurzpassspiel oder Diagonalbälle spielen. Für uns ist es in Anbetracht dieser Kräfteverhältnisse umso schöner, dass wir nur drei Punkte Rückstand haben.“

…die Ziele für das Top-Spiel.

„Sehr wichtig wird sein, dass wir die Partie am Freitag ungehemmt angehen und keine Angst haben. Wir haben nichts zu verlieren, sondern wollen einfach unser Können auf den Platz bringen. Jede Spielerin ist sehr fokussiert und motiviert, wir dürfen dabei nur nicht unsere Leichtigkeit vergessen. Uns muss klar sein, dass wir Fehler machen dürfen. Wir werden versuchen, Wolfsburg nicht in den Spielfluss kommen zu lassen und selbst Aktionen zu starten, um uns so Respekt zu erarbeiten. Außerdem müssen wir effizient sein, wenn wir zu Chancen kommen.“

…das Personal.

„Chantal Hagel musste in dieser Woche mit einem Magen-Darm-Infekt zeitweise pausieren. Ansonsten fehlen uns im Training derzeit nur Martina Tufekovic, die weiter an Knieproblemen laboriert, und Fabienne Dongus, die nach ihrem Innenbandriss im Knie noch nicht wieder einsatzfähig ist.“

Die bisherigen Duelle:

Der Tabellenführer der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ist derzeit der einzige Bundesligist, gegen den die TSG noch nie einen Punkt holen konnte. Alle 13 Aufeinandertreffen entschied der VfL Wolfsburg für sich. So auch das Hinspiel der laufenden Saison, in dem die TSG zwar gut mitspielte und sogar mehr Ballbesitz hatte, am Ende aber eine verdiente 0:3-Niederlage kassierte. Pernille Harder sorgte kurz vor der Halbzeit für die Führung der Wölfinnen, mit einem Doppelschlag sorgten Ewa Pajor (60.) und erneut Harder (65.) für die Entscheidung.

Die Form des Gegners:

Der VfL Wolfsburg bereitete sich in einem zwölftägigen Trainingslager an der Algarve auf die restliche Saison in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga vor. In zwei Testspielen trennte sich das Team von Chef-Trainer Stephan Lerch mit einem 1:1 vom niederländischen Erstligisten FC Twente und mit einem 5:0 von Ligakonkurrent 1. FFC Frankfurt. In der bisherigen Saison ist der amtierende Double-Sieger das dominierende Team der Liga, stellt die beste Offensive sowie die beste Defensive und führt die Tabelle ungeschlagen an. Pernille Harder ist außerdem die bisher erfolgreichste Torschützin der Bundesliga (18 Treffer). „Wir wissen alle, dass wir in der zweiten Saisonhälfte noch eine Schippe drauflegen müssen, da die Aufgaben nicht einfacher werden“, betonte Lerch in einem Vereinsinterview.

Daten & Fakten zum Spiel »

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