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FRAUEN
19.09.2019

Chantal Hagel: „Auf Anhieb gut geklappt“

Im Sommer rückte Chantal Hagel aus der U20 in den Bundesliga-Kader, gegen den VfL Wolfsburg kam die 21-Jährige zu ihrem zweiten Einsatz im Oberhaus. Statt wie gewohnt im zentralen Mittelfeld lief Hagel in der Innenverteidigung auf. Im Interview spricht sie über die für sie neue Position, ihren Weg bis in die Bundesliga und das anstehende Spiel gegen die SGS Essen (morgen, 19.15 Uhr, live auf Eurosport und Magenta Sport).

Hallo Chanti, gegen den VfL Wolfsburg kamst du am Sonntag zu deinem zweiten Bundesliga-Spiel. Was hast du aus der Partie mitgenommen?

„Für uns als Mannschaft war es am Ende natürlich schade, dass das Ergebnis so deutlich war, obwohl wir viele Sachen umgesetzt haben, die wir uns vorgenommen hatten und die wir im Training durchgesprochen hatten. Ich war natürlich sehr glücklich, dass ich eingewechselt wurde und neue Erfahrungen sammeln durfte. Es ist schön, in solchen Spielen das Vertrauen der Trainer zu bekommen. Ich habe mitgenommen, dass man sich gegen Gegner wie den VfL Wolfsburg keine Fehler erlauben darf und keine Lücke lassen darf, denn das wird direkt bestraft.“

Bereits in einem Testspiel, aber auch im DFB-Pokal gegen den FSV Hessen Wetzlar und nun gegen Wolfsburg kamst du als Innenverteidigerin zum Einsatz. Wie kam es zu dieser Umstellung?

„Das weiß ich selbst nicht so genau. Für mich ist die Position noch sehr neu, ich habe sonst nahezu immer im zentralen Mittelfeld gespielt. Im Testspiel gegen Freiburg waren Luana Bühler und Laura Wienroither bei der Nationalmannschaft, sodass uns eine Innenverteidigerin gefehlt hat. Ich bin eingesprungen und es hat auf Anhieb gut geklappt. Man hat sehr viel Zugriff aufs Spiel und kann die Bälle verteilen. In der Defensive verlasse ich mich auf meine Intuition. Wir haben eine eingespielte Mannschaft, sodass man viel von den anderen Spielerinnen gelenkt wird, das macht es einfach.“

Du hast einen eher ungewöhnlichen Weg hinter dir. Im Vergleich zu fast allen deiner Mitspielerinnen hast du kein Länderspiel für die U-Nationalmannschaften des DFB absolviert. Hast du trotzdem immer das Ziel gehabt, in der Bundesliga zu spielen?

„Eigentlich schon. So richtig vor Augen hatte ich das Ziel mit meinem Wechsel in die Jugend des SC Freiburg. Das hing für mich auch nie damit zusammen, ob ich beim DFB gesichtet werde. Mein Wechsel zur TSG war für mich dann ein wichtiger Schritt und mir war klar, dass ich mich hier erst in der 2. Bundesliga durchkämpfen muss und der Weg lang ist.“

Am Freitag empfangt ihr die SGS Essen im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion, die Partie wird live auf Eurosport übertragen. Ist das für dich ein ganz besonderer Moment?

„Für mich ist es das erste Live-Spiel im Fernsehen, deshalb habe ich das schon ein bisschen im Hinterkopf. Ich hoffe, dass viele Leute einschalten werden. Aber ich werde mich morgen voll auf das Spiel fokussieren, von den Kameras darf man sich nicht beeinflussen lassen. Ob ich das dann morgen immer noch so locker sehe, wird sich zeigen.“

Die SGS sammelte ebenfalls bisher sechs Punkte. Wie schätzt du die Essenerinnen in dieser Saison ein?

„Ich selbst habe noch nie gegen die SGS Essen gespielt. Aber ich weiß, dass ein spielerisch starker Gegner auf uns wartet, der nach vorne kreativ, mutig und flexibel spielen kann. Wir bereiten uns gut darauf vor und können das dann auf dem Platz auch hoffentlich umsetzen. Wenn wir das schaffen und selbstbewusst auftreten, sollte unser Ziel der nächste Sieg sein.“

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