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AKADEMIE
26.04.2019

Anschwitzen: Die letzten Infos vor dem Porto-Spiel

Der erste Tag in Nyon ist abgehakt. Der TSG-Tross ist gut am Genfer See angekommen, die Spieler haben im Centre sportif de Colovray, auf dem Trainingsplatz 3 hinter dem Hauptstadion, ihr Abschlusstraining absolviert. Es ist angerichtet für das Youth-League-Halbfinale gegen den FC Porto (Freitag, 14 Uhr, live auf DAZN und Sport1). Zum ersten Mal überhaupt hat ein Debütant dieses Wettbewerbs das Final Four im Schatten des UEFA-Hauptquartiers erreicht.

Es ist genau zwei Jahre her, dass die U19 im Trainingszentrum des Chelsea FC in Cobham bei London zu Gast war und den Blues in einem Freundschaftsspiel ein 2:2 abtrotzte. Trotz des Remis schienen Welten zwischen beiden Teams zu liegen: Die Londoner waren zu diesem Zeitpunkt amtierender Youth-League-Champion, die Hoffenheimer ein international unbeschriebenes Blatt. Am Donnerstagabend teilten sich beide Mannschaften beim Abendessen im Best Western Hotel Chavannes-de-Bogis den Speisesaal. Chelsea bestreitet in der Neuauflage des Vorjahres-Endspiels das zweite Halbfinale gegen den Titelverteidiger FC Barcelona (18 Uhr).

Um 9:15 Uhr setzte der TSG-Bus vom Leistungszentrum in der Sinsheimer Straße in Richtung Frankfurter Flughafen ab, mit einer viertelstündigen Verspätung landete der Flieger um kurz nach halb zwei in Genf. Transfer nach Nyon, einchecken, Mittagssnack – und dann endlich auf den Platz. „Wir sind alle schon seit Tagen topmotiviert und freuen uns riesig auf dieses Spiel“, sagte Kapitän Benjamin Wallquist nach dem Abschlusstraining und anschließender Besichtigung der Spielstätte, in der viele UEFA-Mitarbeiter herumwuselten, Interviews machten, Kassenhäuschen herrichteten und das Stadion – in dem normalerweise der drittklassige Stade Nyonnais seine Heimspiele austrägt – mit den entsprechenden Banden versahen, um es für dieses Großereignis fernsehtauglich zu machen.

Nichts wird dem Zufall überlassen

„Natürlich erfüllt es uns mit Stolz, hier dabei zu sein“, gestand U19-Trainer Marcel Rapp. „Aber wir wissen auch, dass wir uns das verdient haben.“ Die Rolle des Außenseiters, in die die TSG gedrängt wird, nimmt der Fußballlehrer an, ist sich aber auch sicher: „Alle Mannschaften, die hier sind, haben auch das Zeug dazu, den Wettbewerb zu gewinnen.“

Am Abend hatten die beiden Physiotherapeuten Fritz Gard und Sebastian Holzhäuser alle Hände voll zu tun, um die letzten Wehwehchen zu vertreiben, während die Delegationsleiter René Ottinger und Dirk Mack gemeinsam mit den Betreuern Hans Schobes und Willi Unser sowie Mannschaftsarzt Dr. Yannic Bangert beim Orga-Meeting – für die anderen Klubs Routine, für die TSG Neuland – letzte Instruktionen bekamen. Nichts wird in diesen Tagen dem Zufall überlassen.

„Ich will am Freitag einfach nur das sehen, was ich in den Trainingseinheiten sehe“, schildert Rapp seine Erwartungen an das große Spiel. „Die Jungs sollen wie in den anderen Youth-League-Begegnungen auch an ihr Limit gehen, dann werden wir gut abschneiden“, ist der 40-Jährige überzeugt. „Porto ist eine sehr reife Mannschaft, die selbst kaum Fehler macht und die Fehler der Gegner maximal bestraft, das ist eine außerordentliche Qualität. Allerdings haben wir in dieser Saison viele solcher Herausforderungen gemeistert und wir werden auch diese annehmen. Die Jungs werden alles geben. Mal schauen, was dabei herauskommt.“

In den Abendstunden setzte über Nyon der angekündigte Regen ein, der sich am Freitag ganztägig halten soll. Fritz-Walter-Wetter also. Das soll nicht zum Nachteil der TSG sein. Real Madrid kann ein Lied davon singen.

Youth League, Halbfinale
TSG 1899 Hoffenheim - FC Porto
Freitag, 26. April, 14 Uhr, Centre sportif de Colovray Nyon

Die Partie wird live auf Sport1, DAZN und dem Streamingdienst airtango übertragen.

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