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FRAUEN
07.03.2019

Chantal Hagel: „Nicht verstecken“

Während die Allianz Frauen-Bundesliga am Wochenende nochmals pausiert, geht es für die U20 in der 2. Bundesliga am Sonntag (11 Uhr) wieder um Punkte. Spielführerin Chantal Hagel spricht im Interview über das anstehende Spitzenspiel gegen die U20 des VfL Wolfsburg im heimischen Ensinger Stadion in St. Leon, die bisherige Ausbeute in der Rückrunde und die ersten Schritte im Bundesligateam.

Hallo Chantal, am Samstag durftest du dich im Testspiel des Bundesligateams gegen den 1. FFC Frankfurt beweisen. Wie lief es?

„Ich war eigentlich ganz zufrieden, auch wenn es ärgerlich war, dass wir knapp verloren haben. Nach vorne hat oft der letzte Pass gefehlt oder wir haben die Chancen nicht genutzt. Ich habe mich aber gefreut, dass ich von Anfang an spielen durfte. Es ist einfach ein großer Unterschied zur U20, was das Spieltempo und die Zweikampfhärte anbelangt.“

Schon seit einigen Monaten trainierst du regelmäßig bei Chef-Trainer Jürgen Ehrmann. Inwiefern bringen dich diese Einheiten weiter?

„Immer mal wieder ins Training der ersten Mannschaft hineinschnuppern zu dürfen, ist eine tolle Möglichkeit, sich an das Tempo in der Bundesliga zu gewöhnen. Das Spielniveau ist einfach viel höher und der Sprung von der U20 ins Bundesligateam sehr groß.“

In der 2. Bundesliga geht es derzeit eng zu, mit ein paar Punkten mehr oder weniger springt man gleich mehrere Tabellenplätze nach oben oder rutscht ab. Spricht das für die Ausgeglichenheit der Liga?

„Ja, auf jeden Fall. Durch die Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga ist das Niveau nicht nur ausgeglichener, sondern auch deutlich gestiegen. Wir können uns jetzt mit Teams wie dem FF USV Jena oder dem BV Cloppenburg messen. Das sind gestandene Mannschaften, die uns alles abverlangen. Hinzu kommen dann noch die starken U20-Teams wie das vom VfL Wolfsburg, dem wir in den letzten Jahren ja auch nicht begegnet sind.“

Du sprichst es schon an: Am Sonntag empfangt ihr im Top-Spiel der 2. Bundesliga die U20 des VfL Wolfsburg. Welche Erinnerungen hast du ans Hinrunden-Duell?

„Wir haben im September in Wolfsburg ein richtig gutes Spiel gemacht und hatten viel Ballbesitz. Deshalb sind wir in der ersten Halbzeit auch verdient in Führung gegangen. Am Ende wurde es dann aber nochmal richtig eng, weil wir nicht nachgelegt haben und der Gegner auf den Ausgleich gedrückt hat. Es war eine richtig starke Partie, die wir dann knapp für uns entschieden haben.“

Am vergangenen Spieltag musstet ihr euch beim 1. FC Saarbrücken mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Was müsst ihr am Sonntag bessermachen?

„Wir sind in Saarbrücken in Führung gegangen, haben uns danach aber total versteckt. Das darf uns gegen den VfL Wolfsburg auf keinen Fall passieren. Insgesamt können wir mit der bisherigen Ausbeute in der Rückrunde aber trotzdem zufrieden sein. In Wetzlar hätten wir drei Punkte holen müssen, der Auftritt gegen Weinberg war hingegen souverän. Wir haben uns seit Saisonbeginn taktisch weiterentwickelt und sind im Offensivspiel konsequenter geworden.“

Fünf Punkte trennen euch vom Tabellenführer VfL Wolfsburg. Ein Sieg wäre enorm wichtig, um dranzubleiben. Wie wollt ihr den Spitzenreiter knacken?

„Es ist natürlich unser Ziel, dem Tabellenführer mit einem Sieg auf den Fersen zu bleiben. Dazu werden wir am Sonntag in der Defensive sicher stehen müssen und dann die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, effizient nutzen.“

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