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CAMPUS
08.09.2015

Zwei Monate Pause für Johannes Bühler

Als sei die U19 nicht schon genug vom Verletzungspech verfolgt, fällt nach Kapitän Patrick Kapp (Kreuzbandriss in der Vorbereitung) und Robin Hack (Unterschenkelfraktur im Punktspiel gegen Ingolstadt) jetzt auch Johannes Bühler mit einer Ellbogen-Luxation für mehrere Wochen aus. Die Blessur zog er sich ausgerechnet bei seinem Debüt in der U19-Nationalmannschaft zu.

Gerade mal drei Minuten waren im Testspiel gegen England in der Belkaw Arena von Bergisch Gladbach gespielt. Beim Versuch, Englands Außenverteidiger Tafari Moore vom Arsenal FC zu stellen, stolperte Bühler über dessen Füße und fiel so unglücklich, dass er den Arm überstreckte. „Ich habe sofort gemerkt, dass das etwas Schlimmeres ist“, so der Hoffenheimer Rechtsverteidiger. „Zum einen wegen der Schmerzen, zum anderen, weil der Knochen anders stand.“

Bühler war im Sommer 2013 als B-Jugendlicher aus Mainz zur TSG gestoßen. In seinem ersten A-Jugend-Jahr wanderte er vom Mittelfeld in die Abwehrreihe, erkämpfte sich unter U19-Coach Julian Nagelsmann einen Stammplatz, wurde Deutscher Vizemeister – und reifte zum U18-Nationalspieler. Für die DFB-Auswahl bestritt er zwei Länderspiele.

Als nun in der neuen Saison auch von U19-Bundestrainer Marcus Sorg die Einladung kam, war der 18-Jährige positiv überrascht. Zum ersten Mal überhaupt stand Bühler bei einem Länderspiel nun auch in der Startelf – und dann das. „Ich bin mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren worden. Der Knochen wurde unter Narkose wieder eingerenkt“, erzählt Bühler, der zudem einen Innenbandriss davongetragen hat und vorerst seinen linken Arm in Gips trägt.

Um 22 Uhr saß er im Mannschaftshotel beim Abendessen, seine Kollegen hatten die Partie mit 2:3 (0:1) verloren. Sorg hielt vor dem Team eine Ansprache und fand dabei auch aufmunternde Worte für „Joe“ Bühler, wünschte ihm schnellstmögliche Genesung und dass er „bald wieder zum Team stößt“.

Voraussichtlich zwei Monate muss der Zwölftklässler der Max-Weber-Schule nun mit dem Fußball pausieren. „Ich bekomme hoffentlich bald eine Schiene, so dass ich zumindest mit dem Lauftraining beginnen kann“, gibt sich Bühler kämpferisch. Sein Debüt in der U19-Nationalmannschaft wird er nicht in guter Erinnerung behalten, dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft. „Das ist jetzt eine schwierige Phase, aber ich blicke nach vorn und gehe da durch.“

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