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CAMPUS
04.12.2014

Es ist bereits eine Routine-Termin: Die Fußball AG der Steinsbergschule für Schüler mit Handicap kam zu einer Trainin

Schon als die Schüler die Sporthalle betraten war es zu spüren – das Fußballfieber. Es packt sie regelmäßig, vor allem, wenn es zum Training in die moderne Halle am großen Wald geht. „Die schuleigene Sporthalle ist alt, klein und beengt. Nicht selten wurden umherfliegende Bälle zur Gefahr“, so Lehrerin Martina Rost, die die AG zusammen mit ihrem Kollegen Frank Merk betreut.

Daher ist es nur verständlich, dass die Freude bei den Schülern schon Tage vorher groß ist, wenn es heißt: Es geht wieder in die neue Hoffenheim-Halle! Organisiert werden die Trainingseinheiten von Dominik Drobisch, dem Leiter des Kinderzentrums (KidZ), im Rahmen einer Kooperation zwischen der Schule, „Anpfiff ins Leben“ und dem KidZ.

Nach der Begrüßung und einigen Aufwärmspielen zeigten die ambitionierten Jungtrainer der Gruppe verschiedene Tricks am Ball. Das Passdreieck, bei dem man immer in Bewegung ist, gefällt Marlene am besten. Sie ist das einzige Mädchen im Bunde und hat das Training trotz einer leichten Erkältung sehr genossen. „Ich habe kein Problem, alleine unter Jungs zu sein, aber manchmal wünsche ich mir schon, dass sich mehr Mädchen für Fußball interessieren“, sagt Marlene, die darüber hinaus in der B-Jugend eines kleineren Vereins spielt.

Auch Markus, ein bekennender Hoffenheim-Fan, fand die technischen und taktischen Tricks – allen voran den „Übersteiger-Trick“ − toll. „Die Trainer waren auch nett“, lobt der Schüler. Den Abschluss der Einheit bildete ein Spiel, bei dem die neuen Tricks gleich angewendet werden konnten und sich alle – Lehrer Frank Merk eingeschlossen − mächtig ins Zeug legten.

„Gerade beim Training mit externen Partnern sind die Kinder immer hoch motiviert, voll dabei und geben ihr Bestes“, berichtet Martina Rost, die früher selbst leidenschaftliche Fußballerin war. Die Trainer zeigen sich ebenfalls zufrieden. Durch die Arbeit mit Kindern lassen sie sich jeden Tag aufs Neue motivieren, denn „die Freude der Kinder ist ansteckend“, erzählt Karim. Auch die Lehrerin ist der Meinung, dass ein Training mit Benachteiligten für junge Menschen, die eine Trainerlaufbahn anstreben, eine wertvolle Erfahrung darstellt. Das Besondere: Die zehn Schüler sind bunt gemischt, zwischen 15 und 19 Jahre alt, von der Hauptstufe bis zum Berufsvorbereitungsjahrgang.

Die Kooperation umfasst neben regelmäßigen Trainings und jährlichen Turnieren in Zuzenhausen auch den Verkauf des Stadionmagazins durch die Schüler. Dafür bedankt sich der Verein mit Freikarten fürs Stadion – ein wirkliches Highlight für die Jugendlichen.

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