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CAMPUS
06.12.2014

2:2 in letzter Sekunde / U19 trotzdem so gut wie Herbstmeister

Durch ein 2:2 (0:0) gegen den FC Bayern München hat sich die U19 die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga Süd/Südwest gesichert – vorausgesetzt, Mainz bezwingt am Sonntag den 1.FC Nürnberg nicht mit neun Toren Differenz. Die 300 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion sahen ein hochklassiges Spitzenspiel, das sie aber am Ende in Rage versetzte, weil ein sehr umstrittener Handelfmeter in der Nachspielzeit den Hoffenheimern den Sieg kostete.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann musste auf seinen gesperrten Innenverteidiger Benedikt Gimber sowie Alexander Rossipal (Bänderverletzung) und Tim Eiben (krank) verzichten, vertraute aber dennoch auf eine sehr mutige Grundformation. In einer von beiden Seiten auf hohem Niveau geführten Partie waren die Platzherren über weite Strecken das überlegene Team mit den besseren Chancen, eine 2:0-Führung zur Pause lag durchaus im Bereich des Möglichen.

Die Tore fielen allesamt in der letzten halben Stunde. Zunächst traf Joshua Mees zur verdienten Führung. Nachdem Nicolas Sessas Schuss geblockt worden war und Bayern-Keeper Leon Fischhaber bereits am Boden lag, staubte der TSG-Torjäger trocken ab (61.). Kurz darauf bediente Erdal Öztürk mit einem steilen Ball Philipp Ochs, der das Spielgerät mit der Brust unter Kontrolle brachte und flach zum 2:0 einschob (67.).

Allerdings holten die Münchner nur Sekunden später zum Gegenschlag aus. Miloš Pantović setzte im Fünfmeterraum zum Fallrückzieher an und verkürzte auf 2:1, wobei sich die Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion einig waren, dass der Aktion eine Abseitsstellung vorangegangen war. Mit fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten vermittelte der Unparteiische den Eindruck, mit dem Spitzenspiel überfordert zu sein, so schickte er beispielsweise Bayern-Coach Heiko Vogel überzogenermaßen auf die Tribüne.

Fragwürdiger Elfmeter überrascht sogar die Bayern

Die Hoffenheimer gingen in der Schlussphase zu fahrlässig mit einigen Kontersituationen um und verpassten es, die drei Punkte endgültig unter Dach und Fach zu bringen. In der Nachspielzeit kamen die Münchner noch einmal über die linke Seite, und dann wurde es hitzig. Der Ball schien die Torauslinie bereits überschritten zu haben, dennoch versuchte TSG-Abwehrspieler Patrick Kapp, eine Hereingabe per Grätsche abzublocken. Der Ball rutschte aus einem halben Meter unter seinen Körper durch und prallte an die Hand, mit der er sich am Boden abstützte. Selbst Bayern-Spieler Marco Hingerl rechnete mit einem Eckball und machte sich bereits auf den Weg zum Fähnchen, als auch er vom Elfmeterpfiff des Schiedsrichters überrascht wurde. Pantović ließ sich von den aufgebrachten Zuschauern nicht beirren und verwandelte den Strafstoß sicher (90.+2) – die drei Punkte waren dahin.

Nichtsdestotrotz sicherte sich die U19 mit hoher Wahrscheinlichkeit die Herbstmeisterschaft, und das mit bislang nur einer Niederlage. „Mit dieser Bilanz können wir zufrieden sein“, sagte Nagelsmann, der sich nach all den hochkochenden Emotionen in der Schlussphase schnell beruhigt hatte. „Das war natürlich ärgerlich. Aber wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, haben sehr diszipliniert verteidigt und waren gegen einen starken Gegner einen Tick besser.“

TSG 1899 Hoffenheim – FC Bayern München 2:2 (0:0)

Hoffenheim: Draband – Bühler, Kapp, Rapp, Stüber, Öztürk, Lorenz, Waack (67. Beck), Sessa (87. Hoffmann), Mees (81. Kölmel), Ochs.

Bayern: Fischhaber – Pohl, Günzel, Gschwend, Leib (80. Strein), Micheli (74. Martinović), Hingerl, Scholl, Kurt (90.+2 della Schiava), Eberwein, Pantović.

Tore: 1:0 Mees (61.), 2:0 Ochs (67.), 2:1 Pantović (68.), 2:2 Pantović (90.+2, Strafstoß). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Nils Klöhn (Gießen). Karten: Gelb für Öztürk, Kapp / Günzel.

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