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FRAUEN
13.10.2011

Frauen: "Es gibt keine krassen Außenseiter"

Fünf Spieltage sind gespielt, für 1899 Hoffenheim läuft es in der zweiten Liga: Mit vier Siegen und einem Unentschieden liegt die Elf von Trainer Jürgen Ehrmann nur knapp hinter Spitzenreiter VfL Sindelfingen. Claire Savin hat in allen fünf Partien mitgewirkt und blickt im Interview auf das vergangene Spiel zurück und auf den kommenden Spieltag gegen den ETSV Würzburg voraus.

Du hast die letzten 20 Minuten beim Spiel in Saarbrücken von der Bank aus erlebt. Wie war Dein Empfinden?


Savin: Ich finde es immer anstrengend, so ein spannendes Spiel von der Bank aus zu erleben, weil man selber nicht mehr wirklich ins Spielgeschehen einwirken kann. Die Schlussminuten waren unheimlich spannend, alle Spielerinnen sowie Trainer und Betreuer haben mitgefiebert, es konnte niemand still sitzen bleiben. In den Minuten bis der Elfmeter endlich ausgeführt wurde, hat keiner mehr auf seinem Platz gesessen. Als Tine (Anm. d. Red. Christine Schneider) dann getroffen hat, war die Erleichterung und Freude bei allen zu spüren. Es herrscht ein toller Mannschaftsgeist mit einem Ziel, dem Aufstieg - das ist sehr schön.

Hast Du noch an einen Sieg geglaubt oder dich wie Jürgen Ehrmann schon mit einem Remis abgefunden?

Savin: Nachdem wir das Ausgleichstor geschossen hatten, habe ich eigentlich gleich gedacht jetzt drehen wir das Spiel auch noch und gewinnen, doch als wir in den Schlussminuten eine Großchance vergeben haben, hatte auch ich meine Zweifel, dass wir noch als Sieger vom Platz gehen.

Du hast in fünf Spielen zwei Tore geschossen. Wie zufrieden bist Du mit Deiner bisherigen Leistung?

Savin: Ich bin erst einmal sehr froh, dass ich es trotz meiner Verletzung und dem verspäteten Einstieg in die Vorbereitung geschafft habe, beim ersten Pflichtspiel auf dem Platz stehen zu dürfen, damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Es freut mich natürlich, wenn ich Tore schießen, mit den zwei Pokalspielen sind es ja inzwischen fünf, für eine Offensivspielerin ist das immer wichtig. Insgesamt glaube ich, dass ich mit meinen bisherigen Leistungen zufrieden sein kann, aber ich weiß auch, dass noch längst nicht alles perfekt läuft und ich mich noch in genug Bereichen verbessern kann und muss.

Gegen den einen Aufsteiger Gladbach habt Ihr souverän gewonnen. Was für ein Spiel erwartest Du gegen Würzburg?

Savin: Würzburg hat in der Vorbereitung durch ihre Ergebnisse überzeugt, sie hat gegen einen Erstligisten gewonnen, das zeigt, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Sie wollen über Kampf und mannschaftlichen Zusammenhalt gegen uns gewinnen, deshalb erwarte ich wieder ein schweres Spiel, das wir konzentriert angehen müssen, um die drei Punkte bei uns zu behalten.

Ähnlich wie Ihr, hat Würzburg einen Durchmarsch in die zweite Liga geschafft. Allerdings habt Ihr einen besseren Start in die zweite Liga gehabt. Bei Würzburg spielen zahlreiche Spielerinnen, die bereits Erstligaerfahrung haben, bei Euch nur zwei. Kannst Du Dir das erklären?

Savin: Das Niveau in der zweiten Liga ist dieses Jahr ausgeglichener als im Jahr zuvor, das zeigen auch die Ergebnisse. Jeder kann gegen jeden gewinnen oder auch verlieren, es sind meist sehr knappe Spiele. Dieses Jahr gibt es keine „krassen“ Außenseiter oder Favoriten. Außerdem denke ich, dass es in unserer Mannschaft genug Spielerinnen gibt, die das spielerische Potenzial haben, in der ersten Liga zu spielen, bisher aber noch nicht die Chance dazu bekommen haben.

Welche Rolle spielt Christina Arend für die Mannschaft?


Savin: Ihre sieben Tore in fünf Spielen sprechen für sich. Für die gesamte Mannschaft, die im Moment stellenweise sehr guten Fußball spielt, ist es gut zu wissen, dass vorne eine erfahrene und zuverlässige Stürmerin ist, die die „Dinger rein macht“. Das bringt Sicherheit in unser Spiel.

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