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CAMPUS
06.10.2017

Fröhliche Gesichter trotz Regens beim Unified Cup

Bereits zum vierten Mal hat auf dem AOK Campus das Landesfinale des Unified Cups stattgefunden. Für Organisatoren und Teilnehmer ein voller Erfolg: Sportler mit und ohne Behinderung erlebten zwei Tage lang den integrativen Charakter des Fußballs.

Nein, das Wetter spielte an beiden Tagen nicht immer so ganz mit. Aber davon abgesehen war die fünfte Auflage des Unified Cups und die vierte im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion zur vollen Zufriedenheit der Organisatoren über die Bühne gegangen. „Alles ist reibungslos verlaufen, und die Spiele sind bei allem Ehrgeiz sehr harmonisch abgelaufen. Der Fairplay-Gedanke stand hier eindeutig im Vordergrund“, sagte Noelle Schweizer vom AOK Campus.

17 Mannschaften aus verschiedenen Regionen Baden-Württembergs waren nach Hoffenheim gekommen. Das 18. Team musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Im Sechs-gegen-Sechs standen sich die Mannschaften zunächst in Klassifizierungsspielen gegenüber, bevor dann am zweiten Turniertag die Gruppen- und Finalspiele ausgetragen wurden.

Übernachtungen im „Fairplay“ und in der Gemeindehalle

Zehn der 17 Teams blieben auch über Nacht in Hoffenheim und bezogen im Fairplay-Übernachtungshaus und in der Gemeindehalle ihr Quartier. Pro Team waren dann mindestens vier Fußballer mit einer geistigen, zerebralen oder psychischen Behinderung am Start. Sie lieferten sich mit viel Motivation geführte Begegnungen, bei denen die Freude am Sport jederzeit zu sehen war.

„Man merkt, dass die Spieler sich richtig freuen, hier Fußball spielen zu dürfen. Und genau das ist ja auch der Sinn des Unified Cups: Die Spieler sollen zufrieden sein“, sagte Seweryn Sadowski von Special Olympics Baden-Württemberg, neben der TSG ebenfalls Veranstalter des Unified Cups.

Für jeden ein Foto zum Abschluss

Begleitet wurde das Turnier auch von der Klasse des Berufskolleg Sport- und Vereinsmanagement von der Max-Weber-Schule aus Sinsheim. Unter der Leitung des dortigen Koordinators Michael Kunzmann, der bei der TSG zudem als Individualtrainer tätig ist, arbeiteten die Schüler, darunter auch einige Spieler der TSG Akademie, an einer Studie zum Thema „Fairplay“. Dabei untersuchten sie sowohl das Foulverhalten der einzelnen Mannschaften als auch die Kommunikation mit Mit- und Gegenspielern.

Am Ende dufte natürlich nicht die Siegerehrung fehlen. Neben Medaillen erhielten die engagierten Teilnehmer auch individuelle Fotos, die im Laufe des Turniers von jedem einzelnen Spieler gemacht wurden. „Das kam sehr gut an“, freute sich Sadowski über die gelungene Neuerung.

 

Die Gruppensieger des Unified Cups Baden-Württemberg

Wilhelmsdorf

Schwetzingen

Pilgerhaus Lützelsachsen

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