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22.11.2019

Schreuder: „Wir müssen Ruhe ausstrahlen“

Es geht wieder los: Nach der Bundesliga-Pause empfängt die TSG Hoffenheim am Sonntag (18 Uhr/Liveticker auf achtzehn99.de) den 1. FSV Mainz 05. Das Ziel ist klar – die Mannschaft will den sechsten Bundesliga-Sieg nacheinander einfahren und damit einen Vereinsrekord aufstellen. Trainer Alfred Schreuder hat sich vor dem Spiel über die Personalsituation, die Erfolgsserie und den Gegner geäußert.

Alfred Schreuder über…

… die Personalsituation:

„Hinter Sargis Adamyan steht ein großes Fragezeichen. Bei Ihlas Bebou und Andrej Kramarić müssen wir die Trainingseindrücke abwarten. Dennis Geiger ist noch nicht topfit, aber Håvard Nordtveit ist wieder dabei. Steven Zuber und Ishak Belfodil sind noch verletzt.“

… über das Wiedersehen mit Achim Beierlorzer, dem neuen Mainzer und früherem Kölner Trainer:

„Das habe ich noch nicht erlebt und es ist natürlich eine kuriose Situation. Aber man sollte es nicht zu hoch hängen. Achim Beierlorzer hat das Angebot bekommen, warum sollte er es ablehnen? Ich finde es mutig, was er macht.“

… über den möglichen Rekord von sechs Bundesliga-Siegen nacheinander:

„Natürlich ist es interessant, einen Rekord aufstellen zu können. Aber wir brauchen keine Extra-Motivation. Gegen Mainz zählen die vorherigen Spiele nichts mehr. Das ist nur für die Geschichtsbücher. Das ist zwar schön, aber für uns ist die wichtigste Frage: Warum waren wir im vergangenen Spiel erfolgreich? Das müssen wir wiederholen, am Ende geht es am Sonntag ums Gewinnen.“

… die Situation beim 1. FSV Mainz 05:

„Ich habe mir die vergangenen Spiele angeschaut. Die Ergebnisse waren nicht gut, aber sie hatten immer gute Phasen in den Spielen – selbst beim 0:8 in Leipzig. Mainz hat gute Spieler und Achim Beierlorzer wird versuchen, etwas zu verändern. Ein neuer Trainer macht es für uns in der Vorbereitung natürlich komplizierter. Wir haben sechs Spiele gewonnen, die Gegner stellen sich etwas anders auf uns ein oder spielen auch mal, wie zuletzt Köln, in anderen Grundordnungen. Das können wir jetzt auch wieder erwarten. Wir müssen das Spiel als große Herausforderung sehen, sehr flexibel sein und auch während des Spiels variabel auf alles reagieren. Vielleicht werden sie sehr aggressiv sein, vielleicht gehen sie voll drauf. Aber wir dürfen das auch nicht übertreiben und müssen uns auf unser Spiel fokussieren: Wir wissen, was wir mit dem Ball und ohne den Ball vorhaben. Wir müssen Ruhe im Kopf ausstrahlen.“

… das Wiedersehen mit Ádám Szalai:

„Ich kenne ihn sehr gut. Ádám ist ein absoluter Gewinnertyp, ein super Teamplayer, der im Training immer vorangegangen und extrem motiviert ist. Eine große Persönlichkeit, die hier bei der TSG ein großes Standing hat. Wir freuen uns alle, Adam wiederzusehen. Und ich persönlich freue mich für ihn, dass er regelmäßig spielt.“

Die Social-Media-Frage der Woche:

Fällt es Ihnen schwer, die Spieler für die Startelf und den Kader auszuwählen?

„Als Mensch fällt die Entscheidung immer schwer. Man hat 24 Feldspieler und drei Torhüter im Aufgebot und möchte natürlich alle spielen lassen. Aber als Trainer fällt es nicht so schwer, weil es zum Job dazugehört.  Man will gewinnen und stellt die Spieler auf, von denen man denkt, mit ihnen gewinnen zu können. Das sind nie Entscheidungen gegen einen Spieler, sondern für einen anderen.“

Die Form des Gegners:

Der 1. FSV Mainz blickt auf ein enttäuschendes erstes Saisondrittel zurück: Mit nur neun Punkten aus elf Spielen steht der Klub auf Rang 16 – dem Relegationsplatz. Allerdings soll das Spiel bei der TSG ein Neustart werden, erstmals steht Achim Beierlorzer am Spielfeldrand, der auf Sandro Schwarz als Mainzer Trainer folgte. Kurios ist dabei, dass Beierlorzer auch den bislang letzten Gegner der TSG coachte: Nach dem 1:2 gegen Hoffenheim wurde er aber beim 1. FC Köln entlassen. Am Sonntag gibt es nun ein überraschendes Wiedersehen.

Die bisherigen Duelle:

20 Mal traten beide Klubs in der Bundesliga gegeneinander an – sechs Mal siegte die TSG, acht Erfolge stehen auf der Habenseite der 05er. Am 34. Spieltag der Vorsaison unterlag Hoffenheim nach 2:0-Führung noch 2:4 in Mainz und verspielte so die Europapokal-Qualifikation. Ansonsten ist die jüngste Bilanz – vor allem in Sinsheim – fast perfekt: Aus den vergangenen fünf Heimspielen gegen Mainz holte die TSG 13 von 15 möglichen Punkten, nur in der Vorsaison reichte es beim 1:1 nicht zum Sieg.

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