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PROFIS
26.07.2019

Windischgarsten – Hotspot für Fußball-Klubs

Bereits im dritten Sommer nacheinander bereitete sich die TSG Hoffenheim in Windischgarsten auf die neue Saison vor. Am Freitag, einen Tag nach den beiden Testspielen gegen Hellas Verona und Trabzonspor, geht es zurück in den Kraichgau. Die neun Trainingstage in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel in Oberösterreich waren ein voller Erfolg, wie Cheftrainer Alfred Schreuder und Kapitän Kevin Vogt erklärten.

"Wir hatten sehr gute Bedingungen für die Vorbereitung auf die neue Saison. Die Ziele, die wir im Training erreichen wollten, haben wir abgearbeitet", sagte Trainer Alfred Schreuder. Der Niederländer schwärmte auch über die wunderschöne Alpenkulisse und bezeichnete das Quartier "Dilly Wellness-Resort", in dem der 50 Personen umfassenden TSG-Tross bereits zum dritten Mal abgestiegen ist, als „top“. Das Haus unter der Leitung von Horst Dilly ist begehrt. In die Betten, die die Hoffenheimer Spieler am Freitag verlassen, legen sich bereits in der nächsten Nacht die Akteure von Eintracht Frankfurt. Der TSG-Gegner am 1. Bundesliga-Spieltag wählte auch Windischgarsten als Trainingsstandort aus.

Fußball-Klubs geben sich in dem beschaulichen 2400-Einwohner-Luftkurort auf 602 Metern Höhe quasi die Klinke in die Hand. Unmittelbar vor der TSG nutzte Union Berlin das Dilly als Trainingscamp. Und vor dem Bundesliga-Aufsteiger waren schon die U20-Nationalteams aus Österreich und der Schweiz, die Amateure von Austria Wien sowie die Profiklubs CFR Cluj (Rumänien), Roter Stern Belgrad (Serbien) und 1860 München Gäste im Dilly. Windischgarsten hat sich zum Hotspot für Fußball-Klubs gemausert.

Zum dritten Mal in Windischgarsten

Aller guten Dinge sind drei, schien das Motto der Hoffenheimer zu lauten, denn sie fühlten sich in Windischgarsten wieder sehr wohl. Die Vier-Sterne-Superior-Unterkunft bietet zwei Trainingsplätze in gutem Zustand. Auch die exzellente Küche lässt keine Wünsche offen. "Die Bedingungen waren wieder perfekt, die Stimmung in der Mannschaft gut", sagte Kapitän Kevin Vogt. "Man merkt, dass das Hotel und seine Mitarbeiter Erfahrung haben, wie man Trainingslager von Profi-Klubs organisiert. Und deren Ansprüche zu erfüllen, ist gar nicht so leicht. Aber im Dilly schaffen sie das. Wir schätzen vor allem auch die große Gastfreundlichkeit", sagte TSG-Pressesprecher Holger Kliem. An der Organisation ist auch die österreichische Agentur Global Sports beteiligt.

Hausherr Dilly ist stolz auf seine angebotenen Leistungen. "Die Infrastruktur für die Teams ist einzigartig", sagt er. Die extrem kurzen Wege schätzen die Trainer und Spieler besonders. Aus den Zimmern etwa sind es kaum 100 Meter bis zum Trainingsplatz. Andere Bundesligisten klopfen bereits für das nächste Jahr an, berichtet Horst Dilly. Kein anderes Hotel in Österreich beherberge im Juli so viele deutsche Profifußballer, sagt er. "Für die Region ist dies unbezahlbare Werbung." Die TSG hat seit drei Jahren mit dem Bundesland Oberösterreich eine Kooperation geschlossen. Sie umfasst, dass das Trainingslager in der Region Pyhrn-Priel mit dem Hauptort Windischgarsten gehalten wird.

In der idyllischen Bergwelt laden nicht nur Fußballprofis ihre Akkus auf. Die Region ist eine Kraft-Tankstelle für Familien, die attraktive Freizeitmöglichkeiten suchen und für Menschen, die auf puren Naturgenuss stehen. Die Region gehört zu den Kalkalpen und hat ihren Namen vom Bergmassiv des Großen Priel und von Pyhrn-Pass, der in die Steiermark führt, erhalten. Klettern für Mutige, aber auch ruhiges Wandern und wunderbare Bade- und Schwimmgelegenheiten sind in der Gegend zu finden. Im Winter ist der Skisport König, dann herrscht Hochbetrieb in den beiden Skigebieten, der Wurzeralm und in Hinterstoder, wo es im Februar 2020 um Weltcup-Punkte geht. Aber in der Winterpause, das ist sicher, wird die TSG nicht in Windischgarsten trainieren.

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