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09.04.2019

Grillitsch: "Ich zähle mich zu den Führungsspielern"

Florian Grillitsch hat sich bei der TSG Hoffenheim zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt. Im Interview mit dem am Dienstag (9. April) erschienenen TSG-Monatsmagazin SPIELFELD spricht der 23-Jährige über seine veränderte Rolle in Hoffenheim, seine "Wanderung" von der Offensive in die Defensive und über den Stellenwert der TSG.

In Hoffenheim ist Florian Grillitsch in der Startelf gesetzt und ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Das war aber nicht immer so. "Zu Beginn war es schwierig, auch für den Kopf. Dazu habe ich mich früh verletzt. Das war bitter, denn ich war neu, wollte alles aufsaugen und zeigen, was ich kann. Dann blieb mir aber nur die Zuschauerrolle", blickt Grillitsch auf sein erstes halbes Jahr bei der TSG zurück. Im Sommer 2017 war er in den Kraichgau gekommen, in der Rückrunde der Saison 2017/18 startete der Österreicher dann durch.

Mit ihm als Stammspieler qualifizierte sich die TSG zunächst für die Europa League und am Ende der vorigen Spielzeit auch für die Champions League. Auch in diesem Frühjahr peilt Grillitsch wieder eine Teilnahme am Europapokal an. Der im österreichischen Neunkirchen geborene Mittelfeldspieler ist zu einer Führungskraft im Team gereift. "Ich habe mich seit meiner Ankunft hier in vielen Bereichen entwickelt, nicht nur fußballerisch, sondern auch persönlich. Es ist mein Anspruch, Verantwortung zu übernehmen. Ich zähle mich zu den Führungsspielern und will diese Rolle auch weiterhin ausfüllen", sagt Grillitsch.

In dieser Saison spielte der ehemalige Bremer teilweise in der Innenverteidigung: "Ich bin gelernter Offensivspieler und musste defensiv einiges dazulernen (…) Ich bin flexibel einsetzbar, das ist sicher kein Nachteil." In seiner Juniorenzeit in der Akademie in St. Pölten und auch zunächst beim SV Werder übernahm Grillitsch meist offensive Positionen und erzielte viele Tore.  "Als ich in die U19 von Werder gewechselt bin, habe ich in den ersten vier Spielen neun Tore erzielt und viele vorgelegt. Früher war Ronaldinho mein Lieblingsspieler und Vorbild. Ich war ein richtiger Zehner und habe sehr offensiv gespielt", erklärt er. "Aber mir gefällt es hinten auch. Ich hoffe aber, es geht nicht auch irgendwann mal ins Tor, da kann ich drauf verzichten."

Seinen Wechsel von Bremen zur TSG sieht der österreichische Nationalspieler im Nachhinein als idealen Schritt an: "Hoffenheim ist in den vergangenen Jahren zu einer absoluten Top-Adresse gereift. Deswegen habe ich mich damals für die TSG entschieden. Es ist der ideale Klub, um sich weiterzuentwickeln. Ich glaube nicht, dass es viel bessere Trainingszentren gibt als hier. Auch was Innovationen und Trainingsformen angeht, ist die TSG Hoffenheim auf Champions-League-Niveau." Noch haben Grillitsch und seine TSG-Kollegen die Hoffnung auf eine erneute Königsklassen-Teilnahme nicht ganz aufgegeben, aber auch mit einer Qualifikation für die Europa League wären sie nicht unzufrieden. "Wir haben genug Qualität in der Mannschaft, um diese Tabellenregion zu erreichen, das ist unser Ziel und daran glauben wir."

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