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11.10.2018

Ádám Szalai: "Ich musste mir alles erarbeiten"

In dem am Freitag erscheinenden Interview mit Ádám Szalai in SPIELFELD spricht der 30-Jährige über Willensstärke und seinen Weg von der Stuttgarter Jugend über Real Madrid bis in die Königsklasse.

Ádám Szalai hat sich in den vergangenen Jahren zum Fan-Liebling entwickelt und trifft regelmäßig für den Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim. Es gab aber auch andere Zeiten. 2Wenn man sieht, dass am Anfang nicht alles so einfach war und ich eine schwierige Zeit hatte, ist das besonders schön", erklärt der 30-Jährige. Im Interview mit dem am 12. Oktober erscheinenden Klubmagazin SPIELFELD spricht der Angreifer über die enorme Zuneigung der TSG-Fans, seinen Weg von der Stuttgarter Jugend über Real Madrid bis in die Königsklasse und seinen momentanen Stellenwert: "Ich musste mir alles erarbeiten." Dass es dem ungarischen Nationalspieler gelungen ist, sich in der Bundesliga durchzusetzen, begründet er mit seiner Einstellung: "Es ging in meiner ganzen Karriere um Willensstärke. Schaffe ich es oder nicht? Wenn man mit 16 Jahren allein als Ausländer nach Deutschland kommt, liegt es an der Persönlichkeit, ob man das schafft. Und ich habe es gepackt."

Szalai kam im Alter von 16 Jahren ohne seine Eltern nach Deutschland: "Die Zeit am Anfang war eine der schwierigsten in meinem ganzen Leben, weil ich allein war und kein Wort Deutsch konnte, als ich in das Internat gezogen bin. Das erste halbe Jahr ist schlecht gelaufen, aber dann gab es einen Punkt, an dem die Wende zum Guten kam, als ich immer mehr Spiele gemacht habe und am Ende mit der Stuttgarter A-Jugend Deutscher Meister geworden bin", sagt Szalai. Vom VfB Stuttgart wechselte der Torjäger zur zweiten Mannschaft von Real Madrid: "Es war eine der schönsten Zeiten in meinen Leben. Vor allem das zweite Jahr ist richtig gut gelaufen. Ich war der erfolgreichste Spieler in der zweiten Mannschaft, deshalb auch das Training bei der Ersten. Das war damals schon eine Mannschaft voller Weltstars, ich habe zwar gehofft, es dorthin zu schaffen, es war mir aber schon klar, dass es bei Real Madrid in der ersten Mannschaft hart werden wird und es nicht unbedingt realistisch ist. Aber die Zeit war wichtig und für mich letztlich ein gutes Sprungbrett in die Bundesliga."

Abstieg mit Hannover als Tiefpunkt

Den Abstieg aus der ersten Liga mit Hannover 96 bezeichnet er als "einen Tiefpunkt" seiner Laufbahn. Die Erfahrung war jedoch auch lehrreich, den Glauben an sich selbst hat er nie verloren: "Ich habe immer an weitere Erfolge geglaubt, auch wenn sich das vielleicht seltsam anhört. Du kommst irgendwann in eine Spirale, in der alles schiefläuft, und da muss man sich dann wieder rauskämpfen. In guten Zeiten kann jeder das Leben locker genießen, aber mit der schweren Phase kann nicht jeder umgehen. Da benötigt man Willensstärke und Disziplin."

Ein Zeichen seiner Willensstärke ist es wohl auch, dass sich Szalai nicht nur an seinen Toren, sondern auch an der Arbeit für das Team messen lassen will: "Ich bin fußballerisch so erzogen worden. Es ist nicht so, dass ich keine Tore schießen soll oder will, aber es ist ein Mannschaftssport. Ich konnte immer meine Leistung bringen und ich wurde immer belohnt, wenn ich das gemacht habe, was mir ein taktisch guter Trainer vorgegeben hat. Wenn ich nur nach den Toren schauen würde, hätte ich auch Tennisspieler oder Schwimmer werden können. Dort schwimmst du gegen die Uhr, oder du bist einfach allein und musst deinen Wettkampf gewinnen."

Sein sportliches Vorbild ist ein Spieler, der auf dem Platz ebenfalls keinen Zweikampf scheut: "Wenn ich sofort einen Namen sagen muss, ist es auf jeden Fall Zlatan Ibrahimovic, der mich immer begeistert hat. Ich meine nicht seine Art außerhalb des Platzes, sondern seine Spielweise. Schon von klein auf fand ich seine Leistungen als Mittelstürmer beeindruckend."

 

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