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U23
04.04.2018

Walldorf vs. „Hoffe zwo“: Derby mit alten Bekannten

Ein Nachbarschaftsduell unter Flutlicht steht der U23 am Freitagabend im Dietmar-Hopp-Sportpark in Walldorf bevor. Zum Derby in der Regionalliga Südwest tritt die Mannschaft von Trainer Marco Wildersinn beim FC-Astoria Walldorf an. Dabei werden TSG-Anhänger auch beim Gegner viele bekannte Gesichter sehen.

DAS SAGT DER TRAINER

Man kennt sich. Wenn sich der TSG-Tross am Freitagnachmittag auf die noch nicht einmal 20 Kilometer lange Fahrt nach Walldorf begibt, steht der Mannschaft und den Offiziellen ein Wiedersehen mit vielen Ex-TSGlern in Aussicht. „Natürlich sind solche Spiele irgendwo immer etwas Besonderes“, sagt TSG-Chefcoach Marco Wildersinn. „Walldorf hat viele, die früher mal in Hoffenheim gespielt haben. Aber die sind nun auch schon eine Weile bei der Astoria und kennen sich daher sehr gut. Da weiß der eine, was der andere macht. Allerdings kennen wir sie auch und wissen daher, was sie gut und was sie vielleicht nicht so gut können.“

Mit den Leistungen seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen war der Fußballlehrer nicht immer zufrieden. „Es waren gute Spiele dabei, aber auch schlechte. Insgesamt waren unsere Leistungen einfach nicht stabil, aber das ist bei einer jungen Mannschaft auch ein Stück weit normal. Hinzu kam, dass wir viele Spiele mit relativ wenig Personal zu bestreiten hatten.“

Neun Spiele in sechs Wochen waren es. In der kommenden Woche steht die vorerst letzte Englische an. „Prinzipiell spielen wir natürlich immer gerne. Von daher sind die vielen Spiele schon okay. Aber es ist natürlich auch schön, wenn wir mal wieder mehr Zeit haben, um bestimmte Dinge zu trainieren“, so Wildersinn.

DAS PERSONAL

Johannes Bühler hatte zuletzt angeschlagen gefehlt, dürfte nun aber wieder zum Team stoßen können. Dafür fällt Tim Michael mit einem Muskelfaserriss vorerst aus. Weiterhin nach ihren Kreuzbandrissen nicht einsatzbereit sind Furkan Çevik und Kemal Ademi. Zudem wird Meris Skenderović nicht spielen können, da er sich bei der U21-Nationalmannschaft von Montenegro eine Muskelverletzung zugezogen hat. Aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlt in Walldorf auch Kapitän Marco Engelhardt.

DER GEGNER

Seit dem Regionalligaaufstieg 2014 hält sich der 1995 aus den beiden Vereinen 1.FC 08 Walldorf und SG Walldorf-Astoria 02 hervorgegangene Klub in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Einem achten Platz in der Debütsaison ließ die Mannschaft von Aufstiegstrainer Matthias Born zwei elfte Plätze folgen. Auf eben jenem elften Rang liegt die Born-Truppe auch aktuell.

Die mit zahlreichen Ex-Hoffenheimern wie Tabe Nyenty, Nicolai Groß, Jonas Kiermeier, Andreas Schön, Steffen Haas oder auch Coach Born (88 Regionalliga- und 31 Oberligaspiele für die erste Mannschaft der TSG) gespickten Walldörfer fanden sich in dieser Saison noch nicht einmal auf einem potenziellen Abstiegsrang wieder. Beharrlich sammelten sie bislang ihre Punkte und beim 6:0-Sieg am 4. Spieltag gegen den FSV Frankfurt gelang dem FC-Astoria gar der höchste Regionalligasieg der Vereinsgeschichte.

Besonders gefährlich ist in dieser Saison Stürmer Marcel Carl, der schon 15 Saisontreffer erzielt hat und damit auf Platz vier der Torjägerliste in der Regionalliga Südwest steht. Auch beim 2:0-Sieg des FCA im Hinspiel in Hoffenheim traf der Sohn des früheren Karlsruher Bundesligaspielers Eberhard Carl.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Die Derby-Bilanz spricht für die TSG. In insgesamt 13 Duellen ging „Hoffe zwo“ sechs Mal als Sieger vom Platz, Walldorf setzte sich vier Mal durch. Die vergangenen drei Partien gegen den FC-Astoria entschied die TSG jedoch nicht für sich.

Für Walldorf gab es zuletzt zwei Heimniederlagen, allerdings spielte die Born-Elf auch gegen die Aufstiegsanwärter Kickers Offenbach (1:2) und 1.FC Saarbrücken (2:5). Bei der TSG ist die Inkonstanz die Konstante der letzten Wochen. Fünf Mal hintereinander wechselten sich Sieg, Unentschieden oder Niederlage ab. Das letzte Mal, das zwei Mal hintereinander die gleiche Punktausbeute heraussprang, war Anfang März, als es in Kassel (1:2) und gegen Freiburg (0:1) zwei Niederlagen gab.

DIE LAGE DER LIGA

Hinter dem 1.FC Saarbrücken läuft der Kampf um Platz zwei langsam aber sicher auf ein dramatisches Finish zu. Nachdem Offenbach zuletzt überraschend daheim der TuS Koblenz unterlag, hat nun wieder der SV Waldhof Mannheim die besten Karten im Rennen um die Aufstiegsspiele. Zwar haben die Waldhöfer drei Punkte Rückstand auf den OFC, dies allerdings bei zwei Spielen weniger. Auch die U23 des SC Freiburg sowie der TSV Steinbach können sich noch Hoffnungen auf Platz zwei machen.

Relativ unbesorgt nach unten und hoffnungslos nach oben können lediglich die TSG, die SV Elversberg und der VfB Stuttgart II sein. Das heißt: Elf von 19 Mannschaften der Regionalliga Südwest sind noch vom Abstieg bedroht. Richtig düster sieht es bereits für Aufsteiger Röchling Völklingen aus, der bereits zehn Punkte Rückstand auf den ersten möglichen Nichtabstiegsplatz hat, der aber auch nur dann reicht, wenn sich beide Südwest-Vertreter bei den Aufstiegsspielen durchsetzen.

 

FC-Astoria Walldorf – TSG 1899 Hoffenheim II
Freitag, 6. April, 19 Uhr, Dietmar-Hopp-Sportpark, Walldorf

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