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AKADEMIE
10.03.2018

Galm-Elf marschiert weiter

Drittes Spiel im neuen Jahr, dritter Zu-Null-Sieg. Die U17 hat mit einem 6:0 (2:0)-Erfolg gegen den Karlsruher SC ihre aktuell bestechende Form untermauert. Auch ohne Amadou Onana (Belgien) und Saku Heiskanen (Finnland), die derzeit für ihre nationalen Verbände unterwegs sind, ließ die Elf von Trainer Danny Galm im Nordbaden-Derby vom Anpfiff weg keinen Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde.

„Derby-Sieger! Derby-Sieger!“ schallte es in gelöster Stimmung aus der U17-Kabine in der Akademie-Arena nach einem starken Auftritt. Vergessen war die Anfangsphase, in der die Hausherren die Gelegenheit verpassten, die Weichen schon frühzeitig auf drei Punkte zu stellen. Zwei Mal Bleart Dautaj, Amid Khan Agha und Kerim Çalhanoğlu hatten jeweils die Führung auf dem Fuß. „Am Anfang war das nicht so konsequent, da haben wir einiges liegen lassen“, so Galm, der aber sonst nicht viel zu kritisieren hatte an diesem Tag.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar: Es müsste wirklich sehr viel schief gehen, um den Platz nicht als Sieger zu verlassen. In der 25. Minute war es schließlich soweit: Khan Agha nahm ein Zuspiel Benedikt Landwehrs auf, marschierte einige Meter mit dem Ball und schweißte ihn dann aus 20 Metern in den Winkel. Ein sehenswerter Treffer – und Dosenöffner. Denn nun schien die Blockade vor dem Tor gelöst. Kurz darauf sahen die 75 Zuschauer im Häuselgrund das 2:0 „Marke Tor des Monats“. Nicht etwa wegen des spektakulären Abschlusses, sondern wegen der Bilderbuch-Entstehung. Wie an der Schnur gezogen kam der Ball über mehrere Direktpässe von der rechten Seite in die Mitte, wo Landwehr abzog und Reitarow den von KSC-Keeper Paul Löhr abgeklatschten Ball abstaubte (30.).

Trotz Führung weiter gierig

Gefühlt war die Partie bereits zur Pause entschieden, was aber der Spielfreude der U17 keinen Abbruch tat. Bei Max Geschwills vermeintlichem 3:0 hob der Assistent noch die Fahne, doch auch das brachte die engagierten Hoffenheimer nicht aus der Ruhe. Bleart Dautaj erhöhte nach einem Foul am gerade eingewechselten Marco John per Strafstoß auf 3:0, dann schlug Lukas Schappes zwei Mal zu. Erst nach schönem Querpass Johns (58.), dann nach starker Einzelleistung Khan Aghas, der an der Mittellinie den Ball eroberte, alleine aufs das KSC-Tor zulief und das Auge für den besser postierten Kollegen hatte (69.).

Antonis Aidonis machte in der Schlussminute den Deckel drauf, als auch er einen Elfmeter verwandelte, diesmal war Maurice Schah Sedi im Sechzehner gelegt worden. TSG-Schlussmann Daniel Klein verlebte einen vergleichsweise geruhsamen Nachmittag, die einzige nennenswerte Offensivaktion des KSC, ein Distanzschuss von Ian Hoffmann, flog knapp an seinem Gehäuse vorbei.

Am Mittwoch startet Auswärtsmarathon in Frankfurt

„Das war insgesamt ein sehr seriöser Auftritt von uns“, freute sich Galm, der besonders lobte, dass „wir nach der Führung drangeblieben sind und weiter Gas gegeben haben.“ Besonders das Positionsspiel und die Tatsache, dass seine Elf immer wieder schnellen Zugriff auf die Karlsruher bekam, stimmten den Coach zufrieden.

Nun sind die Blicke aber schon wieder nach vorne gerichtet. Mit dem Rückenwind von drei Siegen in drei Spielen bei 14:0 Toren warten jetzt vier Auswärtsspiele hintereinander auf die B-Junioren. Den Auftakt macht das Nachholspiel am Mittwoch bei Eintracht Frankfurt. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagte Galm mit Blick auf die 1:4-Heimniederlage am zweiten Spieltag. „Die Jungs können sich noch sehr gut an dieses Spiel erinnern. Sie sind sehr ehrgeizig und gierig darauf, es diesmal besser zu machen.“

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 6:0 (2:0)
Hoffenheim: Klein – Curda, Çalhanoğlu (66. Jungmann), Aidonis, K. Özkaya (63. Fritsch), Khan Agha, Landwehr (71. Schah Sedi), Geschwill, Reitarow (52. John), Schappes, Dautaj.
Karlsruhe: Löhr – Arnold, Schmidtke (41. Simsek), Dinger, Braun, Kahriman (71. Werner), Halimi, Schwarz, Hoffmann, Varivoda, Schäfer (41. Keck).
Tore: 1:0 Khan Agha (25.), 2:0 Reitarow (30.), 3:0 Dautaj (55., Strafstoß), 4:0 Schappes (58.), 5:0 Schappes (68.), 6:0 Aidonis (79., Strafstoß). Zuschauer: 75. Schiedsrichter: Jan Dennemärker (Schwarzenholz). Karten: Gelb für Hoffmann, Arnold.

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