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31.01.2018

Benjamin Hübner: "Mehr Aggressivität & Überzeugung"

Im Interview mit achtzehn99.de spricht Abwehrspieler Benjamin Hübner über die Niederlage beim FC Bayern, die Herausforderungen der kommenden Wochen und natürlich das nächste Bundesligaspiel der TSG Hoffenheim bei Hertha BSC am Samstag um 15.30 Uhr.

Hast du die Niederlage in München schon komplett abgehakt?

Benjamin Hübner: "Niederlagen hängen mir grundsätzlich ein bisschen länger in den Klamotten. Die Hoffi-Club-Winterfeier am Sonntag hat geholfen, das Spiel in München etwas schneller zu verarbeiten. Das ist ein toller Tag für die Kids, die sich sehr darauf freuen, die Mannschaft hautnah zu sehen, Bilder zu machen und Autogramme zu bekommen. Da will ich dann nicht wegen einer Niederlage griesgrämig da sitzen, sondern mich von meiner besten, fröhlichen Seite zeigen. Das haben die Kinder verdient und das ist mir auch wichtig. Dennoch hatte ich an der Niederlage noch ein bisschen zu knabbern. Das Positive am Fußball ist, dass es Schlag auf Schlag geht und wir schon am Samstag die Chance bekommen, es besser zu machen."

In München musstet ihr zwei Gegentore nach Standardsituationen hinnehmen, im Saisonverlauf nun insgesamt elf, sechs davon nach einer Ecke. Woran liegt das?

Hübner: "Ich glaube, dass wir in diesen Momenten alle voll fokussiert sein müssen. Standards sind ein wichtiger Teil des Spiels, die dir in Sekundenbruchteilen eine gute spielerische Leistung kaputt machen können. Die Gegentore in München haben uns das sehr deutlich vor Augen geführt. Es gilt einfach, Verwantwortung zu übernehmen - jeder für sich selbst. Jeder muss alles dafür geben, seinen Gegenspieler zu blocken und den Ball zu klären. Da muss wieder noch mehr Aggressivität rein, wir müssen diese Bälle mehr wollen als der Gegner."

Ein zweites Thema der vergangenen Wochen ist die Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Aus vielen guten Situationen werden keine Abschlüsse. Wie kannst du als Abwehrspieler auf diesem Gebiet mithelfen?

Hübner: "Auf dem Feld relativ wenig, weil ich in vielen dieser Situationen eine andere Aufgabe habe. Ich muss mich schon wieder um die Gegnerbindung in der Defensive kümmern. Wir haben im Angriff große Qualität, aber wir müssen wieder noch mehr an uns und diese Qualität glauben. Wir müssen daran glauben, dass der letzte Pass ankommt. Dazu brauchen wir etwas mehr Zielstrebigkeit und den unbedingten Willen, das Tor zu machen. Wir müssen die Abschlüsse zur Not auch einmal erzwingen. Tore in der Bundesliga brauchen Überzeugung und Selbstvertrauen und wenn man sie macht, kommt das quasi von alleine wieder dazu. Ich glaube an die Jungs, die bei uns vorne spielen. Wir werden wieder konsequenter im Abschluss sein und mehr Tore machen."

Der Start in die Rückrunde verlief nicht nach Wunsch. Du bist dritter Kapitän und Führungsspieler - wie kannst du die Mannschaft aktuell beeinflussen?

Hübner: "Natürlich sprechen wir alle viel miteinander. Aber viel wichtiger sind Aktionen auf dem Platz - jeder muss vorangehen, aggressiv sein, Emotionen zeigen. In unsere Körpersprache muss noch mehr Überzeugung. Das wollen und werden die anderen Führungsspieler und ich vorleben."

Was macht dich zuversichtlich, dass ihr am Samstag den ersten Rückrunden-"Dreier" einfahrt?

Hübner: "Wir haben zuletzt gegen den Tabellenführer verloren, der allen Teams in der Liga weit enteilt ist, und gegen den Tabellenzweiten. Und dennoch war in beiden Spielen mehr drin. Das war auch in der Vorrunde teilweise so - das Ergebnis passte nicht zur Leistung. Wir gehen mit unseren Leistungen alle kritisch um, aber man darf auch nicht alles schlecht reden. Unsere Spielanlage passt. Wir müssen die Punkte und Siege noch etwas mehr wollen. Wir werden gegen die Hertha Vollgas geben und wir wollen drei Punkte holen. Wir haben die Qualität und die Fähigkeiten, das zu schaffen."

Danach heißen die Gegner Mainz und Schalke - wie und mit welchen Zielen geht ihr diese Spiele an?

Hübner: "Diese Partien spielen noch überhaupt keine Rolle. Ich denke nicht so weit voraus. Wie gesagt - in der Bundesliga geht es Woche für Woche Schlag auf Schlag. Es geht nur um Berlin. Es geht um Leistung, Überzeugung und Selbstvertrauen. Wir müssen an ein paar Stellschrauben drehen, um wieder zu alter Stärke zu finden."

Das Hinrundenspiel gegen die Hertha endete 1:1. Was wird am Samstag wichtig, um in Berlin erfolgreich zu sein?

Hübner: "In der vergangenen Saison haben wir dort ein sehr gutes Spiel gemacht - ich hoffe, das gelingt uns jetzt auch wieder. Die Hertha ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie sind unglaublich fit, aggressiv und laufstark - das fördert Pal Dardai extrem. Dennoch wollen wir gewinnen und mal wieder ein richtig dominantes Spiel zeigen."

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