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14.10.2017

Spitzenreiter U19 gewinnt auch viertes Heimspiel

Mit einem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth hat die U19 ihre makellose Heimbilanz beibehalten und den vierten Sieg in der vierten Partie im Dietmar-Hopp-Stadion gefeiert. Steffen Foshag, Samuel Lengle und Tim Linsbichler bei seinem Comeback nach längerer Verletzungspause erzielten die Treffer für den nach wie vor ungeschlagenen Tabellenführer der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest.

Ohne viel Glanz, aber mit Effektivität und mannschaftlicher Geschlossenheit setzte sich die U19 insgesamt verdient gegen die nach wie vor sieglosen Gäste durch. Allerdings präsentierte sich der Tabellenletzte aus Franken zu Beginn der Partie konzentriert und engagiert. Die konsequente Defensivarbeit ermöglichte es der TSG-Offensive – immerhin die beste der Liga – kaum, so richtig gefährlich vors Tor zu kommen.

Die beste Chance in der ersten halben Stunde hatte Torjäger David Otto, der sich aus 16 Metern in eine gute Schussposition gebracht hatte, den Ball aber zu zentral aufs Tor trat. „Wir haben in dieser Phase einfach zu wenig in die Spitze gespielt“, fand U19-Cheftrainer Marcel Rapp.

Auf der anderen Seite kam einer der Fürther Konterversuche bis nach ganz vorne durch. SpVgg-Mittelstürmer Lukas Chrubasik leitete den Ball aus zentraler Position ohne hochzuschauen auf den rechts durchstartenden German Kurbashyan weiter, der aus spitzem Winkel frei vor TSG-Keeper Stefan Drljaca war, aber am gut reagierenden Schlussmann scheiterte (27.).

Wallquist trifft die Latte

Drei Minuten später dann die große Chance für Torjäger Otto. Nach einem an einem an ihm selbst begangenen Foul der Fürther im Strafraum, trat der 18-Jährige zum Strafstoß an, doch Fürth-Keeper Lucas Zahaczewski parierte stark. Der zur Seite abgewehrte Ball rollte jedoch genau zu Steffen Foshag, der ihn mit Druck flach ins Tor drosch – 1:0.

Die TSG blieb auch weiterhin am Drücker und behielt die Spielkontrolle. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff machte Innenverteidiger Benjamin Wallquist ein paar Meter gut und legte quer auf Lengle, der nicht lange fackelte und aus 25 Metern draufhielt. Der Ball flog und flatterte und zischte schließlich in den linken Winkel. In der Nachspielzeit knallte Wallquist nach einer Ecke den Ball noch aus fünf Metern an die Latte, sodass die Gäste froh sein konnten, nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine zu gehen.

Fürth drückt plötzlich auf den Ausgleich

In den zweiten 45 Minuten tat sich die Rapp-Elf lange Zeit schwer. Gegen die nach wie vor konzentriert verteidigenden Gäste fehlten oftmals die zündenden Ideen. Mehr als ein Pfostenschuss von Otto in der 72. Minute sprang lange nicht heraus. Unmittelbar danach kam der Tabellenletzte gar zum Anschluss, als sich Kurbashyan an der rechten Grundlinie im Zweikampf behaupte und in der Mitte Laurin Klaus bediente, der aus kurzer Distanz zum 1:2 aus Sicht der Gäste traf (74.).

Das Tor gab den Fürthern für die Schlussviertelstunde noch einmal sichtbar Auftrieb, denn nun gewannen die Franken mehr Zweikämpfe, und es kam immer wieder zu brenzligen Situationen. So musste Drljaca bei einem Schuss des eingewechselten Nico Geyer aus acht Metern in der 81. Minute sein Können zeigen, um den Ausgleich zu verhindern. „Es darf nicht passieren, dass wir solch ein eigentlich klares Spiel noch aus der Hand geben“, kritisierte Rapp.

Linsbichlers Tor nach langer Ausfallzeit

Die Erlösung für die TSG folgte erst in der 87. Minute. Bei einem Konter setzte sich Otto mit Körpereinsatz und technischem Geschick gegen zwei Gegenspieler durch und hatte dann auch noch das Auge für den über die rechte Seite einlaufenden Tim Linsbichler, der in der 70. Minute ins Spiel gekommen war und damit nach längerer Verletzungspause sein Comeback feierte. Der Joker behielt die Ruhe und versenkte die Kugel mit der rechten Innenseite im langen Eck. Was für eine Rückkehr für den Österreicher!

Mit Linsbichlers Treffer war die Partie entschieden. Von Fürth kam nun nichts mehr, und der siebte Saisonsieg im achten Spiel war perfekt. Rundum zufrieden war Rapp aber trotzdem nicht: „Wir waren dominant, aber nach dem Gegentor haben wir zu viele Fehler gemacht, und nur dadurch ist Fürth zu Chancen gekommen.“

Da das Spitzenspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Bayern München, also den beiden Verfolgern der TSG, verlegt wurde, vergrößerte die Rapp-Truppe ihren Vorsprung auf Platz zwei vorerst auf fünf Punkte. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag der 1.FC Kaiserslautern.

 

TSG 1899 Hoffenheim – SpVgg Greuther Fürth 3:1 (2:0)
Hoffenheim: Drljaca – Amade (56. Görlich), Chana, Wallquist, Lässig - Wöhrle, Lengle (56. Elmkies), Schorn – Alberico (89. Tubluk), Foshag (70. Linsbichler) – Otto.
Fürth: Zahaczewski – Loo, Bauer, Guthörl (61. Muiomo), Ort – Schulz, Ayvaz (77. Gressel), Karakas, Klaus, Kurbashyan (85. Elperin) – Chrubasik (56. Geyer).
Tore: 1:0 Foshag (30.), 2:0 Lengle (40.), 2:1 Klaus (74.), 3:1 Linsbichler (87.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Stefan Fimpel (Bad Wurzach). Karten: Rot für Bauer (Fürth/88.); Gelb für Otto (Hoffenheim) / Guthörl, Kurbashyan, Schulz, Karakas, Geyer (alle Fürth). Besondere Vorkommnisse: David Otto (Hoffenheim) verschießt Foulelfmeter (29.); Trainer Josef Steinberger (Fürth) wird auf die Tribüne verwiesen (88.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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