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07.09.2017

Lena Lattwein: „Gas geben“

Mit 17 Jahren ist Lena Lattwein das Küken in der Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann. Gegen den VfL Wolfsburg durfte der einzige externe Neuzugang von Beginn an ran: das Bundesligadebüt für die frischgebackene Studentin. Im Interview mit achtzehn99.de spricht Lattwein über die neuen Erfahrungen, den Saisonstart und die anstehenden Aufgaben.

Hallo Lena, für dich gab es in dieser Woche gleich zwei Premieren. Dein Studium der Wirtschaftsmathematik an der Universität Mannheim hat begonnen und in Wolfsburg hast du dein Bundesligadebüt gefeiert. Wie waren die ersten Tage als Studentin?

Lena Lattwein: Die Uni gefällt mir bisher sehr gut. Vergangene Woche waren einige Einführungsveranstaltungen, zum Beispiel der Campus-Rundgang. Dabei habe ich schon einige Kommilitonen kennengelernt. Am Dienstag haben die Vorlesungen angefangen. Die in Mathe sind schon sehr anspruchsvoll, in BWL geht es. Bisher bin ich gut mitgekommen.  

Und dein Bundesliga-Debüt. Wie war’s?

Lattwein: Ich war sehr froh, dass ich schon in der ersten Partie von Anfang an spielen durfte. Gegen Wolfsburg war das natürlich nicht einfach und die deutliche Niederlage war am Ende schon bitter. Die Atmosphäre hat mir aber gut gefallen, es waren viele Zuschauer da und das Stadion war toll. Von diesem ganzen Drumherum ist das einfach etwas Anderes als in der 2. Bundesliga. Und vom Spieltempo ist der Unterschied sowieso groß. Ich würde sagen, dass insgesamt ganz okay für mich lief.  

Du hast schon angesprochen, dass Wolfsburg ein starker Gegner war. Was war der ausschlaggebende Punkt für das deutliche Ergebnis?

Lattwein: Wir waren eigentlich immer einen Schritt zu spät, hauptsächlich im Kopf waren wir zu langsam. Und wir haben zu langsam umgeschaltet, sowohl vom Angriff zur Abwehr als auch andersherum. Wolfsburg hat das dann natürlich auch gut gemacht: schnelles Spiel mit wenigen Kontakten und dazu viele Spielerinnen, die im Eins-gegen-Eins sehr gut sind. Wir sind da nicht aggressiv genug dazwischen gegangen.

Am Samstag geht es gegen den 1. FFC Frankfurt. Dein erstes Heimspiel im Dietmar-Hopp-Stadion. Was erwartest du?

Lattwein: Mit Frankfurt erwarten wir einen starken Gegner. Wir dürfen nicht den Fehler machen und an das Aufeinandertreffen beim Turnier in Herborn zurückdenken, da ist der FFC mit einer ganz anderen Mannschaft angetreten. Frankfurt hat das erste Spiel gewonnen und wird selbstbewusst anreisen. Wir wollen Gas geben und die Partie natürlich gewinnen. Ich war noch nie oben im Stadion und bin gespannt. Ich freue mich auf das Spiel, die Atmosphäre und hoffentlich viele Zuschauer.

Die Saison ist noch jung und gerade einmal ein Spieltag ist absolviert. Mit welchen Zielen gehst du die kommenden Monate an?

Lattwein: Ich will mich weiter beweisen und im Training und den Spielen Gas geben. Dazu möchte ich so viel Einsatzzeit wie möglich bekommen. Und ich werde versuchen, das Studium und den Fußball möglichst gut unter einen Hut zu bekommen. Bisher habe ich mich gut eingelebt und bin zufrieden, wie meine ersten Wochen bei der TSG liefen. 

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