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FRAUEN
24.07.2017

Billa holt Remis, Schottland vor schwerer Aufgabe

Die österreichische Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in den Niederlanden für die nächste Überraschung gesorgt. Gegen Titel-Favorit Frankreich erkämpfte sich Österreich ein 1:1. Sophie Howard kassierte mit dem schottischen Nationalteam die zweite Turnierniederlage.

Für Nicole Billa könnte die Europameisterschaft in den Niederlanden wohl kaum besser laufen. Nach dem wichtigen 1:0-Auftaktsieg gegen die Schweiz ergatterte die österreichische Nationalmannschaft ein 1:1 gegen Frankreich. Billa erhielt für ihre gute Leistung zudem die Auszeichnung als „Player of the Match“. Die Französinnen, die im Turnier als Mit-Favorit für den Titel gelten, bestimmten von Beginn an die Partie, doch die defensiv sicher stehenden Österreicherinnen setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche. Zunächst verpasste Laura Feiersinger nach einem Querpass von Nicole Billa nur knapp die Führung (22.), diese erzielte dann Lisa Makas fünf Minuten später (27.). Mit dem 1:0 im Rücken spielte Österreich selbstbewusst auf und gestaltete das Spiel immer offener. Nach der Pause kam Frankreich dann jedoch stark zurück und glich durch Henry aus (51.). Doch wieder fanden die Österreicherinnen zurück in die Partie und boten den Französinnen Paroli. In der Schlussphase drückte Frankreich nochmals auf den Führungstreffer, doch Österreich rettete das Remis über die Zeit.

Nicole Billa braucht mit der österreichischen Nationalmannschaft im letzten Gruppenspiel gegen die bereits ausgeschiedenen Isländerinnen nun nur noch ein Remis, um sicher ins Viertelfinale einzuziehen. Auch bei einer Niederlage der Schweiz gegen Frankreich wäre Österreich sicher für die K.o.-Runden qualifiziert.

Auf Schützenhilfe muss hingegen Schottland hoffen. Nach zwei Niederlagen brauchen die Schottinnen gegen Spanien einen Sieg mit zwei Toren Unterschied und müssen zudem auf eine Niederlage der Portugiesinnen gegen England hoffen. „Rein rechnerisch ist noch alles drin“, betont TSG-Verteidigerin Sophie Howard, die in der zweiten Gruppenbegegnung gegen Portugal erneut nicht zum Einsatz kam. „Wir wissen allerdings, wie stark Spanien ist.“ Gegen Portugal kassierte Schottland nach einem Abwehr-Patzer den Gegentreffer zum 0:1 (27.), kam durch ein Tor der 19-jährigen Erin Cuthbert nach der Pause zum Ausgleich (68.). Nur vier Minuten später traf Portugal zum 1:2-Endstand. „Die Gegentore waren vermeidbar“, haderte Howard. „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein, auch wenn wir selbst ein schönes Tor erzielt haben.“

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