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07.07.2017

Florian Grillitsch: "Ich will auf dem Platz stehen"

Schon im Januar gab die TSG den Wechsel von Florian Grillitsch nach Hoffenheim bekannt. Nun ist der Österreicher mit seinen neuen Kollegen in die Vorbereitung auf die Saison 2017/18 gestartet. Grund genug, mit dem 21 Jahre alten Mittelfeldspieler zu sprechen. Über seine ersten Eindrücke, die Wohnungssuche, das Skifahren und mehr.

Florian, die ersten Trainingseinheiten bei der TSG sind absolviert. Wie fühlst du dich?

Florian Grillitsch: Sehr gut. Ich glaube, der Laktattest ist für keinen Fußballer die Lieblingsdisziplin, aber das gehört dazu. Die Vorbereitung ist insgesamt in jedem Jahr für uns alle ein hartes Stück Arbeit, aber auch das gehört dazu. Wir wollen und müssen die taktischen, fußballerischen und körperlichen Grundlagen für eine lange und hoffentliche gute Saison legen. Wir arbeiten eigentlich seit dem ersten Tag mit dem Ball. Das gefällt mir natürlich gut. Ich habe lieber den Ball am Fuß, als nur Runden zu laufen oder im Kraftraum Gewichte zu bewegen.

Wie wurdest du von deinen neuen Teamkollegen aufgenommen?

Grillitsch: Es läuft schon gut. Wir verstehen uns alle und ich habe schon das Gefühl, dass es hier einen guten Geist in der Mannschaft gibt. Den anderen Neuzugängen und mir wird es sehr einfach gemacht, hier anzukommen. Natürlich spreche ich viel mit meinen Landsleuten im Team, aber ich komme mit allen klar. Das passt schon zu diesem frühen Zeitpunkt.

Die TSG-Fans kennen dich noch nicht so gut. Was machst du, wenn du dich nicht gerade mit Fußball beschäftigst?

Grillitsch: Aktuell verbringe ich meine Zeit eigentlich fast ausschließlich in Möbel- und Einrichtungshäusern, um meine neue Wohnung in Heidelberg einzurichten. Aber die Fans werden mich ganz sicher zukünftig auch mal in der Altstadt beim Essen oder in einem Café antreffen. Bisher war ich erst zwei Mal in der Stadt, aber ich werde da schon viel erkunden und unterwegs sein.

Du wirst in Hoffenheim mit der "11" auflaufen. Wieso hast du diese Nummer ausgesucht?

Grillitsch: Es gibt keinen speziellen Grund, es ist nicht die Nummer, die ich seit meiner Kindheit und Jugend immer trage, aber sie gefällt mir ganz gut. Grundsätzlich wird die "11" ja eher mit Offensivspielern verbunden, die viele Tore machen. Das bin ich nicht, auch wenn ich mich natürlich gerne in die Torschützenliste eintrage. Ich bin schon eher ein Mittelfeldspieler.

Seit deiner Verpflichtung hast du dein Debüt in Österreichs A-Nationalmannschaft gefeiert. Ein besonderer Moment für dich...

Grillitsch: Natürlich. Das ist es für jeden Sportler. Es ist eine große Ehre, dass ich für mein Land spielen darf. Wir haben damals 1:1 gegen Finnland gespielt. Ich habe mich aus meiner Sicht gut eingefügt, habe aber sicher noch Luft nach oben. Nun hoffe ich, dass ich mich bei der TSG weiter für die Nationalmannschaft empfehlen kann und in Zukunft noch mehr Einsätze bekomme.

Im TSG-Kader stehen drei Österreicher und drei Schweizer. Hand aufs Herz - wo kommen die besseren Skifahrer her?

Grillitsch: Österreich hat die besseren Skifahrer - das ist ja ganz klar. Ich war als Kind zwei Jahre im Skiverein und bin damals Slalom und Riesenslalom gefahren, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass ich beim Fußball größeres Talent habe. Ich fahre immer noch gerne Ski, habe das aber in den letzten Jahren nicht mehr so viel gemacht. Die Winterpause ist ja meist recht kurz und die Verletzungsgefahr spielt eben auch eine Rolle.

Vom Schnee in die Sonne: wo hast du den Sommer verbracht?

Grillitsch: Bevor ich nach Saisonende zur Nationalmannschaft fahren durfte, habe ich eine Woche bei meiner Familie und bei Freunden in Österreich verbracht. Nach der Länderspielphase bin ich dann mit meiner Freundin nach Dubai und weiter nach Mykonos geflogen, um ein bisschen zu entspannen. Von dort ging es noch einmal kurz nach Österreich und im Anschluss nach Heidelberg, sodass ich mich frühzeitig um die Wohnung kümmern konnte.

Mit welchen persönlichen Zielen bist du in die Vorbereitung gestartet?

Grillitsch: Ich will mich dem Trainer anbieten und gute Trainingsleistungen abliefern. Dazu gehört es, dass ich die Spielidee aufsauge und verstehe. Ich denke, dabei ist neben den Einheiten auf dem Platz auch das frühe Testspiel gegen Lüttich wichtig, weil ich die neuen Dinge dann im Wettkampf umsetzen kann. Grundsätzlich ist es so, dass ich am ersten Spieltag auf dem Platz stehen will. Das ist das Ziel von jedem Spieler im Kader. Wenn es anders wäre, würde etwas nicht stimmen.

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