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18.05.2017

Vor #TSGFCA: "Bin stolz auf die Mannschaft"

Ein letztes Mal Bundesliga. Ein letztes Mal Heimspiel. Zum Abschluss empfängt die TSG den FC Augsburg. Ein Duell, in dem es um viel geht: Für die TSG um die direkte Champions-League-Qualifikation, für den FCA um den Klassenerhalt. Julian Nagelsmann und achtzehn99.de bereiten alle TSG-Fans auf das Saisonfinale vor.

Julian Nagelsmann über...

... den Gegner:

Augsburg hat eine ähnliche Spielweise wie Bremen am vergangenen Wochenende. Ihre große Stärke ist der Konter. Deshalb dürfen wir nicht blauäugig anrennen, sondern müssen diese Konter trotz unseres Offensivdrangs vermeiden. Sie müssen nicht zwingend gewinnen, um den Relegationsplatz zu vermeiden, weshalb ich davon ausgehe, dass sie sich erst einmal auf die Defensive konzentrieren werden.

... das Personal:

Nadiem Amiri hat am Mittwoch im Training einen Schlag aufs Knie bekommen und danach über Schmerzen geklagt. Das wollten wir dann mit Hinblick auf das Spiel gegen Augsburg und die Sommerpause schnell abklären. Er sollte nicht angeschlagen in den Sommer gehen. Die Untersuchung hat nichts ergeben. Er wird am Samstag einsatzbereit sein. Benjamin Hübner wird uns dagegen nicht zur Verfügung stehen. Er hat immer noch Kopfschmerzen und war auch noch mal im CT. Die Ärzte haben empfohlen, dass er die kommenden zwei bis drei Wochen keinen Sport macht, weil das Gehirn ein Gedächtnis hat und sich solche Erschütterungen merkt.

... die sportliche Situation I:

Die Mannschaft ist noch frisch und zieht im Training gut mit. Wir haben den letzten Schwerpunkt der Saison gut durchgebracht. Wir wollen am Samstag unsere Hausaufgaben machen und drei Punkte holen, dann schauen wir mal nach Dortmund. Das Torverhältnis wird vor der Partie in unseren Überlegungen keine Rolle spielen, das könnte sich aber im Lauf des Spiels ändern, wenn sich die Situation ergibt.

... die sportliche Situation II:

Natürlich habe ich mir vor der Saison gewünscht, dass wir jetzt so dastehen, wie wir dastehen. Aber ich habe es in dieser Form nicht erwartet. Wir hatten von Beginn an den Anspruch, guten Fußball zu spielen, zu handeln, Ballbesitz zu haben und Lösungen zu finden. Wir wollten nicht nur zweite Bälle jagen. Deshalb bin ich auf die Mannschaft stolz und auch die Art und Weise, wie wir Erfolg haben. Die Spieler haben viel für mich und meine Karriere getan in den vergangenen 15 Monaten. Dazu gehören auch Spieler, die heute nicht mehr da sind wie Tobias Strobl oder Jin-Su Kim. Fakt ist, wir hätten eine noch bessere Saison spielen können. Vor allem in der Vorrunde waren wir in vielen Spielen überlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Wir könnten einige Punkte mehr auf dem Konto haben. Gleichzeitig muss man aber auch die Kirche im Dorf lassen und den Hut vor dem Erreichten ziehen.

... die sportliche Situation III:

Die Schlüsselmomente in dieser Saison waren zwei Spiele - das 4:4 in Mainz und der anschließende dominante Sieg gegen Schalke. Ohne diese Spiele würden wir wahrscheinlich irgendwo im Mittelfeld stehen, aber nicht so weit oben. In Mainz stand es zur Pause 1:4 und ich wurde in der Kabine richtig laut. Das war neu für die Spieler. Sie hätten dann auch sagen können: "Der schreit uns jetzt an, das wars." Aber sie haben eine Reaktion gezeigt und wir müssen das Spiel am Ende eigentlich auch gewinnen. Das war schon extrem wichtig.

Die bisherigen Duelle:

23 Mal standen sich beide Teams bisher in einem Pflichtspiel gegenüber. Elf dieser Duelle fanden in der Bundesliga statt. Die Bilanz spricht deutlich für die TSG, die sechs dieser Partien für sich entscheiden konnte. Zwei Mal wurden die Punkte geteilt, nur drei Mal ging der FCA als Sieger vom Platz. Die vergangenen drei Spiele gewann allesamt die TSG. 

Die Form des Gegners:

Augsburg steht auf Platz 14 der Tabelle, hat 37 Punkte auf dem Konto. Der Sturz auf den Relegationsplatz ist theoretisch noch möglich, aber die Elf von Manuel Baum präsentierte sich zuletzt in guter Form, schlug den HSV zuhause 4:0 und trotzte im Anschluss sowohl der Borussia aus Gladbach als auch jener aus Dortmund jeweils einen Punkt ab. 

Das Schlüsselduell:

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die den Vierten der Tabelle vom 14. unterscheiden. Besonders offensichtlich wird der Unterschied bei der Qualität im Abschluss. Während beide Teams ähnlich viele Abschlüsse auf das gegnerische Tor bringen, verwertet die TSG mehr dieser Möglichkeiten. Die Qualität der Schüsse ist höher. So macht die TSG aus 17,9 Prozent ihrer Möglichkeiten ein Tor, während es der FCA lediglich auf eine Quote von 12,6 Prozent bringt. Für die TSG wird es am Samstag also darum gehen, die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. Eine Fähigkeit, die das Team von Julian Nagelsmann im Saisonverlauf ausgezeichnet hat.

Daten & Fakten zum Spiel »

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