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30.05.2017

Philipps WM-Blog: Grüße aus Südkorea

Das waren komische Tage nach dem letzten Gruppenspiel gegen Vanuatu. Wir haben das Spiel zwar mit 3:2 gewonnen, sind aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz im Vergleich zu Mexiko nur Gruppendritter geworden. Dadurch wussten wir nicht, ob wir noch die Chance haben, als einer der vier besten Drittplatzierten das Achtelfinale zu erreichen – oder ob für uns die WM in Südkorea zu Ende ist. Für alle, die es vielleicht nicht mitbekommen haben: Wir sind zum Glück noch im Turnier – und spielen am Mittwoch im Achtelfinale gegen Sambia.

Allerdings mussten wir dafür in den vergangenen Tagen ziemlich zittern, wir waren ja auf die Ergebnisse der anderen Gruppen angewiesen. Natürlich haben wir die anderen Begegnungen verfolgt und haben die Spiele gemeinsam auf der Leinwand in unserem Besprechungsraum angeschaut. Aber ich kann euch versichern: Es war kein schönes Gefühl, nichts mehr in der eigenen Hand zu haben. Ständig haben wir uns gefragt: Schaffen wir es noch? Bekommen wir noch eine zweite Chance? Denn man muss ganz klar sagen, dass wir mit unserer Leistung in den Gruppenspielen bisher nicht zufrieden sein können. Immerhin wissen wir, an welchen Schrauben wir drehen müssen, um unser Spiel zu verbessern.

Und das wollen wir im Achtelfinale jetzt umsetzen. Auch wenn es nicht leicht wird gegen Sambia. Die Auswahl ist Afrika-Meister geworden und physisch sehr stark. Aufgeben gibt es nicht für sie. Das hat man auch im Gruppenspiel gegen Iran gesehen, wo sie 0:2 zurücklagen – und trotzdem noch 4:2 gewannen. Besonders aufpassen müssen wir dabei auf ihre Außenspieler, die in den bisherigen Spielen für ordentlichen Betrieb gesorgt haben.

Trotzdem gehen wir optimistisch in das Spiel, denn wir haben uns gut vorbereitet. Natürlich war die Situation aufgrund der oben genannten Umstände anders und seltsam. Aber keine Sorge: Wir haben den Trainingsbetrieb nicht eingestellt, die Füße hochgelegt und nur noch zum Fußballgott gebetet. Im Gegenteil. Wir hatten zwar nach dem Vanuatu-Spiel einen Tag frei, um die Köpfe etwas lüften zu können. Aber wir haben sonst ganz normal trainiert, in der Hoffnung, dass wir es eben doch noch schaffen.

Der freie Tag hat uns aber mit Sicherheit gut getan. Fast die komplette Mannschaft hat den Tag in Jeju am Strand verbracht, wo wir einfach ein bisschen gechillt und den Ball hochgehalten haben. Der Verlierer musste dann ein Mal um die Insel schwimmen. Spaß bei Seite. Der Fokus liegt seit ein paar Tagen ganz klar auf Sambia. Und wir wollen jetzt natürlich eine Runde weiterkommen.

In diesem Sinne: Viele Grüße aus Südkorea und bis die Tage!

Euer Philipp

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