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12.01.2017

Alfred Schreuder: "Wollen unseren Weg weitergehen"

Kurze Hosen bei Minusgraden? Alfred Schreuder trägt sie gerne und immer. Warum, erzählt der Niederländer, der seit Oktober 2015 zum Trainerteam der TSG gehört, im Interview mit achtzehn99.de. Außerdem spricht er über die kurze Vorbereitung und den Zustand der Mannschaft.

Frierst du eigentlich nicht?

Alfred Schreuder: Nein, ich friere nicht, aber ich weiß schon, worauf ihr hinaus wollt. Ich habe bei den Spielen immer eine kurze Hose an, auch wenn es richtig kalt ist. Beim Heimspiel gegen Köln war es zwar schon sehr kalt, aber mir macht das nichts aus. Die Ersatzbänke sind ja auch fast immer beheizt, das macht es ganz angenehm.

Du hast die Shorts bei Wind und Wetter an - warum?

Schreuder: Ich fühle mich damit bei den Spielen einfach wohl. Ich habe das schon in Twente oft gemacht und führe das bei der TSG jetzt fort. Das hat aber nichts mit Aberglaube zu tun. Ich habe keine Sorge, wir könnten mal verlieren, nur weil ich die kurze Hose nicht mehr anhabe.

Ihr hattet zwei Wochen frei - wie hast du die kurze Pause verbracht?

Schreuder: Das war eine super Zeit, die ich mit meiner Familie verbracht habe. Wir waren eine Woche im Urlaub in Spanien und die anderen Tage zuhause in den Niederlanden. Es war schön.

Seit einer Woche trainiert ihr wieder, ist das Trainerteam bisher zufrieden?

Schreuder: Die Jungs sind gut drauf, die erste Woche war ganz gut. Mit der ersten Halbzeit des Testspiels gegen Groningen waren wir sehr zufrieden, die zweite Halbzeit hätte besser sein können. Aber wie das Team trainiert und mit welcher Einstellung sie das machen, das ist schon sehr gut.

Wo liegen die Schwerpunkte der Vorbereitung?

Schreuder: Natürlich legen wir wieder Wert auf die Physis. Es gibt in diesen Wochen aber keinen einzelnen, bestimmten Schwerpunkt. Bei Julian gibt es jede Woche einen neuen Fokus. Letzte Woche haben wir zum Beispiel verstärkt am Anlaufen in verschiedenen Grundformen gearbeitet. Diese Woche steht die Kontersicherung im Mittelpunkt, nächste Woche gibt es dann wieder einen anderen Schwerpunkt.

Welche Ziele verbindet ihr mit den beiden noch ausstehenden Testspielen?

Schreuder: Für die Spieler ist es vor allen Dingen wichtig, dass sie 90 Minuten spielen, um genügend Spielpraxis zu sammeln. Deshalb haben wir für das kommende Wochenende auch zwei Testspiele vereinbart.

Auf was müsst ihr in einer solch kurzen Vorbereitungsphase besonders achten?

Schreuder: Wir beobachten, wie die Jungs die vielen Einheiten und das Pensum verkraften. Danach variieren wir auch mal die Trainingseinteilung, nehmen eine Einheit hinzu, bauen eine um oder streichen eine. Julian streut auch viele Videoanalysen ein, um die Jungs taktisch zu schulen und ihnen die Taktik der geplanten Trainingsübungen zu zeigen. Im Vergleich zu den Trainingswochen während der Bundesligaspiele ändert sich aber nichts. Wir wollen auch nichts ändern, wir wollen unseren Weg weitergehen.

Angesichts dieser Kürze. Kann die Mannschaft zum Liga-Start schon bei 100 Prozent sein?

Schreuder: Ich finde es schwer, festzulegen, was 100 Prozent sind. Wir hatten nur zwei Wochen Pause und in diesen beiden Wochen hatten die Jungs auch schon einen Trainingsplan, um sich fit zu halten. Die Physis ist bei allen noch sehr gut.

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