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U23
13.09.2016

Robin Szarka: Neu in der Führungsrolle

Kurz vor dem Saisonstart in der Regionalliga Südwest sicherte sich die U23 die Dienste eines guten Bekannten. Robin Szarka, der bereits von 2007 bis 2014 für die TSG am Ball war, kehrt vom FC Energie Cottbus in den Kraichgau zurück. Achtzehn99.de sprach mit dem 24-Jährigen über seine Zeit in der Lausitz, seine neue Rolle als Führungsspieler und über seine Zukunftsplanungen.

Robin Szarka, der damalige Sportliche Leiter Roland Benschneider und Trainer Stefan Krämer haben dich im Sommer 2014 von der TSG zum FC Energie in die 3. Liga geholt. Erzähle uns von Deiner Zeit in Cottbus!
Es war natürlich ein großer Schritt, denn ich habe mein Elternhaus verlassen und war das erste Mal aus Mannheim weg. Aber es gab damals 20 neue Spieler und somit keine Grüppchen, alle mussten erst noch ihren Platz finden. Ich habe mich schnell eingelebt und wohlgefühlt. Cottbus ist eine interessante Stadt, die allerdings noch von vielen Plattenbauten aus der DDR-Zeit geprägt ist.

Du hast 71 von 76 möglichen Spielen bestritten. Wie lief es sportlich für dich?
Im ersten Jahr sehr gut. Wir wurden Siebter und haben lange um den Aufstieg mitgespielt. Die zweite Saison war weniger gut. Die hohen Ziele, die dieser Verein hatte, konnten nicht erfüllt werden. Schließlich endete die Saison mit dem Abstieg in die Regionalliga.

Bist du deshalb wieder zurückgekehrt?
Nein, mein Vertrag war ohnehin ausgelaufen. Ich habe genügend Zeit gehabt, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen. Ich bin jetzt fast 25 und möchte mit einem Studium die Grundlage für meine Karriere nach dem Fußball legen. Dabei will ich aber noch nebenbei auf hohem Niveau spielen. Also bin ich wieder in Richtung Heimat gezogen, um das zu kombinieren. Ab Oktober werde ich an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg anfangen mit dem Ziel, Grundschullehrer zu werden.

Und wie kamst du wieder zur TSG? Es gibt auch andere ambitionierte Klubs in der Region…
Das stimmt. Marco Wildersinn hat mich eines Tages angerufen und mich mittrainieren lassen. Davor habe ich mich alleine fit gehalten, dann hat sich das so für mich ergeben. Ich bin auch sehr froh darüber, schließlich kenne ich hier die Infrastruktur und die meisten Mitarbeiter noch von früher.

Du bist 2007 mit sechs anderen Spielern vom VfL Neckarau zur TSG gekommen und auf Anhieb Deutscher B-Jugend-Meister geworden. Drei deiner Kumpels – Marco Terrazzino, Manuel Gulde und Pascal Groß – spielen jetzt in der Bundesliga. Du warst auch dicht dran, hattest immerhin drei Einsätze. Bist du enttäuscht?
Keinesfalls. Es ist wie es ist, ich habe alles investiert und mir nichts vorzuwerfen. Ich gönne es jedem meiner Kumpels von Herzen, auch sie haben hart dafür gearbeitet. Ich bin trotzdem sehr stolz auf meine drei Bundesliga-Einsätze.

Wäre nicht Marco Engelhardt hier, wärst Du der älteste Spieler im U23-Kader. Wie kommst du mit der Rolle, erstmals Führungsspieler zu sein, zurecht?
Ich war tatsächlich auch in Cottbus einer der Jüngeren und musste mich erst daran gewöhnen, jetzt in eine so junge Mannschaft wie diese zu kommen. Ich schlüpfe jetzt erstmals selbst in die Führungsrolle und es macht mir Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich bin vielleicht nicht der Lautsprecher-Typ, versuche aber den jungen Spielern, die gerade frisch aus der A-Jugend kommen, trotzdem wertvolle Tipps zu geben.

Wie zum Beispiel?
Dass sie dem Erfolg alles unterordnen müssen oder dass sie die Ruhe bewahren sollen, wenn mal was nicht nach Plan läuft.

Kommen wir auf die aktuelle Saison zu sprechen. Wie bewertest du den Auftakt?
Die ersten drei Partien waren sehr gut. Wir sind aber eine sehr junge Mannschaft, der noch die Cleverness fehlt. Das hat uns in den engen Partien in Elversberg und in Kaiserslautern, als wir sehr späte Gegentore kassiert haben, Punkte gekostet. Das gehört zum Lernprozess dazu, das wird uns in Zukunft hoffentlich nicht mehr passieren. Klar hatten wir uns etwas mehr erhofft, aber das bisherige Auftreten war absolut in Ordnung, schließlich hat uns der Spielplan auch ganz früh die drei Top-Teams der Liga beschert.

Wenn du auf deine erste TSG-Periode zurückblickst: Woran denkst du besonders gerne? Und wo siehst du dich in fünf Jahren mit 30?
Es gab viele schöne Momente. Natürlich die Deutsche U17-Meisterschaft oder mein Bundesliga-Debüt, als ich in der alles entscheidenden Partie am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund in der Halbzeit eingewechselt worden bin und wir ein 0:1 in ein 2:1 gedreht und die Klasse gehalten haben. Vor dieser Kulisse und unter diesem Druck aufzulaufen, war enorm beeindruckend. In fünf Jahren sehe ich mich als Grundschullehrer mit abgeschlossenem Studium. Hochklassig Fußball spielen möchte ich, so lange es geht.

Hier geht es zum Porträt von Robin Szarka auf achtzehn99.de aus seiner Zeit als U23-Spieler der TSG (November 2010).

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