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CAMPUS
09.10.2015

Carsten Kuhn – als Trainer und Mensch gereift

Nach fünf Jahren als Cheftrainer der U12 hat Carsten Kuhn mit Beginn dieser Saison die U14 der TSG übernommen. Der 30-Jährige ist durch seine Erfahrungen in den vergangenen Jahren gewachsen – als Trainer und als Mensch.

Angefangen hat für Carsten Kuhn alles als Nachhilfelehrer. Neben seinem Studium wollte sich der damalige Abwehrspieler des Landesligisten SG Kirchardt bei der TSG etwas Geld dazuverdienen. 2008 war das, und an die Trainertätigkeit hatte Kuhn bis dahin noch keinen Gedanken verschwendet. Zwar besaß er die C-Lizenz, aber die hatte er eigentlich nur für sein Sportwissenschaftsstudium in Heidelberg gebraucht.

Die Stelle als Nachhilfelehrer bekam Kuhn, doch es sollte nicht seine einzige Aufgabe bei der TSG bleiben. Der heutige Leiter des Kinderzentrums, Dominik Drobisch, fragte den Neuen schon relativ bald, ob er sich vorstellen könnte, die F-Jugend zu trainieren – und Kuhn konnte. Das Trainerdasein machte ihm dann schnell so viel Spaß, dass es ihm wichtiger wurde als das aktive Fußballspielen in Kirchardt.

Vier Mal Meister in Folge

Zwei Jahre nach seinem ersten Vorstellungsgespräch als Nachhilfelehrer wurde der gebürtige Sinsheimer Trainer in der achtzehn99 Fußballschule, vor allem aber übernahm er 2010 die U12 mit dem damaligen 1999er-Jahrgang (die heutige U17). Seitdem ist Kuhn Trainer im Förderzentrum (FZ).

Nach seinem in diesem Frühjahr abgeschlossenen Magister-Studium, das neben Sportwissenschaft auch die Fächer Pädagogik sowie Prävention und Rehabilitation beinhaltete, konzentriert sich Kuhn ganz auf seine Aufgabe im FZ und in der Fußballschule. „Ich beschäftige mich an fünf von sieben Tagen mit Fußball“, schwärmt Kuhn, der mit seiner Frau in Malschenberg wohnt. Von Arbeit möchte er da gar nicht sprechen.

Seine Philosophie als Trainer glich praktischerweise von Anfang an der des Vereins. „Wir möchten Bewegungstalente ausbilden und die Kinder noch nicht zu früh für Positionen spezialisieren. Vor allem wollen wir aber Spaß am Fußball vermitteln“, sagt der 30-Jährige. Fünf Jahre bildete er die Spieler des jüngeren D-Jugend-Jahrgangs aus. Die Ergebnisse in dieser Zeit sprechen für sich. In der Punkterunde musste er mit seiner Mannschaft nur eine Niederlage hinnehmen und wurde vier Mal in Folge souverän Kreismeister.

„Heute bin ich authentischer“

Mit seiner aktuellen Mannschaft, der U14, tritt Kuhn nun in der Oberliga statt in der Kreisklasse an und hat sich daher hin und wieder auch mit Punktspiel-Niederlagen zu befassen. Wichtig ist ihm jedoch vor allem die individuelle Entwicklung seiner Spieler – und auch die eigene. Denn wenn er den Carsten Kuhn als F-Jugend-Trainer von 2008 und den Carsten Kuhn als U14-Trainer von 2015 vergleicht, stellt er fest, dass er einiges gelernt hat – auch dank des ständigen Austausches mit den anderen FZ-Trainern. „Damals war ich ein sehr junger Trainer, und am Anfang war es schwierig, eine Mannschaft zu führen und Autorität aufzubauen. Heute fällt mir das viel leichter, und ich würde sagen, dass ich nun authentischer bin als damals.“

Dass Kuhn nach fünf Jahren nun mit zwei Jahre älteren Jungs arbeitet, bedeutet für den heutigen A-Lizenz-Inhaber keine große Umstellung. Schließlich war er als U12-Trainer schon nah dran an den anderen FZ-Teams. Die Unterschiede sind ihm daher von Anfang an klar gewesen: „In der U14 ist natürlich alles athletischer, taktischer und schneller. Außerdem kommen die Jungs in die Pubertät. Das heißt, es gibt nun auch andere Themen in der Kabine.“ Die Umstellung auf den älteren Jahrgang soll ihn und seine beiden Co-Trainer Gabriel Meister und Barış Altuz auch weiterbringen. Denn auf sein persönliches Ziel angesprochen, hat Kuhn genau das im Sinn: „Mein Ziel ist es, mich immer weiterzuentwickeln – als Trainer und als Mensch.“

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