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21.04.2015

Oliver Baumann: "Für den Endspurt zusammenrücken"

Oliver Baumann ist bei der TSG nicht zu ersetzen. Seine Leistungen machen ihn zur unangefochtenen Nummer 1 im Tor. Mit achtzehn99.de spricht der Keeper über die zurückliegenden Wochen, Erfahrung, die Begegnung in Hannover und die Rückkehr in die Erfolgsspur.

Hallo Oliver, zuletzt gab es vier Niederlagen nacheinander. Wie gehst du mit dieser Situation um?

Oliver Baumann: Es ist natürlich alles einfacher, wenn es läuft, wenn die Ergebnisse stimmen, aber grundsätzlich arbeite ich kontinuierlich weiter - wie immer. Das ist der beste Weg. Dennoch versuche ich natürlich etwas mehr zu machen, in jeder Trainingseinheit noch ein bisschen mehr Spannung und Druck aufzubauen. Sowohl verbal als auch durch die Körpersprache. Als Mannschaft sprechen wir natürlich auch über die letzten Spiele. Wir schauen der Wahrheit genau ins Auge und sprechen alles offen an.

Hilft dir deine Erfahrung bei der Bewertung des Geschehenen?

Baumann: In meiner Karriere bin ich in Freiburg schon durch Täler gegangen. Da ging es um den Klassenerhalt. Das ist noch einmal an ganz anderer Druck - es geht um die Existenz eines Klubs und um die Karrieren der Spieler. Wer das durchgemacht hat, geht gestärkt daraus hervor. Wir sind noch oben dran und wollen das Maximale herausholen. Deshalb machen wir uns selbst den größten Druck. Uns regen die vergangenen Niederlagen am meisten auf. Wir alle wissen, worum es in den kommenden Begegnungen geht.

Hat sich innerhalb der Mannschaft durch die Niederlagen etwas verändert?

Baumann: Grundsätzlich nicht. Wir haben einen guten Spirit in der Truppe. Daran ändern auch die Ergebnisse der vergangenen Wochen nichts. Aber wie schon gesagt, wir sprechen alles offen an. Wir diskutieren - intensiv. Da dürfen auch mal Emotionen aufkommen und man darf sich mal richtig die Meinung sagen. Anders geht es gar nicht. Das ist normal. Wir müssen für den Endspurt noch einmal richtig zusammenrücken. Wenn wir nicht punkten, werden wir einfach nach hinten durchgereicht. Das will hier keiner. Das ist nicht unser Anspruch. Wenn wir uns nach Saisonende hinterfragen müssen, wenn dieses "hätte, wäre, könnte", Gefühl aufkommt - das wäre schlimm.

Am Samstag geht es nach Hannover...

Baumann: Dort gibt es seit dieser Woche einen neuen Trainer. Das zeigt wie groß der Druck in Hannover ist. Sie stehen auf Platz 15, haben lange nicht gewonnen und es ist nicht mehr viel Raum nach unten. Meine persönliche Vorbereitung beeinflusst der Trainerwechsel nicht, aber unsere Herangehensweise als Mannschaft könnte es verändern. Für 96 geht es um alles - ich kenne diese Situation. Deshalb rechne ich mit einem ekligen Spiel, mit vielen Zweikämpfen. Wir müssen das voll annehmen, sonst gehen wir unter. Wir müssen die Mannschaft sein, die mehr in die Partie investiert.

Was müsst ihr darüber hinaus tun, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren?

Baumann: Es gibt keine einzelne Ursache für die Ergebnisse der vergangenen Spiele. Wir sind alle enttäuscht über die Niederlagen und wir stemmen uns dagegen, aber man darf das auch nicht zu hoch hängen. Gladbach war viel besser als wir - das muss man anerkennen -, in Dortmund war es sehr knapp, in Köln haben wir uns doof angestellt und wer weiß, wie das Spiel gegen die Bayern läuft, wenn wir den Elfmeter bekommen. Dennoch: das sind Spiele, die man verlieren kann, aber ganz sicher nicht verlieren muss. Jeder muss sein Optimum zeigen, damit wir auch als Team optimal auftreten können. Das ist die Herausforderung, vor der wir stehen. Wenn es bei uns passt, wenn wir abrufen, was mir im Training zeigen, bin ich sicher, dass wir wieder Punkte holen.

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