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19.12.2014

Markus Gisdol:
"Die Hertha spielt
ganz anders"

Letzte Ausfahrt Berlin. Im Olympiastadion enden für die TSG am Sonntagnachmittag, 15.30 Uhr, das Spieljahr 2014 und die Hinrunde der Saison 2014/15. Markus Gisdol beantwortete am Freitag alle wichtigen Fragen zum Duell mit der "Alten Dame" auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Markus Gisdol über…

… den Gegner

Die Hertha hat gutes Personal und eine funktionierende Mischung aus Erfahrung und Jugend auf dem Platz. Zudem hat sich die Mannschaft unter Jos Luhukay sehr gut entwickelt. In der Defensive agieren sie ganz anders als die meisten Teams in der Liga. Sie treten sehr mannorientiert auf, was dazu führt, dass man in der Offensive oft ins Eins-gegen-Eins gehen muss. Das ist schon sehr ausgeprägt und wird auch unsere Aufstellung beeinflussen. Um Erfolg zu haben, muss man sich in diesen Duellen durchsetzen, um so andere Spieler zu zwingen, ihren Mann zu verlassen. Das 4:4 nach 4:2-Führung unter der Woche in Frankfurt wird für die Hertha-Spieler nicht einfach zu verarbeiten sein, außer sie haben da ein besonderes Reszept. So ein Spiel fühlt sich wie eine Niederlage an. Aber ich habe das ganze Spiel gegen Dortmund einige Tage zuvor am TV verfolgt und da haben sie 90 Minuten sehr gut gespielt.


…das Personal

Wir wissen noch nicht, ob Eugen Polanski spielen kann. Das wird sich erst am Samstag entscheiden. Nach einem Schlag im Spiel gegen Frankfurt hat sich bei ihm eine Nagelbettentzündung entwickelt. Sollte es morgen keine Besserung geben, muss er wohl operiert werden. Das könnte dann auch bedeuten, dass er erst später in die Vorbereitung auf die Rückrunde einsteigen kann. Ansonsten sind - natürlich außer Niklas Süle - alle Mann nach derzeitigem Stand an Bord. Aus dem Spiel gegen Leverkusen haben wir einige leichtere Prellungen mitgenommen, die die Spieler aber am Sonntag nicht mehr behindern sollten.

…die sportliche Situation

Ich hoffe, dass wir in Berlin noch einmal ein gutes Spiel abliefern und auch etwas mitnehmen. Die Beurteilung der gesamten Hinrunde ist aber unabhängig vom Ergebnis am Sonntag gut. Wir haben mehr Punkte geholt als in der Vorrunde vor einem Jahr und sind viel stabiler aufgetreten.

Die bisherigen Duelle:

Acht mal standen sich beide Teams in der Bundesliga bisher gegenüber. Die Hertha liegt im direkten Vergleich vorne - vier Mal konnten die Berliner den Platz als Sieger verlassen, die TSG lediglich zwei Mal. Der letzte dieser Erfolge stammt aus dem Jahr 2010. Damals trafen Demba Ba und Vedad Ibisevic beim 2:0 im Berliner Olympiastadion. Seither stehen zwei Unentschieden und zwei Niederlagen in der Statistik.


Die Form des Gegners:

Die Hertha liegt vor dem letzten Spiel der Hinserie auf Rang 13 der Tabelle; mit 18 Punkten. 13 davon holte das Team von Trainer Jos Luhukay im eigenen Stadion. Im bisher letzten Heimspiel gab es einen 1:0-Sieg gegen Borussia Dortmund und unter der Woche überzeugte die Hertha über weite Strecken bei Eintracht Frankfurt. Beim 4:4 verschenkte die Mannschaft aber in der Nachspielzeit einen 4:2-Vorsprung. Das könnte noch in den Köpfen der Spieler stecken.

Das Schlüsselduell:

Die Hertha lebt nicht von herausragenden Individualisten, sondern von einer homogenen Mannschaft. Neun Spieler haben bisher 24 Tore erzielt. Offensiv überzeugt die "Alte Dame" vor allem in drei Kategorien: mit zehn Toren nach ruhendem Ball liegt man in der Liga auf Rang drei, mit bereits sechs Kopfballtoren auf Platz 4 und mit einem Wert von 70 Prozent beim Verwerten der Großchancen auf Rang eins. Was das für die TSG bedeutet? Keine unnötigen Standards zulassen, konsequent im Luftduell zu Werke gehen und die Berliner vom eigenen Tor weghalten. Der gekonnte Luftkamp könnte sich übrigens auch in der Offensive lohnen. Die Hertha kassierte schon 8 Gegentore mit dem Kopf - Platz 18.

Daten & Fakten zum Spiel »

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