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FRAUEN
19.09.2014

Jürgen Ehrmann: "Es wird sofort
die Post abgehen"

Nach der Länderspielpause, in der die deutsche Nationalmannschaft die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2015 in Kanada perfekt machte, geht es für die TSG Hoffenheim in der Allianz Frauen-Bundesliga mit einem Auswärtsspiel weiter. Am Sonntag, 21. September ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann beim FC Bayern München zu Gast. Die Partie des 3. Spieltags wird um 14 Uhr im Grünwalder Stadion angepfiffen. Die letzten Duelle mit den Bayern machen Mut.

Jürgen Ehrmann über...

...den Gegner:

Wir erwarten eine Mannschaft, die ein klares Ziel vor Augen hat. Die Bayern möchten den Anschluss an die großen Drei der Liga herstellen und den Abstand auf Frankfurt, Potsdam und Wolfsburg verkürzen. Das Team meines Trainerkollegen hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison in allen Mannschaftsteilen verstärkt und ich bin mir sicher, dass Thomas seine Spielerinnen nochmal daran erinnern wird, dass sie in der letzten Spielzeit vier Punkte gegen uns verloren haben. Das wird ihnen wahrscheinlich zusätzliche Motivation geben. Mit Mana Iwabuchi hat München sich auch in der Offensive verstärkt. Wir kennen Mana gut genug und freuen uns natürlich, sie wiederzusehen.

...das Personal:

Leider sieht es personell nicht so rosig aus. Erfreulich ist zwar, dass Silvana Chojnowski endlich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, aber sie wird natürlich noch nicht spielen können. Auch Leo Keilbach ist auf einem guten Weg und wird voraussichtlich ab der kommenden Woche wieder mit dem Team trainieren. Ansonsten hatten wir in der Länderspielwoche den einen oder anderen Ausfall. Theresa Betz wird nach ihrer Blessur am Knie gegen Wolfsburg noch nicht einsatzfähig sein, genauso wie Tine Schneider, die immer noch von ihrer Entzündung am Fuß geplagt wird. Bei Leonie Pankratz können wir erst kurzfristig über einen Einsatz entscheiden. Sie hat eine Bauchmuskelzerrung.

...die sportliche Situation:

Die Leistung meiner Mannschaft in den ersten beiden Spielen war in Ordnung, aber leider haben wir dabei auch Punkte liegen lassen. In München wird es zu Umstellungen durch Verletzungen kommen und mit Bayern wartet ein sehr ambitionierter Gegner auf uns. Wir müssen versuchen, eine kompakte Lösung zu finden, um es den Bayern so schwer wie möglich zu machen. Auch gegen den FCB werden wir Glück brauchen und hoffen, dass wir es dieses Mal haben. Gegen Wolfsburg hat es uns leider etwas gefehlt. Am Sonntag bekommen wir wieder eine Chance, uns gegen eine Topmannschaft von unserer besten Seite zu präsentieren und wir wollen auf keinen Fall ertraglos zurückkommen. Ich erwarte eine Partie, in der ab der ersten Minute die Post abgeht und in der wir von Beginn an hellwach sein müssen.

Das sagt Thomas Wörle:

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga konnte die TSG Hoffenheim in der abgelaufenen Saison den verdienten Klassenerhalt feiern. Mit der Schweizer Nationalspielerin Martina Moser verfügt die junge Mannschaft über eine torgefährliche, sehr erfahrene Kapitänin und wurde zudem noch mit der ungarischen Nationalspielerin Dora Zeller verstärkt. Besonders die ersten beiden Spiele der neuen Saison lassen aufhorchen. Gegen den aktuellen Deutschen Meister und Champions League Sieger aus Wolfsburg bot die TSG eine starke Leistung und hätte bei konsequenterer Chancenauswertung mindestens einen Punkt verdient gehabt. Mein Trainerkollege Jürgen Ehrmann leistet gute Arbeit. Er entwickelt die junge Hoffenheimer Mannschaft kontinuierlich weiter.

Nach unserem verdienten Auswärtssieg gegen den SC Freiburg, möchten wir natürlich alles daran setzen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Nach der zweiwöchigen Länderspielpause werden wir mithöchster Konzentration und viel Einsatz versuchen, schnell wieder den Rhythmus zu finden. In der abgelaufenen Saison konnten wir keines der beiden Spiele gegen Hoffenheim für uns entscheiden. Wir sind also gewarnt und wissen um die Qualitäten der TSG.


Die bisherigen Duelle:

Zweimal Liga, einmal Pokal. Ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage. Die Bilanz gegen die Münchnerinnen kann sich sehen lassen. Insbesondere an die beiden letzten Partien in der Allianz Frauen-Bundesliga sollte sich die TSG zurückerinnern. Schon beim 2:2 in der Hinrunde ließen die Hoffenheimerinnen aufhorchen, viel wichtiger, emotionaler und schöner war aber der 3:2-Erfolg am vorletzten Spieltag in München. Es waren die drei Punkte, die Hoffenheim den Klassenerhalt sicherten. Großen Anteil daran hatte Mana Iwabuchi mit einem Tor und einer Vorlage, ihr Wechsel zum FCB stand damals schon fest. Die einzige Niederlage musste die TSG im DFB-Pokal einstecken. 1:5 lautete der Endstand im Viertelfinale der Saison 2012/13. Hoffenheim war damals noch Zweitligist und den Bayern in allen Belangen unterlegen. Das hat sich mittlerweile geändert, die letzten Ergebnisse untermauern das.

Die Form des Gegners:

Die Lücke zur den drei Spitzenmannschaften der Liga zu schließen, sei das Ziel der Bayern in dieser Saison, erklärte Trainer Wörle vor dem Saisonstart. Gleich am ersten Spieltag setzte die Mannschaft ein Ausrufezeichen, spielte unentschieden gegen den 1. FFC Frankfurt und sicherte sich beim 2:1-Erfolg am zweiten Spieltag in Freiburg den ersten "Dreier" der Saison. Die Bayern sind bereits zum Saisonstart in der Spur und unterstreichen mit ihren Leistungen ihre Ambitionen auf die Spitzenplätze. Dennoch schnaufte Coach Wörle nach dem ersten Saisonsieg durch: "Es war ein hartes Stück Arbeit und was mich ärgert, sind die vielen Großchancen, die wir vergeben haben."

Daten & Fakten zum Spiel »

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