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FRAUEN
22.05.2014

Leonie Pankratz: "Der Gegner schenkt einem schließlich nichts"

Am kommenden Sonntag, 25. Mai um 16 Uhr, empfängt die TSG mit dem 1. FFC Frankfurt einen der Topklubs des Frauenfußballs im Dietmar-Hopp-Stadion. Vor der Partie gegen den Tabellenführer der Bundesliga sprach achtzehn99.de mit Leonie Pankratz über Herangehensweisen an Spiele gegen Topteams, Rituale und Anpassungen in Liga eins.

Am Sonntag geht es gegen deinen Ex-Klub 1. FFC Frankfurt. Hast du nach fünf Jahren noch Verbindungen in die Mainmetropole?

Ich habe seither in drei Vereinen gespielt, es hat sich einiges getan und auch die Mannschaft, mit der ich damals in Frankfurt gespielt habe, ist jetzt eine ganz andere. Deshalb habe ich auch keine persönliche Verbindung mehr zum 1. FFC Frankfurt. Das einzige ist wohl die Verbindung zu meiner Herkunft Hessen.

Wie gehst du so ein Spiel gegen einen Topklub an - wie jedes andere oder gibt es Unterschiede?

Natürlich ist es für uns immer eine schöne Sache, gegen einen der Topklubs mit zahlreichen Nationalspielerinnen zu spielen. Zu den Spielen kommen dann noch mehr Zuschauer, was natürlich für eine tolle Atmosphäre im Stadion sorgt. Meine Vorbereitung auf solch eine Partie unterscheidet sich aber nicht von anderen. Ich trainiere nicht mehr oder weniger konzentriert in der Woche davor, sondern versuche,

Hast du im Hinterkopf, dass Cloppenburg noch gegen zwei Meisterschaftskandidaten spielt?

Ja, man hat es im Hinterkopf, aber ich denke, da sollte es auch bleiben. Wir müssen uns auf uns und unsere Leistung konzentrieren. Ich halte nicht viel davon, sich auf die anderen zu verlassen und gleichzeitig die eigene Arbeit nicht mehr in den Fokus zu stellen.

Hast du kurz vor dem Spiel oder am Spieltag eigentlich besondere Rituale? Wenn nicht, kannst du nachvollziehen, dass man sich an so etwas „klammert“?

Ein besonderes Ritual habe ich nicht. Allerdings versuche ich mich immer an den gleichen Ablauf vor dem Spiel zu halten. Ich glaube, Rituale sind für viele Spielerinnen ein guter Weg, Sicherheit vor einem Match aufzubauen und sich Nervosität zu nehmen.

Vom Klassenerhalt trennt euch nicht mehr viel. Was würdest du sportlich höher einschätzen: die Meisterschaft in der zweiten Liga oder den Verbleib in der ersten?

Wer einmal in der ersten Liga gespielt hat, der will nicht mehr in der zweiten spielen. Deshalb ist für mich klar, dass der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga höher einzuschätzen ist.

Welche Anpassungen an den Fußball in Liga eins hast du im vergangenen Jahr an dir selbst festgestellt?

Der größte und erheblichste Unterschied zwischen Liga eins und zwei ist eindeutig das Spieltempo. Daran haben hat sich die Mannschaft glücklicherweise schnell angepasst. Außerdem habe ich gelernt, etwas abgezockter zu spielen. Der Gegner schenkt einem schließlich auch nichts.

Was hast du in dieser Saison gelernt?

Wir hatten und haben in dieser Saison leider einige Verletzte. Das hat mir deutlich gezeigt, dass nicht jeder das Glück hat, auf dem Platz zu stehen. Deshalb ist es mir wichtig, jedes Spiel und Training noch mehr zu genießen. Denn trotz des höheren Drucks in der 1. Bundesliga, spiele ich Fußball immer noch aus Leidenschaft.

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