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01.05.2014

Mit "unglaublichen Emotionen" im Gepäck nach Dortmund

Knapp ein Jahr ist seit dem wohl emotionalsten Triumph der TSG-Geschichte vergangen - damals siegte 1899 am letzten Spieltag der Saison mit 2:1 in Dortmund und sicherte sich so im letzten Moment den Relegationsplatz und letztlich die Erstliga-Zugehörigkeit. Nun, am Samstag, 3. Mai, 15.30 Uhr, kehren Markus Gisdol und seine Mannschaft am 33. Spieltag der Saison 13/14 an den Ort des Sieges zurück.

"Das Erlebnis wird keiner jemals vergessen. Mit diesem Erfolg sind unglaubliche Emotionen verbunden. Jetzt zurückzukehren ist etwas Besonderes. Zum Glück in einer völlig anderen Situation", sagte Cheftrainer Markus Gisdol am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Seine Mannschaft werde in Dortmund eine außergewöhnliche Leistung brauchen, um zu gewinnen. "Selbst für einen Punkt muss schon alles passen", so der Fußballlehrer. "Dortmund ist eines von zwei Ausnahmeteams der Liga." In der Tat ist die Borussia seit sieben Spielen ungeschlagen, fünf Siege wurden in dieser Phase gefeiert. Gisdol und sein Team freuen sich auf diesen letzten, harten Auswärtstest der Saison: "Diese Spiele zeigen dir, wo du stehst. Wo noch die Grenzen sind."

Engpass in der Spitze

Experimentieren wird der Trainer deshalb nicht. "Am Samstag wird die leistungsfähigste Mannschaft auf dem Rasen stehen. Einen Einsatz in einem Bundesliga-Spiel muss man sich verdienen, den bekommt man nicht, weil die Saison kurz vor ihrem Ende ist", sagte Gisdol.

Vor allem im Sturm hat Gisdol vor den abschließenden Saisonspielen gegen Dortmund und Braunschweig sorgen. Anthony Modeste ist nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Frankfurt zweimal gesperrt und auch Sven Schipplock wird in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen. "Wir geben ihm alle Zeit, sich zu erholen und wollen wegen ein paar Minuten Einsatzzeit in dieser Saison nichts erzwingen. Sein Ausfall hat uns in den letzten Wochen wehgetan", so Gisdol über den lange verletzten Stürmer.

Ob Sejad Salihovic wieder einsatzbereit sein wird, ist noch nicht sicher. "Salihovic, der im Vorjahr in Dortmund mit zwei Elfmetertoren zum "Hoffe-Helden" wurde, hat einige Tage pausiert und ist noch nicht bei 100 Prozent.

Lob von Klopp

267,49 Kilometer entfernt in Dortmund lobte Jürgen Klopp die TSG beinahe gleichzeitig und sprach von einer "coolen Entwicklung" seit dem letzten Duell. "Jürgen Klopp lobt gegnerische Mannschaften ja nicht so oft, deshalb ist es schön, wenn unsere Entwicklung positiv wahrgenommen wird. Das hat sich die Mannschaft in dieser Saison verdient", so Gisdol, angesprochen auf die Äußerungen des BVB-Cheftrainers bei der Dortmunder Pressekonferenz vor der Begegnung.

Gisdol glaubt, dass die Borussen im letzten Heimspiel der Saison noch einmal Vollgas geben werden. "Sie haben einen Lauf und wollen den mit Sicherheit bis zum Pokalfinale gegen Bayern München am Leben erhalten", so Gisdol. "Wenn wir in diese Partie mit zu wenig Spannung gehen, werden wir keine Chance haben."

Die Ausgangslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr also gar nicht so dramatisch verändert. Damals stand für Dortmund mit dem Champions-League-Finale auch noch eine K.o.-Partie an. Damals musste 1899 Außergewöhnliches vollbringen, um im Signal-Iduna-Park zu bestehen. Das ist auch ein Jahr später so.

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