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FRAUEN
28.01.2014

"Wir müssen Geduld haben"

Zielstrebig. Geduldig. Stressfrei. Diese drei Worte sind während der Vorbereitung der 1899-Frauen auf die Rückrunde vielfältig anwendbar: auf das Training an sich, die Perspektivspielerinnen, aber auch auf die Spielerinnen, die die Vorbereitung unfreiwillig verpassen.

Es ist der achte Spieltag, als sie zum ersten Mal in der Bundesliga auf dem Platz steht. Direkt in der Startelf, hat sich das Vertrauen des Trainerteams erarbeitet. Überzeugt. Rechtfertigt ihre Nominierung mit ihrem ersten Bundesligator im ersten Spiel. Nach 75 Minuten ist Feierabend. Auch beim FFC Frankfurt, wo sie wieder trifft und gegen München ist sie wieder dabei. Leonie Keilbach war eine Perspektivspielerin, hat die Chance bekommen, in den Kader des Bundesligateams aufzusteigen und (hat) sie genutzt. Schon im Sommer trainierte sie die meiste Zeit im Bundesligakader mit, dann mehr und mehr während der Saison, bis Ehrmann sie für den Kader nominierte.

Keilbach hat den Sprung gewagt. Sie ist zielstrebig, geduldig, macht sich keinen Stress. So habe sie es geschafft, sagt Trainer Jürgen Ehrmann. „Sie verfolgt ihren Weg.“ Das Trainerteam hat auch jetzt wieder vier Spielerinnen des Regionalligateams zu Perspektivspielerinnen ernannt: Judith Steinert, Lina Bürger, Katharina Kiel und Maike Trach. Alle vier arbeiten daran – so wie Keilbach – auch mal in der Bundesliga aufzulaufen. Steinert durfte im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Bayern München schon ein paar Minuten ran. „Natürlich ist es für die Spielerinnen eine Umstellung im Bereich Tempo und Härte. Wir müssen Geduld mit den Mädels haben“, erklärt Ehrmann. Arbeiten ohne Stress also.

Tests auf Bundesliganiveau

Im Trainingsbetrieb geht es für die Mannschaft nicht ganz stressfrei zu, zielstrebig aber durchaus. „Der Ehrgeiz unserer Spielerinnen ist sehr groß“, verrät der Coach, der die Mannschaft zusammen mit seinen beiden Co-Trainern Jürgen Grimm und Kai Altig nahezu täglich zum Training bittet. Handeln, trainieren, Willen entwickeln. Heißt: Fehler abstellen, fit werden, in der Liga bestehen. Das Ziel Klassenerhalt ist kein Geheimnis – allein darum geht es in den verbleibenden zwölf Spielen. Vor dem Auftakt am 23. Februar in Jena finden noch zwei Testspiele statt: gegen den 1. FC Köln (8. Februar) und den SC Sand (15. Februar). „Auf Bundesliganiveau“, schätzt Theresa Betz die beiden Partien ein. Köln ist Zweiter, Sand Tabellenführer in der 2. Bundesliga Süd. „Diese Gegner werden uns zeigen, wie weit wir sind“, so Ehrmann.

„Gesund durch die Vorbereitung“

Zielstrebigkeit und Geduld müssen auch die verletzten Spielerinnen beweisen. Vor allen Dingen Susanne Hartel. „Ihre Zehenfraktur ist leider nicht so gut verheilt wie erhofft“, sagt Physiotherapeut Hendrik Wahl. Auf die Spielführerin warten weitere sechs Wochen, in denen viel Geduld gefragt ist. Selina Häfele ist nach ihrem Kreuzbandriss „im Soll“, so Wahl, „Es geht voran.“ Lauftraining ist das nächste Ziel. Leonie Keilbach konnte diese Woche noch nicht trainieren. Im Training umgeknickt, Verletzung am Sprunggelenk. In wenigen Tagen sollte sie wieder fit sein.

„Über die aktuelle Trainingsteilnahme bin ich froh“, sagt Ehrmann. Bei nur drei Ausfällen während der Vorbereitung verständlich. „Wir alle hoffen, dass unser Team gesund durch die Vorbereitung und die Saison kommt. Wir können froh sein und uns glücklich schätzen, dass sich unser Physioteam ständig um die Spielerinnen kümmert.“

Zielstrebigkeit. Geduld. Kein Stress. Vielleicht sind das die magischen Worte für die kommenden fünf Monate der 1899-Frauen. Individuell haben sie bereits Erfolg gebracht

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