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U23
10.11.2013

U23 verlässt nach Sieg gegen Ulm die kritische Zone

Es bleibt dabei: Für die U23 gibt es ergebnismäßig nur schwarz oder weiß. Am 16. Spieltag der Regionalliga Südwest war es weiß, mit einem 3:0 (1:0) schickte die Elf von Trainer Thomas Krücken den SSV Ulm 1846 nach Hause und verließ erstmals in dieser Saison die Region der Tabelle, die am Rundenende bei ungünstigster Konstellation den Abschied bedeuten kann.

Neben den vielen Langzeitverletzten musste Krücken gegen die „Spatzen“ auch ohne Yannick Thermann (krank) und Maurice Hirsch (Gelb-Rot-Sperre) auskommen. Die Platzherren kamen bei ungemütlicher Witterung besser in die Partie und hatten ihre nennenswerte Aktion, als Joseph-Claude Gyau auf der linken Seite in den Strafraum eindrang, seine flache Hereingabe jedoch abgeblockt wurde (11.). Fabian Hürzelers Linksschuss aus halbrechter Position lenkte SSV-Schlussmann Ruyman Fernández Dà­az mit den Fingerspitzen noch über die Latte (20.). Nach 33 Minuten fiel die verdiente Führung für die Krücken-Elf, als sich Gyau aus 18 Metern ein Herz fasste und die Kugel an den rechten Innenpfosten schlenzte – 1:0 (33.). Zwei Minuten später hatte 1899-Keeper Jens Grahl mit einer starken Parade bei einem abgefälschten Schuss seinen Anteil an der Pausenführung.

Steffen Straub macht den Sack zu

Im zweiten Durchgang gingen die Ulmer entschlossener zu Werke, Johannes Ludmann prüfte Grahl mit einem Distanzschuss (50.). Die Platzherren hatten nun etwas mehr Mühe, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, kamen aber trotzdem durch Kingsley Schindler zum 2:0 (60.). Die Entstehung des Treffers erhitzte die Gemüter der „Spatzen“: Bei Denis Strekers Einsatz gegen SSV-Kapitän Daniel Reith hätte der Unparteiische auch auf Freistoß entscheiden können, die Kugel kam zu Hürzeler, der Schindler mustergültig bediente. Reith selbst kommentierte später die Szene nüchtern: „Das kann man pfeifen, muss man aber nicht.“

Nun hatte die Krücken-Elf das Geschehen wieder im Griff, doch in der Schlussphase schlich sich die eine oder andere Nachlässigkeit ein, aus der der SSV Ulm aber kein Kapital schlug. Der eingewechselte Steffen Straub machte den Sack zu, nachdem er zunächst Ruben Rodrà­guez ausgetanzt und anschließend die Kugel aus 20 Metern in den Winkel gezimmert hatte (86.). Nach 90 nasskalten Minuten hatten sich alle Beteiligten wieder beruhigt. „Der Sieg war verdient“, gab Ulms Trainer Herbert Zanker zu. Das sah Krücken genauso, räumte aber ein: „Vielleicht ein Tor zu hoch.“ Ähnlich wie in der Vorwoche also, als sein Team beim SV Waldhof Mannheim mit demselben Ergebnis – ebenfalls zu deutlich – verlor.

Der U23-Cheftrainer freute sich nach dem „unterirdischen Saisonstart“ vor allem darüber, „dass wir zuletzt im Schnitt knapp zwei Punkte pro Partie geholt haben. Mit dem Ergebnis und vielen Phasen im Spiel bin ich zufrieden. Im Spielaufbau waren wir heute allerdings etwas zu langsam“, deutete er an, woran es während der Länderspielpause zu arbeiten gilt. Danach geht es mit frischem Selbstvertrauen zum Aufstiegsanwärter Sonnenhof Großaspach. „Dann“, so Krücken, „wollen wir auch mal gegen ein Team, das oben steht, etwas holen.“

TSG 1899 Hoffenheim II – SSV Ulm 1846 3:0 (1:0)

 

Hoffenheim: Grahl – Akpoguma, Aupperle, Thesker, Ruck – Streker, Szarka – Abruscia (82. Straub), Hürzeler (87. Krempicki), Gyau – Schindler (90. Diebold).

Ulm: Fernández Dà­az – Ludmann, Reichert, Reith, Hess (76. Olow) – Rodrà­guez, Gavrić (46. Gebert), Trkulja, Sohm – Kiral (69. Jäger), Treske.

Tore: 1:0 Gyau (33.), 2:0 Schindler (60.), 3:0 Straub (86.). Zuschauer: 174. Schiedsrichter: Kai Vonderschmidt (Mühlheim). Karten: Gelb für Szarka.

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