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PROFIS
25.07.2013

Das große Gisdol-Interview - Teil 1

Markus Gisdol und die 1899-Profis sind seit Mittwochabend aus dem Trainingslager in Leogang zurück. Kurz vor der Abreise nahm sich der Chefcoach für achtzehn99.de Zeit. Wir präsentieren das große Interview in zwei Teilen. Lesen Sie morgen, was er über Kapitän Andreas Beck, Jannik Vestergaard, das Spielsystem für die Saison 2013/14 und die Harmonie im Team sagt.

Hallo Markus, wie fällt deine Bilanz des Trainingslagers in Leogang aus. Ist die Mannschaft auf dem von dir und deinem Team angestrebten Level?

Markus Gisdol: Ich denke, wir sind, was die Vorbereitung als Ganzes betrifft, auf einem sehr guten Weg. Wichtig war, dass wir bis zum jetzigen Zeitpunkt fast verletzungsfrei durchgekommen sind. Das ist bei dem Pensum, das wir in den vergangenen Wochen absolviert haben, erstaunlich. Die Einheiten waren zahlreich und intensiv. Aber nur so konnten wir unsere athletischen Ziele erreichen und auch im fußballerischen Bereich einen Schritt nach vorne machen. Wir sind aber weit davon entfernt, in diesem Bereich von einer abgeschlossenen Entwicklung zu sprechen.

Der Altersschnitt der Mannschaft ist sehr niedrig. Das Team gehört zu den jüngsten in der Bundesliga. Wie zufrieden bist du mit der Entwicklung der ganz jungen Akteure?

Markus Gisdol: Sie sind ebenso engagiert wie die Arrivierten. Wir machen da auch überhaupt keine Unterschiede – von einem jungen Spieler wird dasselbe eingefordert wie von einem älteren. Uns ist aber klar, dass wir bei diesen Jungs bestimmte Entwicklungen abwarten müssen. Ein Fazit ist zu diesem Zeitpunkt nicht seriös möglich. Junge Spieler machen in Bezug auf ihre Leistung manchmal plötzlich einen großen Sprung, dann geht es eine Zeit lang eher langsamer voran. Aber bei diesem Thema greift unser übergeordnetes Motto besonders: Entwicklung braucht Zeit. Das gilt nicht nur für die Jungen, sondern für die gesamte Mannschaft.

Die Vorbereitung läuft jetzt seit fast vier Wochen, das Transferfenster ist noch eine Weile offen. Passiert noch etwas?

Markus Gisdol: Wir warten die Entwicklung in der weiteren Vorbereitung ab und schauen uns in aller Ruhe um. Bis zum 31. August, dem Ende der Transferperiode, ist es noch eine lange Zeit. Akut ist derzeit aber nichts geplant.

Die Mannschaft ist schon jetzt "größer" geworden. In Zukunft wird mehr Länge auf dem Rasen stehen. Ist das eine richtige Beobachtung?

Markus Gisdol: Ja, das haben wir bewusst verändert. Wir legen Wert darauf, dass die Mannschaft körperlich stärker wird. Das ist vor allem bei Standardsituationen ein Thema – da ist es besonders wichtig, körperlich Präsenz zu zeigen. Ganz allgemein gilt: Eine körperlich starke Mannschaft ist nie ein Nachteil.

Im Angriff bringt Neuzugang Anthony Modeste Gardemaß mit. Erfüllt er deine Erwartungen bisher?

Markus Gisdol: Ja, absolut. Die Erwartungshaltung soll natürlich nicht zu groß werden, aber sowohl im Training als auch in den Spielen bisher blitzt immer wieder auf, was er kann. Auch mit dem Rücken zum Tor ist er ein wertvoller Spieler, der beim Ablegen kaum Fehler macht.

Mit Tarik Elyounoussi wurde ein weiterer Neuer für die Offensive geholt.

Markus Gisdol: Da sind die Eindrücke ganz ähnlich. Wir sehen immer wieder die Dinge, die uns auch im Vorfeld von ihm überzeugt haben. Wir werden beiden die notwendige Zeit geben und den Druck ein wenig herausnehmen.

Kai Herdling ist auch ein gefühlter Neuzugang. Welchen Eindruck hast du von ihm?

Markus Gisdol: Wir haben Kai mitgenommen, weil wir im Offensivbereich noch eine Lücke gesehen haben. Er ist ein Spieler, der unsere Idee von Fußball verinnerlicht hat. Derzeit planen wir, ihn weiter bei uns zu behalten. Ich kenne ihn schon lange, und weiß, seine Fähigkeiten einzuschätzen. Wenn er sich unserer Sache hundertprozentig verschreibt, kann er uns weiterhelfen. Mit seiner Persönlichkeit auch in der Integration der Neuzugänge und jungen Spielern.

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