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AKADEMIE
21.04.2013

U19 schlägt 1860 und verkürzt Rückstand auf Bayern

Fünf, null. Mit einem klaren Erfolg gegen den TSV 1860 München, das die bislang stärkste Defensive der Bundesliga Süd/Südwest stellte, hat die U19 ihre Siegesserie fortgesetzt und den Abstand auf den Spitzenreiter FC Bayern München auf vier Zähler – bei noch einem Spiel in der Hinterhand – verkürzt.

Drei Mal in Folge war das Team von Thomas Krücken zuletzt ungeschlagen geblieben – und hatte seinem Trainer trotz der Ausbeute von sieben Zählern Anlass zur Kritik gegeben, weil es ebenso viele Gegentore kassiert hatte. „Wir haben genau das in der Trainingswoche thematisiert, und die Jungs haben alles 1:1 umgesetzt“, freute sich Krücken nach der starken Vorstellung der Hoffenheimer. Durch frühes Pressing und schnelles Spiel in die Spitzen brachten sie die stärkste Defensive der Liga ein ums andere Mal in Verlegenheit und ließen hinten nichts anbrennen, auch weil die Innenverteidiger Niklas Süle und Jeremy Toljan einen Sahnetag erwischten und die 1860-Angreifer Robert Glatzel und Mike Ott abmeldeten.

Ohne die angeschlagenen Steffen Straub und Kenan Karaman übernahm die Krücken-Elf schnell das Kommando und ging nach einer knappen halben Stunde in Führung. Yannick Thermann hatte den Ball erobert, Tom Koblenz – nach seiner Abiturprüfung wieder im Kader – bedient und der auf Felix Schröter abgelegt, der zwar nur den Pfosten traf, doch sein Sturmkollege Joshua Mees stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab (31.). Schröter bereitete sich das 2:0 durch einen Ballgewinn selbst vor (55.) und verdiente sich später ein Sonderlob des Trainers: „Was Felix gespielt hat, war Vollblutpressing.“

Am Mittwoch Pokal-Achtelfinale

Mees hatte Pech, dass er sich nach einem Zusammenprall mit 60-Keeper György Székely eine Risswunde am Ohr zuzog und raus musste. Für ihn kam Zach Pfeffer, der sechs Minuten nach seiner Einwechslung das 3:0 markierte und den Sack zu machte (67.). Doch der Torhunger der Hoffenheimer war noch nicht gestillt: Thermann drehte sich in halblinker Position um seinen Gegenspieler und drosch die Kugel Tor-des-Monats-verdächtig über Székely hinweg in die obere rechte Ecke (70.). Den Schlusspunkt setzte Süle, der in der Schlussphase ins defensive Mittelfeld beordert wurde. In der 90. Minute nahm er den Ball 30 Meter vor dem Tor auf, ließ ein paar Junglöwen stehen und knallte die Kugel per Flachschuss zum 5:0-Endstand ins Netz.

Durch die drei Zähler haben die Krücken-Jungs den Abstand auf Bundesliga-Tabellenführer Bayern München auf vier Punkte reduziert. Die Münchner haben noch drei, die Hoffenheimer noch vier Begegnungen zu absolvieren. Nur der erste Platz qualifiziert für die Teilnahme zum Halbfinale der Deutschen Meisterschaft…

„Die Mannschaft ist sehr konzentriert und zielstrebig aufgetreten. Sie wollte unbedingt zu null spielen und ich freue mich, dass es ihr gelungen ist. Auch bei Standards stand die Abwehr sicher“, konstatierte Krücken, der seinen Fokus nun auf das Achtelfinale im BFV-Pokal legt. Am Mittwoch (19 Uhr) treten die Hoffenheimer beim SV Sandhausen II an. Dann werden Spieler zum Zug kommen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten. „Ich bin sehr gespannt, wer sich für das Derby am Sonntag beim Karlsruher SC empfehlen wird.“

TSG 1899 Hoffenheim – TSV 1860 München 5:0 (1:0)

Hoffenheim: Penz – Yıldırım (76. Madlmayr), Schorr, Süle, Toljan, Canouse, Thermann (74. Fesser), Koblenz (76. Sonderegger), Schröter, Atik, Mees (61. Pfeffer).

München: Székely – Kurzweg, Wittek, Weber, Wallner, Taffertshofer (68. Lüders), Wolf (34. Scheidl), Weigl, Glatzel (61. Ngu'ewodo), Ott, Köppel (65. Öztürk).

Tore: 1:0 Mees (31.), 2:0 Schröter (55.), 3:0 Pfeffer (67.), 4:0 Thermann (70.), 5:0 Süle (90.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Carl Höfer. Karten: Gelb für Canouse, Süle / Wittek.

Daten & Fakten zum Spiel »

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