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AKADEMIE
07.03.2013

VDV-Vortrag für NLZ-Spieler: Traumberuf Fußballprofi

Auf Initiative von „Anpfiff ins Leben“ besuchten die Spieler des Nachwuchsleistungszentrums (U16 bis U19) die Informationsveranstaltung „Beruf Fußballprofi – Ansichten eines Traumberufes“, die Vertreter der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) im Seminarraum des Dietmar-Hopp-Stadions ausrichteten.

Für Vorträge dieser Art hat der VDV in Frank Günzel einen geeigneten Mann im Kader. Der 51-jährige Chemnitzer hat schon mehrere empirische Untersuchungen zum Thema „Berufsplanung von Fußballprofis“ durchgeführt und arbeitet für die Spielergewerkschaft als Laufbahncoach. Seine Botschaft an die Talente von heute – und eventuellen Profis von morgen – ist klar und deutlich: Immer mehr junge Spieler drängen durch die Nachwuchsleistungszentren der Republik auf den Markt, der Verdrängungsprozess wird immer härter. Wer nicht gerade eine Weltstar-Karriere hinlegt, sondern vielleicht „nur“ ein paar Jahre zweite oder dritte Liga spielt, der hat nach der aktiven Laufbahn noch lange nicht ausgesorgt.

Ein weit verbreiteter Trugschluss sei es zu glauben, mit einem Trainerschein sei auch für die 30 bis 40 Erwerbsjahre nach Ende der aktiven Zeit gesorgt. „Ihr müsst ständig an Plan B feilen, denn in der Zeit, in der ihr jetzt Fußball spielt, qualifizieren sich eure künftigen Wettbewerber auf dem Berufsmarkt ständig weiter“, so Günzel, der auch vor den ganzen Gefahren warnte, die hinter einem möglichen Profivertrag lauern: Gierige Berater, falsche Freunde, öffentliche Wahrnehmung des Privatlebens und vieles mehr. Doch das Hauptproblem ist ein ganz anderes: „Viele Jungs sehen leider nicht, dass nur ganz wenige den Sprung in den Lizenzbereich schaffen“, so Günzel, der daher nicht müde wird, die große Bedeutung eines Schulabschlusses zu betonen.

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