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19.04.2012

Träumen erlaubt!

Sechs Teams kämpfen um vier Startplätze für die Europa League. Einer davon ist schon fest in den Händen des VfB Stuttgart, wogegen der VfL Wolfsburg auf ein kleines Fußballwunder hoffen muss. Auch die TSG 1899 Hoffenheim rechnet sich neben Hannover, Leverkusen und Bremen realistische Chancen aus. Doch jetzt wartet Angstgegner Bayer Leverkusen. Ein Sechs-Punkte-Spiel wie es im Fußball-Jargon so gerne heißt. Gelänge der erste Bundesliga-Erfolg gegen die Werkself warten zwei Endspiele auf die Mannschaft von Markus Babbel, gewinnt aber Bayer 04 wartet erneut das Niemandsland auf die Kraichgauer.

Er sei beim Blick auf den bisherigen Vereinsvergleich selbst ein wenig erschrocken, gab Cheftrainer Markus Babbel zu. Erst einen Punkt aus sieben Spielen konnte man gegen Bayer verbuchen. Was helfen könnte die Negativserie zu beenden? „Ein neuer Trainer“, entgegnet Babbel schmunzelnd und nahm so die Herausforderung an.

Nicht in die Falle tappen

Leverkusen habe seine Spielweise zuletzt deutlich geändert. Als mögliche Ursache hierfür sieht Markus Babbel die sportliche Prägung des derzeitigen Teamchefs Sami Hyypiä, der als Innenverteidiger einst an der Seite Babbels spielte. „Leverkusen hat zuletzt nicht mehr so ein intensives Pressing an den Tag gelegt, weniger aggressiv nach vorne gespielt. Stattdessen lässt sich die Mannschaft häufiger zurückfallen, wartet auf Fehler des Gegners, um dann schnell umzuschalten. Da müssen wir hellwach sein und dürfen nicht in diese Falle tappen“, sagt Babbel auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Druck aufbauen

An Motivation sollte es den Kraichgauern nicht mangeln, schließlich besteht die historische Möglichkeit, einen Startplatz für die Europa League zu erreichen. „Natürlich haben wir das Thema angesprochen. Es ist jetzt unsere Pflicht alles dafür zu tun, um diesen Traum vielleicht doch noch wahr zu machen“, sagte der Cheftrainer. Das Freiburgspiel habe gezeigt, dass die Mannschaft nach dem Abstiegskampf Kräfte gelassen hat, eine gewisse Last abgefallen ist. Jetzt gelte es den Druck wieder aufzubauen und die „kleine Chance“ zu nutzen. Auf die Konkurrenz will Babbel aber nicht blicken, Ziel sei es ohnehin, die eigenen drei ausstehenden Partien zu gewinnen. „Wir müssen eingeschlagenen Weg weiter gehen, uns aber noch mehr Torchancen erarbeiten. Leverkusen wird alles geben, für sie geht es darum ihr ausgegebenes Minimalziel zu erreichen. Da müssen wir voll fokussiert sein und dagegen halten.“

Weis wieder zurück – Ballack auch?

Personell muss Trainer Markus Babbel auf Roberto Firmino verzichten, der aufgrund seiner Verletzung (Riss von zwei Außenbändern sowie des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk) aus dem Spiel gegen den SC Freiburg bis zum Saisonende fehlen wird. Außer dem Brasilianer stehen dem Trainerteam alle Spieler zur Verfügung, Tobias Weis kehrt nach abgesessener Gelbsperre in den Kader zurück. Auf Seiten der Leverkusener müssen Teamchef Hyypiä und Trainer Sascha Lewandowski am Samstag auf Stefan Reinartz verzichten, der eine Gelbsperre absitzt. Verletzungsbedingt fehlt der Werkself zudem Sidney Sam, ein Einsatz von Simon Rolfes, der im Training über Knieprobleme klagte, ist noch fraglich. In den Kader zurückkehren werden voraussichtlich die zuletzt angeschlagenen Michael Ballack, Vedran Corluka sowie Lars Bender. Einen Einsatz von Michael Ballack hat Hoffenheims Trainer Markus Babbel durchaus auf dem Zettel: „Michael ist ein erfahrener Spieler, auf diesen Vorteil werden sie im wichtigen Endspurt nicht verzichten“.

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