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28.03.2012

Nachgefragt bei Sebastian Rudy

Das Ticket zur U21-Europameisterschaft hätte Sebastian Rudy im Falle einer Qualifikation sicher. Wie er seine Chancen auf eine Nominierung von Joachim Löw einschätzt, verrät er im achtzehn99.de-Interview.

Sebastian, wie wichtig waren die drei Punkte in Mönchengladbach im Hinblick auf den restlichen Saisonverlauf?

Sehr wichtig. Die Mannschaften hinter uns haben alle gepunktet. Das wäre richtig eng geworden. Das heißt aber nicht, dass wir schon durch sind. Mit 33 Punkten wird es schwer, die Klasse zu halten. Wir müssen nachlegen.

Sechs Punkte sind es auf Platz Sieben und auch auf den Relegationsplatz. Geht der Blick nach oben oder nach unten?

Es wäre falsch den Blick schon wieder auf Platz Sieben zu richten. Wir haben nach drei sieglosen Spielen endlich mal wieder gewonnen. Das sollte uns Auftrieb geben. Aufgrund des anspruchsvollen Restprogramms sollten wir uns aber nicht zu sicher sein.

Deine Formkurve zeigt seit einigen Wochen wieder deutlich nach oben, nachdem du zwischenzeitlich ein kleines Tal durchlaufen hast. Wie bewertest du persönlich deine Leistungen der vergangenen Wochen?

Nach der Winterpause bin ich nicht so recht in Tritt gekommen. Nach der Niederlage in Dortmund habe ich mich dann auch auf der Bank wiedergefunden. Doch seit einigen Wochen geht es aufwärts. Meine Leistungen sind stabiler geworden. Am Limit bin ich aber noch lange nicht. Ich bin selbstkritisch genug, mir das einzugestehen.

Am Sonntag kommt der FC Schalke 04 nach Sinsheim. Die Marschroute ist klar: ein Heimsieg muss her. Wie soll das gegen eine der besten Offensivreihen der Bundesliga gelingen?

Es wird maßgeblich auf unser Defensivverhalten ankommen. Wir müssen im Verbund gut verteidigen, uns gegenseitig aushelfen und Nadelstiche setzen. Es muss an diesem Tag alles passen, wenn wir aus dieser Partie was mitnehmen wollen.

Joachim Löw äußerte sich in dieser Woche sehr positiv über deine Entwicklung. Doch gerade auf der zentralen Position bewerben sich einige namhafte Größen um eines der begehrten EM-Tickets. Rechnest du dir noch Chancen aus, auf den Zug aufzuspringen?

Man freut sich natürlich über ein Kompliment des Bundestrainers. Es wird aber sehr schwer noch ins Aufgebot zu rutschen. Die Konkurrenz auf dieser Position ist unglaublich groß. Dennoch ist es nicht unmöglich. Meine erste Nominierung hat gezeigt, wie schnell so etwas gehen kann. Die Enttäuschung würde sich in Grenzen halten, sollte es nicht klappen. Es stehen ja noch wichtige Spiele mit der U21 an. Wir wollen uns in den Play-Offs für die Europameisterschaft im nächsten Jahr qualifizieren. Das wäre eine gute Bewerbung für mich und die anderen im Team. Darüber hinaus muss meine Leistung in Hoffenheim stimmen. Ich bin zuversichtlich, dass ich bald mal wieder eingeladen werde.

Was hast du im Sommer geplant?

Ich werde ganz normal Urlaub machen.

Du hast aber dein Handy mit dabei, falls der Bundestrainer dich erreichen möchte, oder?

Na klar. Das wäre natürlich der Wahnsinn. Für meine Freundin würde es mir aber leidtun (lacht).

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