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30.01.2012

Legendäre Pokalmomente: Herdling schießt Hoffe ins Viertelfinale

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze: Dieser Ausspruch ist mindestens genauso alt wie der DFB-Pokal selbst. Doch Jahr für Jahr wird diese markante Floskel wieder heraus gekramt und aufs Neue in die Notizblöcke der Journalisten diktiert. Ein Fünkchen Wahrheit lässt sich dieser Phrase jedoch nicht absprechen. Auch 1899 Hoffenheim gelang als Regionalligist eine kleine Pokalsensation.

Es war am 02. Dezember 2003. Hoffenheim empfing im Achtelfinale den hoch favorisierten Bundesligisten Bayer Leverkusen mit Trainer Klaus Augenthaler. 6.500 Zuschauer pilgerten die Silbergasse hinauf ins Dietmar-Hopp-Stadion um ihre TSG lautstark zu unterstützen. U23-Kapitän Kai Herdling erinnert sich: „Flutlichtspiele im Dietmar-Hopp-Stadion waren schon immer etwas Besonderes“, sagt Herdling, der sich das Spiel zunächst von der Bank aus anschauen musste und zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, dass er die TSG wenig später ins Viertelfinale des DFB-Pokals schießen würde. Dem Underdog gelang es zunächst eine 2:0-Führung herauszuspielen. Stephan Sieger per Strafstoß (5.) und Heiko Throm (29.) erzielten die Treffer.

In der 50. Minute kam Herdling ins Spiel – und Bayer drehte die Partie. Durch die Tore von Lucio und Berbatov stand es auf einmal 2:2. Herdling war fassungslos: „Ich wusste gar nicht so recht, was da passiert. Ich komme ins Spiel und es beginnt zu kippen.“ Dann aber kam sein Moment: In der 77. Minute schickte Sascha Theres seinen Teamkollegen auf die Reise in Richtung Hans-Jörg Butt. Hart bedrängt von Nationalspieler Jens Nowotny glückte dem heutigen Kapitän der U23 das 3:2 – Hoffenheim stand in der nächsten Runde und das ausverkaufte Dietmar-Hopp-Stadion lag sich in den Armen. Ein Weiterkommen gegen die SpVgg Greuther Fürth am 8. Februar und die Jubelszenen von einst würden sich bestimmt wiederholen.

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