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U23
20.11.2012

Gutes Händchen: Alexander Rosen im Interview

Seit dieser Saison ist Alexander Rosen, 33, als Sportlicher Leiter auch für die Geschicke der U23 verantwortlich. Dass er bei der Kaderplanung 2012/13 ein gutes Händchen hatte, beweist nicht nur der aktuell erste Platz in der Regionalliga Südwest, sondern auch die Tatsache, dass die Sommer-Neuzugänge Vincenzo Grifo, Pelle Jensen und Denis Streker schon auf ihre ersten Bundesliga-Einsätze zurückblicken können. Achtzehn99.de sprach mit Rosen über die drei Senkrechtstarter und die U23 im Allgemeinen.

Herr Rosen, was erfreut Sie mehr: Platz zwei in der Regionalliga Südwest oder die Bundesliga-Debüts der jungen U23-Spieler?

Der Tabellenstand ist natürlich schön, aber unsere Kernaufgabe liegt bekanntlich woanders. Wir wollen junge Spieler in die Bundesliga bringen. Grifo, Jensen und Streker haben früh in der Saison einen Anfang gemacht und ihre ersten Minuten gesammelt, aber noch einen weiten Weg vor sich.

Der Transfer Pelle Jensens stand ja bereits seit längerem fest. Wie kam es zur Verpflichtung der anderen beiden?

Trainer Frank Kramer und ich hatten die Jungs schon lange auf dem Schirm und dementsprechend haben wir uns frühzeitig um sie bemüht. Dass sie sich so schnell einleben und für höhere Aufgaben empfehlen, freut uns natürlich umso mehr.

Sie sind als Sportlicher Leiter für die Geschicke der U23 verantwortlich. Fürchten Sie nicht, dass durch Abstellungen nach oben der gute Tabellenplatz der U23 in Gefahr gerät?

Nein. Zum einen verfügen wir über viele gute junge Spieler, die vehement in die Startelf drängen, zum anderen ist es – wie bereits erwähnt – unser Auftrag, Spieler zu entwickeln. Insofern sind diese Abstellungen ein Indiz der guten Arbeit, ein klares Zeichen für unsere Jungs in der achtzehn99 AKADEMIE und somit eine große Motivation für alle Trainer, Mitarbeiter und vor allem Spieler.

Ist denn der Aufstieg der U23 in die 3. Liga überhaupt das Ziel?

Wir wollen jedes Spiel gewinnen und wenn uns das gelingt, steigen wir zwangsläufig auf. Dass dies nicht realistisch ist, ist mir aber auch klar. Wenn wir am Ende nicht aufsteigen, ist das alles andere als ein Beinbruch, sofern wir am Saisonende guten Gewissens behaupten können, viele Jungs nach vorne gebracht zu haben.

Könnte sich die U23 überhaupt langfristig in der 3. Liga halten?

Diese Frage beschäftigt mich heute noch nicht. Wenn ich aber die Entwicklung unserer Nachwuchsteams betrachte, sehe ich der Zukunft absolut positiv entgegen. Die Bundesliga-Mannschaften U19 und U17 stehen mit Tuchfühlung zur Spitze auf Platz vier und fünf, der „Unterbau“ U16 und U15 führt die jeweilige Liga souverän an. Da sind einige Jungs dabei, die wir für unsere künftigen U23-Kader und vielleicht auch mehr weiterentwickeln wollen und werden.

Gibt es denn neben Grifo, Jensen und Streker weitere Kandidaten, die den Sprung zu den Profis schaffen können?

Ja, die gibt es. Ich werde aber an dieser Stelle keine Namen nennen. Ich kann jedoch aus meiner Erfahrung als Spieler und Nachwuchsleiter feststellen, dass es immer wieder genau die Typen sind, die mit hoher Eigenmotivation und einer Portion Dankbarkeit die unvermeidlichen Hürden auf dem Weg nach oben überspringen und zielstrebig, geduldig und leidenschaftlich an sich arbeiten – Tag für Tag, Training für Training und Spiel für Spiel. Das unterscheidet sie vom bloßen Talent.

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