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PROFIS
02.03.2012

Gegen Köln: Babbel hat die Qual der Wahl

Es ist das vierte Spiel des neuen Cheftrainers Markus Babbel auf der Bank der TSG. Der erste Sieg gelang am vergangenen Wochenende in Wolfsburg, der zweite soll am Sonntag, 17.30 Uhr in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, gegen den 1. FC Köln folgen und eine Serie von sechs Unentschieden in Serie vor eigenem Publikum beendet werden. „Wir haben eine große Möglichkeit, einen kleinen Schritt nach vorne machen“, sagte Babbel auf der Pressekonferenz am Freitag.

Defensiv gut zu stehen und durch schnelles Umschaltspiel die tiefstehende Kölner Mannschaft zu knacken. Diese Taktik ging beim Gastspiel in der Volkswagen Arena auf. So soll nun auch ein Sieg gegen den 1. FC Köln gelingen. Am besten wieder mit einem frühen Treffer. Bereits nach zwei Minuten hatte Roberto Firmino die TSG in Wolfsburg in Führung geschossen und für eine breite Verunsicherung bei den „Wölfen“ gesorgt. Die mangelnde Chancenverwertung wäre den Kraichgauern beinahe zum Verhängnis geworden, doch „die Reaktion auf den Ausgleichstreffer war beeindruckend“, freut sich Babbel, der an die Leistung vom vergangenen Samstag anknüpfen möchte. „Wenn wir das abrufen, was wir können, dann sind wir die bessere Mannschaft“, zeigt sich der Coach selbstbewusst.

Williams sitzt Sperre ab

Babbel hat bis auf Daniel Williams, Sejad Salihovic sowie die Langzeitverletzten Matthias Jaissle und Andreas Ibertsberger keine Ausfälle zu beklagen. Abräumer Williams muss wegen eines Trikotzupfers im Spiel gegen den VfL Wolfsburg eine Gelbsperre absitzen. Doch gerade auf der zentralen Position hat der Münchener die Qual der Wahl. Neben Tobias Weis, Sandro Wieser, Dominik Kaiser und Tobias Strobl könnte auch der Ghanaer Isaac Vorsah auflaufen, der nach seinem Afrika-Cup-Aufenthalt so langsam wieder bei 100 Prozent angelangt ist. „Es gibt ausreichend Möglichkeiten, diese Position aufzufüllen“, sagt Babbel, der auch Wieser gute Chancen für seinen ersten Auftritt im Hoffe-Trikot einräumt: „Es war wichtig für ihn, dass er bei der Nationalmannschaft 90 Minuten gespielt hat. Er hat ein gutes Spielverständnis, einen guten linken Fuß und geht auch dahin, wo es weh tut.“ Das sind allesamt Eigenschaften, die in der Zentrale gefragt sind. Gefragt war in dieser Woche auch Angreifer Sven Schipplock. Nach seinem ersten Treffer für die TSG hagelte es Lob von allen Seiten, auch vom Cheftrainer: „Schippo ist sehr fleißig und arbeitet hart an sich. Ich habe ihn schon in meiner Zeit beim VfB Stuttgart erlebt. Er hat hier einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

Ohne Blessuren zurück von den Länderspielen

Einen Höhenflug erlebten die US-Boys Fabian Johnson und Daniel Williams, die mit dem US-Team in Genua überraschend Gastgeber Italien mit 1:0 bezwangen. Insgesamt waren zehn Profis der TSG in dieser Woche für ihre Nationalmannschaften im Einsatz. Dennoch äußerte Babbel keinerlei Bedenken hinsichtlich des körperlichen Zustandes seiner Kicker: „Die Jungs stecken das weg. Es ist aber bestimmt kein Nachteil, dass wir sonntags spielen.“ Lobende Worte fand der Coach für seine Daheimgebliebenen. „Sie haben ein hohes Engagement gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit der Trainingswoche. Es waren auch Einheiten dabei, die weniger Spaß gemacht haben.“

Köln hofft auf die Wende

Ein Sieg aus sieben Spielen. Eine Bilanz, die keinem in Köln gefallen dürfte. Dabei scheint es trotz des starken Lukas Podolski vor allem an der Offensive zu mangeln. Gerade einmal drei Tore schossen die Domstädter in den letzten sieben Spielen. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nunmehr vier Punkte. Die dadurch entstandenen Gerüchte über eine mögliche Trainerentlassung weist der Verein aber entschieden zurück. Verletzungssorgen sind ein weiteres großes Problem des FC. Neben Novakovic (Hüfte) ist der Einsatz des FC-Kapitäns Pedro Geromel fraglich. Zudem sitzt Sascha Riether eine Gelbsperre ab.

Ausgeglichene Bilanz

Die insgesamt sieben Bundesliga Partien, die die beiden Mannschaften bisher gegeneinander bestritten, weisen eine fast ausgeglichene Bilanz auf. Neben zwei Unentschieden gab es zwei Siege für Köln und drei Siege für die TSG. Im Hinspiel konnten die Kölner einen 2:0-Sieg verbuchen. Das DFB-Pokalspiel hingegen konnte 1899 mit 2:1 für sich entscheiden. Die Tore für die Hoffenheimer schossen der an Schalke ausgeliehene Chinedu Obasi und Knowledge Musona. Zuvor ging der FC durch Mato Jajalo in Führung.

Daten & Fakten zum Spiel »

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