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22.04.2011

Wird Hoffenheim zum Meistermacher?

Es wäre das erste Mal, dass 1899 Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga gewinnt. Sollte es den Kraichgauern am 31. Spieltag tatsächlich gelingen, würden sie entscheidend in den Meisterschaftskampf eingreifen. Bei einem Sieg in Leverkusen und einem Erfolg von Dortmund in Mönchengladbach, wäre der BVB dank der Hilfe von Hoffenheim frühzeitig Deutscher Meister.

Dortmund läge dann drei Spieltage vor Saisonende elf Punkte vor der Werkself und wäre nicht mehr einzuholen. An solchen Zahlenspielen haben die Hoffenheimer aber kein Interesse. „Wir wollen noch vier gute Spiele abliefern und mit den Fans noch ein paar Erfolge feiern", betonte Andreas Beck. Und auch Sebastian Rudy sagte: „Wir wissen, dass wir in die Meisterschaft eingreifen können. Aber wir konzentrieren uns nur auf uns und versuchen, die drei Punkte mitzunehmen." Hoffenheim will die Saison mit dem einen oder anderen Dreier ausklingen lassen. Mit einer durchschnittlichen Bilanz von zehn Siegen, zehn Unentschieden und zehn Niederlagen steht das Team von Trainer Marco Pezzaiuoli mit 40 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Nach unten sowie nach oben wird sich wohl kaum noch etwas bewegen. Stefan Kießling stuft die Situation von 1899 allerdings nicht als ungefährlich für Bayer ein: „Die Hoffenheimer stehen so mittendrin, nach unten kann nicht mehr viel passieren, nach oben auch nicht. Sie können also befreit aufspielen. Aber bei allem Respekt vor den Hoffenheimern, es darf für sie hier nichts zu holen geben, das ist doch ganz klar." Klar ist auch, dass 1899 den Leverkusenern kein Ostergeschenk machen will. „Wir werden die Punkte nicht einfach abliefern und wollen auch niemandem in Sachen Meisterschaft helfen. Wichtig ist, dass wir so lange wie möglich die Null halten. Wir können befreit aufspielen. Leverkusen muss im eigenen Stadion das Spiel machen", sagte Trainer Marco Pezzaiuoli.

Bayer von Sieg überzeugt

Die Rheinländer mussten unter der Woche die bittere 1:5-Niederlage bei Bayern München verarbeiten. Nach dieser waren sich alle einig, dass die Mannschaft zumindest „in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte", wie Trainer Jupp Heynckes sagte. Bei Bayer ist man sich dennoch sicher, dass die Niederlage komplett verarbeitet wurde und gegen Hoffenheim soll nun der sechste Sieg in Folge in der BayArena eingefahren werden. „Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Hoffenheim gewinnen werden, auch wenn das kein Selbstläufer wird", sagte Co-Trainer Peter Hermann. Personell sieht es bei den Leverkusenern hervorragend aus. Mit den Abwehrspielern Stefan Reinartz und Manuel Friedrich sind unter der Woche die letzten Verletzten ins Training zurückgekehrt. Heynckes kann damit aus dem Vollen schöpfen.

Mit Jaissle, ohne Ibertsberger

Bei Hoffenheim sieht die personelle Situation nicht ganz so rosig aus. Andreas Ibertsberger wird die Reise ins Rheinland sehr wahrscheinlich nicht antreten. Eine anhaltende Grippe ist der Grund für den Ausfall. Sejad Salihovic wird wegen seiner Knieverletzung auch in Leverkusen noch pausieren müssen. Für Tobias Weis ist die Saison gelaufen. Nach seinem 90-minütigen Einsatz gegen Eintracht Frankfurt unterzog sich Weis unter der Woche einer Operation an seinem lädierten Fuß. Auch Denis Thomalla ist nach seinem Außenbandriss keine Option für den 18-köpfigen Kader mehr. Auf der rechten Abwehrseite kann Pezzaiuoli wieder mit Andreas Beck planen. Der Kapitän hat seine Gelbsperre abgesessen. Matthias Jaissle nahm wieder am Mannschaftstraining teil und wird nach seiner Verletzungspause wieder zum Kader stoßen.

Daten und Fakten

Standards sind ihre Stärken. Hoffenheim und Leverkusen erzielen ligaweit die meisten Standardtore: 21 stehen auf dem Konto von 1899, Bayer hat 23 Mal nach Standards getroffen. Die Werkself ist die beste Mannschaft der Rückrunde und in der Bundesliga gegen Hoffenheim noch ungeschlagen.

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