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ALLGEMEIN
28.11.2011

„Wir fahren weit, wir fahren viel …“

Groß war die Enttäuschung nach dem verlorenen Auswärtsspiel beim HSV unter den rund 400 mitgereisten Fans. Die meisten in Hamburg anwesenden Supporter gehören zum „harten Kern“ derjenigen, die bei jedem Auswärtsspiel dabei sind. Und die erlebten am Sonntagabend zum vierten Mal hintereinander eine Niederlage auf fremdem Platz.

Für den größten Teil bedeutete dies: Sonntag morgens um 6:00 Uhr in Sinsheim in den Fanbus steigen, den ganzen Tag auf der Autobahn zubringen, ins Stadion gehen, sich die Packung (und die Häme) abholen, zurück in den Bus und am Montag früh um 3:45 Uhr in Sinsheim ankommen – danke bestens! Und obwohl das kleine Häufl ein 90 Minuten lang tapfer Support leistete, was angesichts der 45.000 Hamburger zugegebenermaßen nicht wirklich Lautstärke erzeugte, hatten wir nach dem Spiel komplett den Kaffee auf: Mit dem Schlusspfi ff wurden die Fahnen eingerollt, zum Feiern mit der Mannschaft war nun wirklich kein Anlass, und der gemeinsame Gesang beim Verlassen des Stadions lautete: „Wir fahren weit, wir fahren viel – und wir verlieren jedes Spiel!“

Von denen abgesehen, die in Hamburg wenigstens am Vorabend eine Party auf der Reeperbahn feiern konnten, hatte sich für die meisten Hoffe-Anhänger die Reise nach Hamburg nicht gelohnt. Dabei hatte unser Team nicht so schlecht ausgesehen, nach anfänglicher Unsicherheit sogar über weite Strecken Überlegenheit im Mittelfeld erringen können. Hamburg war nicht besser, aber zeigte den unbedingten Willen zum Sieg, der unseren Jungs derzeit komplett zu fehlen scheint. Erst in den Schlussminuten wurde der hohe spielerische Aufwandunserer Mannschaft mit einem konsequenten Abschluss gekrönt – doch vergeblich. So wenige Punkte wie noch nie in einer Hinrunde, so große Unklarheit, welches Rezept in dieser Krise noch helfen könnte – die Fans machen sich allmählich Sorgen.

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