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U23
13.05.2011

U23 unterliegt KSC II mit 1:5

Jetzt ist der Aufstieg auch mathematisch nicht mehr möglich: Die U23 verlor am Freitagabend ihr Regionalliga-Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 1:5 (1:3). Selbst bei einem Sieg hätte der Rechenschieber zur Seite gelegt werden können, da Spitzenreiter Darmstadt und Verfolger Stuttgarter Kickers dreifach punkteten.

Die Partie begann vor 600 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion recht flott, die Hoffenheimer machten da weiter, wo sie am vergangenen Samstag beim 4:3 in Kassel aufgehört hatten. Schon nach sechs Minuten zappelte die Kugel im Karlsruher Tor, nachdem Christoph Hemlein einen Freistoß Andreas Ludwigs aus fünf Metern über die Linie geköpft hatte. Die Karlsruher, für die der Ex-Hoffenheimer Pascal Groß in der Startformation stand, ließen sich von dem frühen Rückstand allerdings nicht beeindrucken. Nach einer schönen Kombination tauchte plötzlich die einzige Spitze Patrick Dulleck alleine vor Daniel Lück auf, doch der 1899-Schlussmann reagierte prächtig (11.). Im Gegenzug hätte Hemlein auf 2:0 erhöhen können, traf aber aus kurzer Distanz und spitzem Winkel den Ball nicht richtig. In der 23. Minute sah Wilson Kamavuaka für ein Foul an Dulleck die Gelbe Karte, aber es kam noch schlimmer. Der folgende, von Groß getretene Freistoß landete auf dem Kopf des aufgerückten Linksverteidigers Sebastian Schiek - 1:1. Die Platzherren schüttelten sich nur kurz, dann übernahmen sie wieder das Kommando. Nach einer halben Stunde hatten sie Chancen im Minutentakt, zwei Mal spielte Jonas Hofmann Philipp Klingmann über rechts schön frei, doch einmal versprang dem Rechtsverteidiger der Ball, beim zweiten Versuch fand seine Hereingabe keinen Abnehmer. Wieder nur wenige Sekunden später hatte „Klinge" Pech, dass Groß seinen Schuss vor der Linie entschärfte (31.). Dann fiel das 2:1 - auf der anderen Seite. Nach einer zu kurzen Abwehr Kamavuakas landete der Ball vor den Füßen Timo Kerns, der mit einem raffinierten Schlenzer in den Winkel traf (35.). Kurz darauf hatte Kamavuaka Glück, dass es der Unparteiische Markus Pflaum nach einem weiteren Foul bei einer mündlichen Verwarnung beließ. Trainer Otmar Rösch musste nun reagieren, doch ohne Jannik Vestergaard (bei den Profis), Robin Neupert und Tabe Nyenty (beide verletzt) hatte er keinen weiteren etatmäßigen Innenverteidiger mehr zur Verfügung. Kaum hatte sich seine Elf vom Rückstand erholt, klingelte es erneut. Einen Freistoß auf den langen Pfosten köpfte der lange Maximilian Mosch nach innen, wieder stand Schiek richtig und nickte zum 1:3 ein (39.).

Nach dem Wiederanpfiff drängten die Platzherren auf den Anschlusstreffer. Rösch brachte Marcel Heister für den gelbrotgefährdeten Kamavuaka, David Kienast rückte in die Mitte. Doch die Bemühungen fruchteten nicht. Gegen die kompakt stehende KSC-Abwehr fehlte die Durchschlagskraft, zu oft wurde der ausbleibende Schiedsrichterpfiff eingefordert. Dann die Entscheidung. Dulleck war vor dem Sechzehner gefoult worden, den fälligen Freistoß zimmerte Thorben Stadler mit links in den Winkel - 1:4 (72.). Den Schlusspunkt setzte Dulleck, der nach einem Konter Lück zum 1:5 überlupfte (86.).

„Wir wurden heute mit Standards erschossen", resümierte Rösch. „Wir haben im ersten Abschnitt leider mehrere gute Möglichkeiten liegen lassen und in dieser Phase das 1:2 kassiert, das war ein kleiner Killer. Wir wollten im zweiten Durchgang mehr Biss und Willen zeigen, das ist uns gelungen, auch wenn sich das jetzt vielleicht bei diesem Endergebnis blöd anhört. Aber einen Standard kann man immer mal kriegen und beim 1:5 haben wir hinten aufgemacht, das war ein Schönheitsfehler. Der Sieg für den KSC geht in Ordnung, schade nur, dass die Euphorie nach dem Kassel-Spiel so enden musste." KSC-Coach Markus Kauczinski war froh, die starke Hoffenheimer Anfangsphase einigermaßen heil überstanden zu haben. „Danach haben wir mit unseren Standards zugeschlagen und wenn wir 3:1 führen, hat es jede Mannschaft gegen uns schwer. Auch wenn das Resultat am Ende zu hoch war."

1899 Hoffenheim II - Karlsruher SC II 1:5 (1:3)
Hoffenheim:
Lück - Klingmann, Kamavuaka (49. Heister), Ruck, Kienast - Ludwig - Hofmann (83. Mbarga), Schäfer, Herdling, Ammann - Hemlein (79. Recktenwald).
Karlsruhe: Twardzik - Schiek, Mosch, Fixel, Stadler - Rutz - Groß (62. Schröder), Nguyen (64. Cambeis), Kern (70. Hasel), Haag - Dulleck.
Tore: 1:0 Hemlein (6.), 1:1 Schiek (23.), 1:2 Kern (35.), 1:3 Schiek (39.), 1:4 Stadler (72.), 1:5 Dulleck (86.). Zuschauer: 600. Schiedsrichter: Markus Pflaum (Hallstadt). Karten: Gelb für Kamavuaka, Hemlein / Haag.

Daten & Fakten zum Spiel »

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