Alle Ergebnisse
U23
18.09.2011

U23 schlägt Pfullendorf 8:0 / Schipplock trifft fünf Mal

Die U23 marschiert munter weiter. Gegen das allerdings harmlose Schlusslicht SC Pfullendorf gewann die Mannschaft von Trainer Frank Kramer mit 8:0 (4:0), verließ zum fünften Mal in Folge als Sieger den Platz und kletterte in der Regionalliga Süd auf den zweiten Rang. Mann des Tages war Sven Schipplock, der gleich fünf Mal traf.

Die Serie von 26:1 Toren aus den letzten fünf Partien wird auch dem Trainer langsam unheimlich. „Die Jungs haben heute wieder schnell ins Spiel gefunden und sind auch beim Stand von 4:0 gierig geblieben, das hat mir gefallen“, sagte Frank Kramer. Die Treffer zum 4:0-Pausenstand markierte allesamt Sven Schipplock aus dem Hoffenheimer Profi-Kader, der in der Regionalliga Spielpraxis sammeln sollte. „Besser kann man sich natürlich nicht empfehlen. Aber genau so etwas wird von einem Profi auch erwartet“, lobte Kramer.

Schipplock hatte schon vor dem 1:0 zwei gute Möglichkeiten, scheiterte aber zunächst am Pfullendorfer Keeper Sebastian Willibald (7., 9.). In der 17. Minute war es schließlich soweit. Nach einem tollen Pass von Kai Herdling aus dem Mittelfeld stand „Schippo“ plötzlich alleine vor Willibald, umspielte ihn und schob aus 14 Metern ins leere Tor. Nun ging es Schlag auf Schlag und es schien, als habe jemand die Rewind-Taste gedrückt, denn die Tore fielen alle nach demselben Muster. Pass aus dem Mittelfeld auf Schipplock, Keeper umkurvt – Tor. Kleine Abweichung beim 2:0. Das Zuspiel von Jannik Vestergaard landete bei Nicolai Groß, der ebenso selbst hätte abschließen können. Doch der aktuelle Regionalliga-Torschützenkönig legte auf den besser postierten Schipplock ab, der keine Mühe hatte (23.). Beim 3:0, wieder auf Groß-Vorarbeit (27.), und 4:0 (Herdling, 40.) musste er die Kugel noch am Schlussmann vorbeibringen.

„Hoffenheim war heute zwei Klassen besser“, sagte Pfullendorfs Trainer Kristijan Djordjević. „Ich habe meinen Spielern in der Halbzeit gesagt, dass wir wenigstens die zweite Hälfte zu null spielen wollen, aber auch der Plan war nach einer Minute über den Haufen geworfen.“ Oliver Straub hatte Schipplock im Sechzehner gelegt, Schiedsrichter Dirk Wijnen deutete sofort auf den Punkt. Herdling, am Freitag stolzer Vater eines Mädchens geworden und mit entsprechend wenig Schlaf in die Partie gegangen, ließ sich die Chance nicht entgehen und zimmerte die Kugel unter die Latte (47.). „Zu so einem Spiel gehören immer Zwei“, sagte Kramer, „und Pfullendorf war heute quasi nicht vorhanden.“ In der 58. Minute hatte die Linzgau-Elf ihre einzig nennenswerte Chance, aber Jörg Schreyeck, der in der 73. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Koen Casteels. Der 19-jährige Belgier machte sein erstes Spiel überhaupt für 1899 Hoffenheim – und hätte sich wahrscheinlich etwas mehr Beschäftigung gewünscht, um sich auszeichnen zu können. Der Rest der Begegnung spielte sich wieder in der anderen Hälfte ab. Marco Schäfer erhöhte mit einem gezielten Schuss nach Zuspiel Philipp Klingmanns auf 6:0 (66.), vier Minuten später traf Robin Neupert mit dem Kopf zum 7:0. Ahmed Sassi, der ebenfalls sein Debüt im Hoffenheimer Trikot feierte, hatte den Eckball in den Strafraum getreten. „Er hat ein gutes Spiel gemacht, allerdings noch zu viele unnötige Showelemente gezeigt“, urteilte Kramer über den jungen Tunesier, der lange auf seine Spielberechtigung warten musste und entsprechend motiviert war. Er war für den müden Herdling in die Partie gekommen.

Das Dutzend Pfullendorfer Fans übte sich zu diesem Zeitpunkt längst in Selbstironie und feierte Torwart Willibald, als der einen Freistoß Klingmanns parierte (81.). Den Schlusspunkt setzte dann wiederum Schipplock, der einen an Klingmann verursachten Foulelfmeter in Abwesenheit Herdlings in den Winkel hämmerte und seinen fünften Treffer bejubelte (90.). Mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach steht die Kramer-Elf nun auf Platz zwei. Bittere Erkenntnis für Djordjević: „Das war heute zu einfach für Hoffenheim. Wie ein Trainingsspiel.“

1899 Hoffenheim – SC Pfullendorf 8:0 (4:0)

Hoffenheim: Casteels – Klingmann, Vestergaard, Neupert, Szarka – Conrad, Strobl (52. Ruck), Schäfer – Herdling (63. Sassi), Groß (59. Gyau), Schipplock.

Pfullendorf: Willibald – Straub, Ovuka (71. Biggel), Schinn (46. Werne), Dicklhuber – Braun, Schreyeck, Falkenmayer – Saccone, Jeske (12. Beran) – Teever.

Tore: 1:0 Schipplock (17.), 2:0 Schipplock (23.), 3:0 Schipplock (27.), 4:0 Schipplock (40.), 5:0 Herdling (47., Strafstoß), 6:0 Schäfer (66.), 7:0 Neupert (70.), 8:0 Schipplock (90., Strafstoß). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Dirk Wijnen (Hannover). Karten: Gelb für Straub; Gelb-Rot für Schreyeck (73., Foulspiel).

Daten & Fakten zum Spiel »

Jetzt Downloaden!
Seite Drucken nach oben