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03.03.2011

Trendwende in Gladbach?

Die Vorzeichen für das Duell im Borussen-Park stehen für 1899 Hoffenheim nicht schlecht. Acht Mal trafen die beiden Teams in der Bundesliga und der zweiten Liga aufeinander. Noch nie hat Hoffenheim gegen Gladbach verloren. Neben fünf Siegen gab es drei Unentschieden.

Auch im vergangenen Jahr ging 1899 beide Mal als Sieger vom Platz. In der Vorrunde setzten sich die Kraichgauer mit 3:2 durch, im Achtelfinale des DFB-Pokals schickte man die Borussen mit 2:0 nach Hause. Damals, im Hinspiel, hatte Hoffenheim in etwa denselben Lauf wie in diesen Wochen. Zwei Niederlagen und ein Remis aus den drei vorherigen Spielen standen damals wie heute zu Buche. Schafft Hoffenheim gegen Gladbach erneut die Wende? „Das Spiel ist sehr wichtig für unsere Moral. Klar ist, dass es über Kampf, Leidenschaft und Emotionen entschieden wird", sagt Kapitän Andreas Beck.

„Vom Kämpferischen zum Spielerischen"

Bemängelt wurde zuletzt vor allen Dingen die Chancenverwertung. Besonders gegen den 1. FC Köln gab es zahlreiche gute bis hervorragende Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. Pfosten, Latte, Pech und Ungenauigkeit verhinderten allerdings eine bessere Torausbeute. Trotz der, im Vergleich zu den Chancen, geringen Toranzahl spricht Trainer Marco Pezzaiuoli nicht von einer Sturmflaute und nimmt sein Team in Schutz: „Die Besessenheit und der Wille, ein Tor machen zu wollen, muss da sein. Aber wir sind die jüngste Mannschaft der Liga. Da gibt es Schwankungen und manchmal fehlt eben auch noch die Cleverness."

Sicherlich werden sich die Gladbacher im Vergleich zum Hinspiel anders präsentieren. Ein neuer Trainer ist da und was viel höher zu bewerten ist: Gladbach ist Tabellenletzter und kämpft mit aller Macht darum, auch nächste Saison in der Bundesliga vertreten zu sein. Aufgegeben hat sich die im Abstiegskampf erfahrene Borussia noch nicht. Andreas Beck ist sich dessen bewusst und merkt an: „Für Gladbach ist die Partie purer Abstiegskampf. Deshalb müssen wir versuchen über das Kämpferische zum Spielerischen zu kommen." Auch wenn es gegen das Schlusslicht der Liga geht, das bisher erst 19 Punkte gesammelt hat und sich mit 59 die meisten Gegentreffer aller 18 Klubs eingefangen hat, wird das Spiel kein Selbstläufer. „Leichter als in den Spielen zuvor wird es auch gegen Gladbach nicht. Bei denen geht es um die Existenz, deshalb werden sie bis zum Ende fighten", kündigt Pezzaiuoli an.

Ohne zwei Verteidiger nach Gladbach

Kämpfen muss auch Hoffenheim. Erstens, um die Lücke an das obere Tabellendrittel nicht größer werden zu lassen und zweitens, um noch Chancen auf den internationalen Wettbewerb zu haben. Kämpfen müssen sie dafür allerdings ohne die beiden Innenverteidiger Isaac Vorsah und Josip Simunic, die beide verletzungsbedingt ausfallen. Weiterhin fehlen Tobias Weis, Chinedu Obasi und Manuel Gulde. Ansonsten kann Pezzaiuoli auf alle Spieler zurückgreifen. Ob es Änderungen in der Startelf gibt, wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden.


Daten und Fakten

In der Bundesliga hat Hoffenheim die Nase vorn. Beide Vereine stiegen 2008 in Deutschlands Eliteklasse auf. In vier Spielzeiten holte Hoffenheim 35 Punkte mehr als die Borussen. Gladbach erspielte in dieser Saison nur sechs Zähler im eigenen Stadion. Aber auch 1899 konnte nur eins der vergangenen fünf Auswärtsspiele gewinnen.

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