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ALLGEMEIN
07.06.2011

Sinsheim im WM-Fieber

Sie zeigt einen silbernen Fußball, der von einer goldenen Spirale getragen wird. Der Sockel ist aus Marmor, die Spirale und der Fußball aus reinem Silber mit einer 23-Karat-Gold- und Weissgoldbeschichtung. Sie ist 45 cm hoch und hat einen monetären Wert von rund 30.000 Dollar – die Rede ist von der WM-Trophäe der Frauen, die am Sonntag im Rahmen der „Spielfreude-Tour“ Station in Sinsheim machte.

Es ist das erste und letzte Mal, dass die Trophäe der Stadt Sinsheim einen Besuch abstattet. Wo sie letztlich ihren festen Platz finden wird, entscheidet sich erst beim Finale am 17. Juli in Frankfurt. Bis dahin tingelt sie noch durch so manches Städtchen und lockt zahlreiche Schaulustige an. Am Sonntag reiste sie eigens mit einem offiziellen WM-Zug aus der Finalstadt Frankfurt in den Kraichgau, wo Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees, den Ehrengast freudig in Empfang nahm. „In Sinsheim ist das WM-Fieber ausgebrochen", konstatierte Jones, die das Gefühl eines WM-Erfolges noch sehr gut kennt. 2003 durfte sie schon einmal die Auszeichnung in den Himmel recken.

Auch Sinsheims OB Rolf Geinert hat bei den Menschen in der Region eine gewisse Vorfreude ausgemacht. „So langsam begreifen die Menschen, welches Event da auf uns zukommt", sagt Geinert. Ronny Zimmermann, Präsident des Badischen Fußballverbandes und OK-Chef des Standorts Sinsheim sieht für den Frauen- und Mädchenfußball eine große Chance, weiter in der Gunst der Bevölkerung zu wachsen. „Nach der WM 2003 hatten wir einen jährlichen Zuwachs von 30 bis 60 Prozent im Mädchenfußball. Ich hoffe, wir erleben einen ähnlichen Boom." Ob die WM in Deutschland einen vergleichbaren Aufschwung bringt, hängt wohl zu einem großen Teil vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab. Der Druck auf die Mannschaft ist groß, doch Zimmermann ist überzeugt: „Sie werden mit dem Druck hervorragend umgehen."

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