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03.08.2011

Hannover 96: Das Überraschungsteam betritt die große Bühne

In der vergangenen Saison gab es viele Überraschungsteams: Mainz, Freiburg, Kaiserslautern. Die größte Überraschung aber war Hannover 96. Die Spielzeit beendeten die Niedersachsen auf Platz vier. Jetzt sind sie also in drei Wettbewerben vertreten: Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League.

Das allein ist schon ein Grund, warum es für 96 schwer wird, den Erfolg der vergangenen Saison zu wiederholen. Letztes Jahr lag die volle Konzentration auf der Liga, im Pokal scheiterte Hannover bereits in der ersten Runde, an die Europa League dachte damals niemand. Trotz der Dreifachbelastung will der Verein versuchen, an das letzte Jahr anzuknüpfen. „Wir sind immer noch Jäger und hungrig“, betonte Trainer Mirko Slomka. Manager Jörg Schmadtke hat es geschafft, die Mannschaft zusammenzuhalten und nur punktuell verstärkt. Vielversprechende Ergänzungsspieler wie der polnische Angreifer Artur Sobiech, der langjährige Schalker Abwehrspieler Christian Pander oder der norwegische Nationalspieler Hauger Henning wurden geholt. Der einzige namhafte Abgang war Torwart Florian Fromlowitz.

Ein Team mit Goalgetter

Ohne großen Umbruch in der Mannschaft war es für Coach Slomka ein Leichtes, das erfolgreiche Konterspiel der vergangenen Saison zu perfektionieren und zusätzliche Spielideen zu vermitteln: für mehr Überraschungseffekte und Unberechenbarkeit. Der Zusammenhalt des Kaders ist ein großes Plus für Hannover. „Wir sind eingespielt und die Mannschaft funktioniert“, sagt Slomka. Stars kennt man in der niedersächsischen Hauptstadt nicht, umworbene Spieler wie Keeper Ron-Robert Zieler oder Torjäger Didier Ya Konan konnten trotz verlockender Millionenangebote gehalten werden.

Ya Konan fehlte in großen Teilen der Vorbereitung wegen eines Muskelfaserrisses, stieg in der vergangenen Woche aber wieder ins Mannschaftstraining ein und bestand einen einstündigen Test in einem Vorbereitungsspiel ohne Probleme. Zum Saisonauftakt gegen 1899 Hoffenheim dürfte Hannovers Toptorschütze wieder fit sein: Mit 14 Toren und sieben Vorlagen war der Ivorer 2010/11 bester Scorer.

In der Liga konstant werden

In der Spielzeit 2010/11 konnte Hannover 1899 Hoffenheim nur ein Mal Paroli bieten. In der Rückrunde siegten die Niedersachsen in der heimischen AWD-Arena mit 2:0. Im Hinspiel im Kraichgau ging die Slomka-Elf allerdings mit 0:4 unter. Die Euphorie der vergangenen Saison nimmt die Mannschaft mit in die neue Runde, setzt sich aber passende Ziele: „In der Liga müssen wir nicht unter die ersten Fünf kommen. Da wollen wir uns dauerhaft in den Top 10 platzieren“, sagt Slomka. In den anderen Wettbewerben hofft der Trainer insgeheim auf Großes. Immerhin „war Hannover 1992 schon mal Pokalsieger und die Europa League haben zuletzt auch nicht die ganz großen Vereine gewonnen.“

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