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04.05.2011

FCN: Die Gewinnner aus dem Frankenland

Der Traum von der Europa League ist in Nürnberg seit dem vergangenen Spieltag so gut wie ausgeträumt. Nach der Niederlage beim neuen deutschen Meister Borussia Dortmund und dem Sieg von Mainz 05 über Eintracht Frankfurt, ist der Sprung auf Platz fünf für den 1. FC Nürnberg kaum noch machbar. Als einer der Gewinner der Saison dürfen sich die Franken dennoch bezeichnen.

Fünf Punkte liegen zwei Spieltage vor Saisonende zwischen Mainz (52 Zähler) und Nürnberg (47). Rechnerisch kann das Team von Trainer Dieter Hecking die Lücke zwar noch schließen, aber schon ein Blick auf das Restprogramm der beiden Rivalen im Kampf um den Qualifikationsplatz zur Europa League lässt anderes vermuten. Nürnberg empfängt zunächst 1899 Hoffenheim und muss am letzten Spieltag auswärts beim Überraschungsteam Hannover 96 ran, das die Europa League-Qualifikation bereits in der Tasche hat. Mainz hingegen gastiert zunächst auf Schalke und empfängt am 34. Spieltag St. Pauli. Christian Eigler ist sich der äußerst schweren Situation bewusst, im nächsten Jahr doch noch in der Europa League zu spielen: „Europa wird jetzt eng, aber trotzdem ist es eine gute Saison. Wir versuchen jetzt, die zwei letzten Spiele zu gewinnen."

Aufschwung in der Rückrunde

Vor der Saison und selbst nach der Vorrunde hätte wohl kaum einer damit gerechnet, dass Nürnberg überhaupt von der Europa League träumen darf. Die vergangene Spielzeit beendeten die Franken auf Platz 16 und retteten sich nur über die Relegation in die neue Bundesliga-Spielzeit. Nach der Hinrunde belegte der Club den elften Rang - Mittelmaß, nicht mehr und nicht weniger. Mit einer Niederlage gegen Gladbach begann die Rückrunde. Danach folgte eine Serie mit acht Spielen ohne Niederlage, die die Nürnberger in der Tabelle nach oben und in Richtung Europa League katapultierte.

Zuständig für den Aufschwung sind junge talentierte Spieler, die auf Leihbasis ins Frankenland kamen: Mehmet Ekici (FC Bayern München), Julian Schieber (VfB Stuttgart) und Jens Hegeler (Bayer Leverkusen). Alle drei sind Leistungsträger. Neben den Zugewanderten entwickelten sich andere junge Spieler wie Philipp Wollscheid oder Ilkay Gündogan zu echten Verstärkungen und eroberten sich einen Platz in der Startelf.

Wiedersehen mit Nilsson

Für Hoffenheim wird die Auswärtsfahrt nach Nürnberg keine einfache Aufgabe, bei der es auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten geben wird. Per Nilsson wechselte im Sommer von 1899 nach Nürnberg. Bis zu seiner Verletzung gehörte der Schwede zur Stammformation. Derzeit kämpft er sich zurück ins Team und wird dem Kader mit großer Sicherheit gegen Hoffenheim angehören. Das Hinspiel, in dem Hoffenheim lange Zeit dominierte, endete 1:1-Unentschieden. Der Nürnberger Ausgleich fiel drei Minuten vor Spielende.

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